Mit Diabetes in Kindergarten und Schule

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Mit Diabetes in Kindergarten und Schule

Die Jahre, die Kinder mit Diabetes im Kindergarten und danach in der Schule verbringen, sind sicher eine sehr prägende Zeit. Es findet das erste Ablösen von den Eltern statt. Die Kinder erleben, in einer Gruppe zu sein, und erfahren die Herausforderungen, sich zurückhalten zu müssen, einmal nicht sofort die volle Aufmerksamkeit zu bekommen oder aber auch klar ihre Bedürfnisse geltend zu machen, wenn es ganz wichtig ist.

Jedes Kind ist in der Eingewöhnung anders. Manchen fällt es sehr schwer, andere winken schon nach wenigen Tagen den Eltern zu und kommen schnell an. Diese Veränderung ist auch für Eltern, die ein Kind das erste Mal in eine Einrichtung geben und somit zeitweise die Kontrolle abgeben, oft ein einschneidendes Erlebnis.

Stellt man sich nun ein Kind mit Diabetes Typ 1 in einer solchen Phase vor, ist klar, dass noch weitere Dinge vorbereitet und zusätzliche Informationen weitergegeben und vorbereitet werden müssen.

Kindergarten/Kindertagesstätte

Im Kindergarten wird dem Tag eine Struktur gegeben. Ein verlässlicher Ablauf des Tages mit Morgenrunde, gemeinsamen Mahlzeiten, Erlernen von Fähigkeiten mit Stift, Schere und Pinsel sowie vielen anderen Materialien zu sich wiederholenden Zeiten schafft Sicherheit für die Kinder. In den Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bewegung, die oft regelmäßig geplant sind.

Zu diesen vielen vorgegebenen Beschäftigungen sollte es aber auch immer ausreichend Zeit geben, um freies Spielen zu ermöglichen. Die Kreativität, das Verhalten in der Gruppe und das unterschiedliche Tempo eines jeden Kindes kann so vielen Bedürfnissen gerecht werden. Durch die verlässlichen Tages-Strukturen und Routinen lernen die Kinder, Vertrauen zu Menschen aufzubauen, die nicht zu ihrem engsten Familienkreis gehören.

Es gibt eine Vorgabe, wann der Unterricht startet. Die oft flexible „Bringzeit“ im Kindergarten weicht einer festen Uhrzeit mit Beginn des Unterrichts. Die Kinder müssen lernen, sich zu bestimmten Zeiten einem Thema zu widmen und nicht im freien Spiel in einem freien Alltag zu überlegen, ob man sich bewegen möchte oder lieber malen oder basteln.

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    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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