- Eltern und Kind
Voller Einsatz: Die Karlotta-App
2 Minuten
Fesselndes Spielgeschehen kombiniert mit Fragen zu Typ-1-Diabetes: Das bietet die Lernspiel-App KARLOTTA. Vom verbesserten Verständnis der Erkrankung soll auch die Kommunikation zwischen Patienten und Behandlern profitieren. Das Diabetes-Team des Universitätsklinikums Aachen hat das Projekt mit dem Audiovisuellen Zentrum initiiert.
In der Kinder- und Jugendmedizin ist altersentsprechende Kommunikation besonders wichtig. Verständigung und Wissensvermittlung leiden oft unter Kommunikationsblockaden und unter emotionalen und zeitlichen Hürden. Durch die Kooperation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Aachen (UKA) und des Audiovisuellen Zentrums (AVMZ) waren die Voraussetzungen gegeben, um eine entwicklungsgerechte und innovative Lösung zu schaffen. Ziel war es, ein digitales Lernspiel zu entwickeln, um das Diabetes-Wissen der jungen Patienten in einer interessanten digitalen Spielumgebung zu testen und beim anschließenden Termin mit dem Diabetes-Team Wissenslücken zu bearbeiten.
Spielerisch zu besserem Diabetes-Wissen
An der Uniklinik Aachen wurde ein Tablet-basiertes Lern-Quiz mit dem Namen KARLOTTA (Kids +Adolescents Research Learning On Tablet Teaching Aachen) entwickelt. In der Anwendung können die Patienten Mini-Spiele nutzen und Diabetes-Quizfragen beantworten. Es stehen verschiedene Schwierigkeitsgrade für unterschiedliche Altersstufen zur Verfügung. Je mehr Level die Spieler schaffen, desto höher wird ihr Highscore. Nach Beendigung des Spiels wird das Tablet an die Behandler weitergegeben, sodass die Antworten im Gespräch sofort aufgegriffen werden können.
Somit kann den Kindern und Jugendlichen bei jedem Termin konkret und individuell Wissen vermittelt werden, um das Verständnis für ihre Erkrankung zu verbessern. Dies kann auf Dauer zu einer besseren Therapieumsetzung führen und auch die Stoffwechselsituation verbessern. Zudem können die jungen Patienten die oft langweilige Wartezeit in der Poliklinik spielerisch überbrücken. In einem Pilotprojekt in der Spezialambulanz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ist ein positiver Effekt schon festgestellt worden.
Zufriedenheit bei der Anwendung
Anwender und Behandler waren sehr zufrieden mit der Applikation. Auch die ersten Rückmeldungen aus dem Diabetes-Bereich sind positiv. Aufgrund der Vorschläge, die nach dem Pilotprojekt zur Verfügung standen, wurde eine überarbeitete Version erstellt, die in diesem Jahr in der Kinder- und Jugend-Diabetesambulanz getestet wird. Geplant ist, das Spiel an andere Ambulanzen in Deutschland weiterzugeben und weitere interaktive Lernräume zu erstellen.
Durch Studien wurde bereits gezeigt, dass Kinder mit Diabetes, Asthma oder Krebs ihr Wissen über ihre Erkrankung signifikant verbessern konnten, wenn sie per Videospiel unterrichtet wurden. Bei der bytes4diabetes Award Ausschreibung im Rahmen der Diatec 2022 konnte das Aachener Projekt den 2. Preis und den Publikumspreis erreichen. Es wird unterstützt von der Stiftung Universitätsmedizin Aachen. Um weitere Entwicklungsideen realisieren zu können, werden noch Fördermittel benötigt (Kontakt per E-Mail: kinder-diabetes@ukaachen.de).
Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 15 (2) Seite 28
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 15 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 14 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
