Junge Diabetiker, so weit das Auge reicht

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Junge Diabetiker, so weit das Auge reicht

Das Camp D: eine Veranstaltung, die den Diabetes und die damit lebenden Menschen unter 25 Jahren in den Mittelpunkt stellt. Sie dazu ermutigt, ihre Erkrankung anzunehmen und sich darüber auszutauschen. Und die den Balanceakt schafft, dass der Dia­betes sich im selben Moment wie eine Nebensache anfühlt – wie etwas, das nicht das ganze Leben bestimmt.

Für alle Teilnehmer gehört der Typ-1-Diabetes zum Alltag – es ist normal, den Blutzucker zu messen, Insulin zu injizieren, sich Gedanken um Kohlenhydrat-Angaben zu machen und damit meistens ziemlich allein dazustehen. Doch auf dem Camp D entsteht genau daraus eine Zusammengehörigkeit – und für ein paar Tage im Juli ist das Alleinsein so fern wie die körpereigene Insulinproduktion. Die Basis zum Wohlfühlen wird von einer positiven, offenen Stimmung ausgebaut, die fast vergessen lässt, dass Diabetes eine Krankheit ist: eine unvergleichliche Atmosphäre!

Typ-1-Diabetes als Schlüssel zu einer neuen, bunten Welt

Als junger Mensch Typ-1-Diabetes zu haben, bedeutet oftmals, unfreiwillig eine Sonderstellung zu bekommen. In den meisten Fällen passiert das, weil Außenstehende zu wenig über die Krankheit wissen oder aber sich zu viel darum sorgen. Dadurch kommt es einem oft vor, als würde der Diabetes Türen verschließen, doch in diesem Fall ist er die Eintrittskarte zum großen Wir-Gefühl.

Die vier Tage im Sommer in Bad Segeberg bieten über 400 Betroffenen und den (zum Teil medizinischen) Betreuern die Chance, ihr Diabetes-Leben zu verändern, ihm mehr Facetten zu geben. Dass das zu pathetisch klingt, wird niemand sagen, der je dabei war. Es sind nicht nur die Sportangebote, bei denen man vielleicht sein neues Lieblingshobby entdeckt; oder die verschiedenen Workshops, in denen man lernt, dass alles auch mit Diabetes zu bewältigen ist; das gemeinsame Essen oder das Erkunden des Geländes – es ist die Aussicht darauf, auch nach dem Camp D zu einer Gruppe zu gehören und Freundschaften zu schließen.

Erfahrungen sind zum Teilen da

Das Motto „Colour your life“ steht laut den Veranstaltern für „Gestalte dein Leben bunt und vielfältig“, „Bring mehr Farbe in dein Leben“ und „Nimm dein Leben selbst in die Hand“. Die Bereitschaft dazu zeigte sich nicht nur am Samstagabend bei der Holi-­Powder-­Aktion, wo alle Anwesenden weiße T-Shirts trugen und buntes Farbpuder in die Luft warfen. Was war das für ein schönes Bild, insbesondere, wenn man sich all die Farben als einzelne Erfahrungen vorstellt: An jedem Menschen bleiben sie haften – aus heiterem Himmel, in den buntesten Schattierungen.

Erfahrungen, die man als Mensch mit Typ-1-Diabetes macht, können vielseitig sein. Es gibt die Guten, bei denen beispielsweise ein Insulin-Wechsel plötzlich das Leben erleichtert oder man einen neuen Hypoglykämie-Helfer für sich entdeckt; und es gibt die Schlechten, in denen der Diabetes einem selbst Angst macht oder jemand aus dem Umfeld einen blöden Spruch bringt. Das alles sind auf dem Camp D keine Geheimnisse, sondern Probleme, die alle kennen und verstehen. „Colour your life“ bedeutet somit in meinen Augen auch: „Zeig deine Farben, zeig dich mit allen Facetten!“


von Katharina Weirauch
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (9) Seite 8-9

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  • moira postete ein Update vor 1 Tag, 6 Stunden

    Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
    (Wen es interessiert Band 2.3)

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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