Babysitter für Diabetes Kids – eine kleine Auszeit/Hilfe für Eltern

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Babysitter für Diabetes Kids – eine kleine Auszeit/Hilfe für Eltern

Wer wie wir den Diabetes seines Kindes alleine, ohne die Unterstützung der Familie, managen muss, der sehnt sich schon mal ab und zu nach ein bisschen diabetesfreier Zeit. Allein mal ein gemütliches Abendessen zu zweit ist bei uns undenkbar. Nicht, weil wir unsere Tochter nicht loslassen können. Nein, wir haben schlichtweg niemanden, der Leonie gerade zu den Abendstunden betreut und sei es auch nur für ein paar Stunden. Selbst ein längerer Arbeitstag oder auch mal ein Arztbesuch geht nicht ohne sehr viel Organisation im Vorfeld.

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Tagsüber können wir meist eine Lösung finden. Leonie kann mal einen Tag länger in der Schulkindbetreuung verbringen oder sie kann für ein paar Stunden alleine zu einer Freundin. Doch bei Terminen am Abend haben wir leider keinen, auf den wir beruhigt zurückgreifen können. So würden wir gerne mal zu zweit zu einem Elterngespräch in der Schule gehen, aber wir wollen und können Leonie noch nicht am Abend für ein paar Stunden alleine zu Hause lassen.

Babysitter für Kind mit Diabetes gesucht

Über die Möglichkeit, mal ab und an einen Babysitter zu engagieren, haben wir mal kurz nachgedacht. Doch leider ist es nicht so einfach, eine Betreuung zu finden, die mit dem Thema Diabetes Typ 1 bei Kindern vertraut ist. Und einfach auf gut Glück jemanden engagieren, das möchte ich auch nicht. Ehrlich gesagt, hätte ich dann auch gar nicht die Ruhe und würde versuchen, schnellstmöglich wieder nach Hause zu kommen. Leonie kann zwar schon sehr viel alleine regeln, doch es wäre mir schon recht, wenn jemand bei ihr wäre, der ihr im Notfall auch wirklich helfen kann.

„Blutzuckersüß-Aufgepasst“ – Babysitterprogramm für Kinder mit Diabetes Typ 1

Der Bunte Kreis Rheinland hat genau dieses Problem vieler Eltern von Kindern mit Diabetes Typ 1 erkannt und ein ganz besonderes Projekt mit dem Namen „Blutzuckersüß-Aufgepasst“ ins Leben gerufen. Teil des Programms ist die Vermittlung von geschulten Babysittern an die betroffenen Familien.

Im Rahmen ihrer Familiennachsorge erlebte die Projektleiterin Dr. Wilma Dubois immer wieder, dass betroffene Familien lieber ihre Kinder überall mit hinnehmen, als sie von unerfahrenen Familienmitgliedern oder Nachbarn betreuen zu lassen. So entstand die Idee, in der Region diabeteserfahrene Menschen zu finden, die gerne stundenweise Kinder mit Diabetes betreuen und so die Familien unterstützen möchten.

Da die meist jungen Betreuer (über 18 Jahre) des Vereins überwiegend selbst an Diabetes Typ 1 erkrankt sind, haben sie in diesem Bereich kaum Schulungsbedarf. Sie leben ja tagtäglich selbst mit der Krankheit. Doch die zukünftigen „Babysitter“ müssen sich nicht nur mit der Erkrankung und ihren Besonderheiten auskennen, sie müssen auch einen Kindernotfallkurs absolvieren und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Das gibt den Eltern nochmal eine weitere Sicherheit.
Damit alles reibungslos abläuft, wird dennoch empfohlen, mit dem Betreuer eine schriftliche Vereinbarung über die zu leistenden medizinischen Maßnahmen zu treffen. Hier sollte möglichst genau beschrieben werden, welche Aufgaben der Babysitter hinsichtlich der Diabetes-Versorgung übernehmen sollte. Auch das sorgt für eine gewisse Sicherheit auf beiden Seiten.
Wir Eltern geben unsere Kinder ja ungerne in fremde Hände. Doch wenn wirklich mal Not am Mann ist, kann dieses Projekt viele Eltern unterstützen. Und zwar genau dann, wenn die Unterstützung benötigt wird.

Wie kann ich einen Babysitter beim Bunten Kreis Rheinland engagieren?

Der Bunte Kreis Rheinland sieht sich bei diesem Projekt als eine Art Kontaktbörse, die es den betroffenen Familien erleichtert, Betreuer mit entsprechender Erfahrung zu finden.
Das gesamte Projekt wird komplett aus Spendenmitteln finanziert. Für die Vermittlung fallen den Familien einmalig 15 Euro an. Man kann aber auch eine Fördermitgliedschaft von 25 Euro im Jahr abschließen. Die Bezahlung der Babysitter regeln die Familien dann direkt.

Diese tolle Idee wurde von betroffenen Familien in der Region Köln, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bereits sehr positiv aufgenommen. Mittlerweile betreuen die Babysitter nicht nur die Kinder in den Familien, sie sind auch bereit, auf Schulausflügen und ggf. auf Klassenfahrten mitzufahren. So muss kein Kind ausgeschlossen werden. Dieses Angebot stößt besonders bei den Lehrern auf großes Interesse.

Bkr-babysitter

Wer Interesse hat und aus der Region kommt, kann gerne den Verein kontaktieren. Weitere Informationen bekommt ihr unter 0228-287-33290 oder blutzuckersuess@bunterkreis.de (Dr. Wilma Dubois). Raum Köln, Bonn, Rhein-Sieg, Bad Neuenahr

Ich muss zugeben, ich blicke ein wenig neidisch auf dieses Projekt. Gerade wenn ich an die Zukunft und die möglichen Klassenfahrten denke, würde ich gerne auf einen geschulten Betreuer zurückgreifen. Durch so ein Projekt wird betroffenen Eltern mal eine kleine Verschnaufpause oder auch mal ein Arztbesuch ohne Hektik ermöglicht. Und so eine kleine Auszeit kann sehr wertvoll sein. Als betroffene Mutter wünsche ich mir mehr von solchen tollen Projekten.

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  • uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
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  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
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