Sport in Pandemie-Zeiten: kleine Motivationshelfer

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© Team Novo Nordisk
Sport in Pandemie-Zeiten: kleine Motivationshelfer

Für Diabetes-Patientinnen und -Patienten ist es in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig, sich fit und gesund zu halten und dabei auch das Immunsystem zu stärken. Regelmäßige Bewegung bringt den gewünschten Effekt. Doch kann man sich bei ungemütlichem Wetter, Isolation und eingeschränkten Sportangeboten wie geschlossenen Sporteinrichtungen gut zu mehr Bewegung motivieren? Klares „Ja!“, sagt Prof. Dr. Christian Brinkmann, und nennt 10 Motivationshelfer.

Wir stellen Ihnen nachfolgend einige Tipps vor, wie sich die Motivation gerade jetzt steigern lässt. Vielleicht ist ja etwas für Sie dabei!

Tipp 1: Werden Sie sich klar über Ihre „Beweggründe“!

Überlegen Sie sich, bevor es losgeht, Gründe, warum Sie sich mehr bewegen/regelmäßig Sport machen wollen! Schreiben Sie diese auf einen Zettel und bewahren diesen an einem sicheren Ort auf! Motivieren Sie sich, indem Sie sich den Zettel einmal am Tag durchlesen und sich die Gründe in Erinnerung rufen!

Tipp 2: Machen Sie, was Ihnen Spaß macht!

Wenn Sie Laufen/Joggen nicht mögen, versuchen Sie es doch einmal mit einem Kraft-Workout zu Hause. Vielleicht ist auch „Exergaming“ eine Alternative: Bewegung/Sport mit Spielkonsolen, z. B. mit der Wii Fit von Nintendo oder Xbox Kinect von Microsoft. Auch auf YouTube (www.youtube.com) finden sich Sportangebote, z. B. Yoga oder Aerobic zum Nachmachen. Haben Sie gefunden, was Ihnen Freude macht, ist das Sporttreiben schnell keine Qual mehr.

Tipp 3: Nutzen Sie Schrittzähler!

Diese gibt es auch als App für das Smartphone bei Google Play oder im App ­Store von Apple. Studien haben gezeigt, dass Personen besonders zu Beginn durch Schrittzähler motiviert sind, sich mehr zu bewegen! Versuchen Sie, Woche für Woche mehr Schritte zu sammeln! Schon relativ kleine Steigerungen der Schrittzahl am Tag können positive Gesundheitseffekte haben!

Tipp 4: Freuen Sie sich über Ihre Trainingserfolge!

Merkliche Effekte werden Sie erst nach einiger Zeit feststellen können, aber die Geduld lohnt sich! Vielleicht merken Sie, dass Sie die Treppen zu Ihrer Wohnung hochkommen, ohne so sehr aus der Puste zu sein und dass Sie besser schlafen? Oder dass Ihre Rückenschmerzen weniger werden? Machen Sie sich klar, was die regelmäßige Bewegung Ihnen gebracht hat! Würdigen Sie das tolle Ergebnis!

Tipp 5: Teilen Sie sich mit!

Erzählen Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, FreundInnen oder KollegInnen von Ihren Vorhaben und Trainingserfolgen. Sie erkennen bestimmt positiv an, was Sie tun und geplant haben! Das stellt zufrieden und spornt an!

Das Fallbeispiel

Steffen, 45 Jahre, Typ-2-Diabetes, hat bisher regelmäßig ein Fitness-Studio besucht. Jetzt probiert er zu Hause „Exergaming“ aus. Dabei spielt er vor allem ausdauerorientierte Bewegungsspiele. Manchmal spielt er auch gegen seinen Sohn und versucht, einen höheren Punktestand zu erreichen. Das motiviert zusätzlich! Seinen maximalen Trainingspuls, der ihm vom Arzt vorgegeben wurde, hat er dabei aber immer fest im Blick.

Tipp 6: Lassen Sie Sport zum ­Ritual werden!

Vielen hilft es, eine feste Trainingszeit festzulegen. Andere brauchen jedoch auch eine gewisse Flexibilität und sollen sich diese auch bewahren, damit die Sport-Zeit nicht zur Stress-Zeit wird. Sehen Sie die Zeit, in der Sie Sport treiben, aber immer als Quality-Time an. Gönnen Sie sich in dieser Zeit Luxus für sich und Ihren Körper!

Tipp 7: Motivieren Sie sich über ­Erfolgs-Storys von anderen!

Lassen Sie sich anstecken von der Begeisterung anderer. Schauen Sie sich z. B. den Film „Herbstgold“ an, in dem hochaltrige LeistungssportlerInnen zeigen, was der Sport ihnen gibt, oder lesen Sie das Buch „Vom Couch-Potato zum Triathleten“ von Bernd-Uwe Gutknecht.

Tipp 8: Lieber eine kurze Einheit als keine Einheit!

Etwas Sport ist immer besser als kein Sport! Wenn Sie wenig Lust haben, nehmen Sie sich nicht viel vor, aber starten Sie z. B. mit 5 Minuten körperlicher Aktivität. Wenn es dann gut läuft, können Sie natürlich gern verlängern.

Tipp 9: Wieder aufsatteln, wenn man vom Pferd fällt!

Sollte es mal nicht so laufen und man hat sich vielleicht einfach zu viel vorgenommen, sollten Sie nicht verzweifeln! Es ist wichtig, einfach dranzubleiben! Jede Bewegung ist gut. Und nach einer Woche mit weniger Sport, weil plötzlich die Kinder krank waren und Ihre Unterstützung brauchten oder der Keller des Hauses durch einen starken Regenfall überflutet wurde und Ihre Mithilfe gefragt war, können Sie jederzeit wieder durchstarten! Langfristigkeit ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg!

Tipp 10: Bewegung/Sport mit der Familie!

Zurzeit ist Bewegen/Sport mit FreundInnen gar nicht oder nur eingeschränkt möglich, damit das Infektionsrisiko möglichst gering bleibt. Aber was spricht gegen Bewegung/Sport mit den Angehörigen im eigenen Hausstand? Fragen Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin oder Ihre Kinder, ob Sie Lust haben auf eine Wanderung an der frischen Luft oder Federball im Garten!

Schwerpunkt: „Bewegung in Corona-Zeiten“

von Prof. (FH) PD Dr. Christian Brinkmann

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 28-29

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  • Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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