Nonie blickt’s: Schneemann im Sommer – au Backe … zuhören!

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Nonie blickt's: Schneemann im Sommer – au Backe … zuhören!
Illustration: Christian Mentzel
Community-Beitrag
Nonie blickt’s: Schneemann im Sommer – au Backe … zuhören!

Als die Schwester von Nonie mitten im Sommer nach einem Schneemann fragt, wird der Mutter schlagartig klar: Zwischen Diabetesmanagement und Alltag bleiben ihre anderen Kinder oft auf der Strecke. Doch ein Moment des Zuhörens verändert alles.

Und …” Am Rande habe ich wahrgenommen, dass auch Nonies große Schwester nun in der Küche steht und irgendetwas will. Was genau, höre ich gar nicht und antworte nur: “Jaja, geh schon mal vor, ich komme gleich nach.” Aber erst mal das Insulin – Nonies Glukosewert ist über 300 mg/dl (16,7 mmol/l).

Nonie schaut mich belustigt an: “Mama, weißt du eigentlich, was Fina gerade gefragt hat?” “Irgendwas mit Garten, sehe ich ja gleich”, antworte ich etwas gereizt. “Sie fragte, ob du mit ihr einen Schneemann baust”, erwidert Nonie lachend. Ich halte inne. Dann kommt der Kloß im Magen. Nonie kann das nicht wissen, aber ich denke nur: “Au Backe. Nicht zugehört.

Ein Schneemann im Juli – und ein Weckruf für die Mutterrolle

Das war ein Test.” Fina und ihre Schwester Soso kommen echt zu kurz derzeit. Und ich selbst predige immer, was in meinem ersten Diabetesbuch steht, unter Schattenkinder: 1. Aufmerksamkeit und 2. Gesprächsthemen bewusst lenken, 3. Perfektion abwägen, 4. Exklusivzeiten, 5. schöne Familienmomente zulassen und 6. zuhören. Meine Worte. Na, das klappt ja prima. Setzen, 6!

Der Insulinwechsel in der Pumpe ist beendet. Ich falle in meinen Sessel, schließe kurz die Augen, sammele mich. Durchatmen, länger aus als ein. Parasympathikus aktivieren, um mein überlastetes System zu entspannen.

Ich sehe hinaus, entdecke Fina im Garten, nehme meinen Mut zusammen und gehe zu ihr: “Das habe ich echt verbockt. Tut mir leid.” Ich nehme sie in den Arm. “Mama, so geht das nicht. Wir sind auch noch da.” Sie hat Tränen in den Augen: “Eigentlich machst du das ja gut, aber gerade dreht sich echt alles um den Diabetes. Das packen wir nicht. Totales Abstellgleis.”

Zuhören, verzeihen, verbinden – ein Familienmoment im Garten

“Zuhören”, denke ich bei mir, “man kann jederzeit neu anfangen, wenn man will. Und gerade passt Zuhören.” Fina schüttet mir ihr Herz aus und ich bin ganz für sie da. Während sie spricht, blitzt in meinen Gedanken “schöne Familienmomente zulassen” auf. Ich habe eine Idee: “Ich möchte das wieder gutmachen. Wie wäre es, wenn wir dieses Wochenende nach Innsbruck fahren in die Swarovski Kristallwelten”, schlage ich vor. Finas Miene hellt sich etwas auf: “Oh Mama, da wollten Soso und ich schon immer mal hin.” Jetzt umarmt sie mich: “Abgemacht. Ich sage es Soso, sie wird sich freuen.”

Nonie steht schon eine ganze Weile da, hat uns beobachtet und sagt, bevor Fina ins Haus zu ihrer Schwester läuft: “Und vielleicht macht ihr das Samstag. Da bin ich ja eh auf den Geburtstag eingeladen. Dann hast du mal richtig exklusiv Zeit für meine Schwestern. Wir fahren einfach noch mal irgendwann anders zusammen hin.” Als Fina weg ist, ergänzt sie flüsternd: “Und übrigens, Mama, da gibt es wohl einen Eisraum mit Schnee. In dem kann man bestimmt einen Mini-Schneemann bauen.” Sie zwinkert mir zu und strahlt. Und nun kommen mir die Tränen…


Die elfjährige Nonie hat seit 2019 Typ-1-Diabetes. Ihre Mama Maren Sturny und sie meistern den Alltag als Team. Nonie lernt viel über ihren Diabetes und zieht auch gerne einmal ihre eigenen Schlussfolgerungen. Hin und wieder lässt sie Freunde oder die Familie an ihren Erkenntnissen teilhaben.

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 11 (3) Seite 30

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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