Schulungszentrum in Ulm

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Schulungszentrum in Ulm

Am Universitätsklinikum Ulm betreuen Professor Martin Wabitsch und sein Team sehr engagiert Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Ein Verein ergänzt die Angebote und Möglichkeiten der Klinik.

Familien zunächst entlasten

Am Anfang versuchen wir erst mal, ganz viel zu helfen und die Familien zu entlasten – zunächst bei der Verarbeitung der Diagnose, dann beim Umgang mit dem Diabetes”, erklärt Prof. Martin Wabitsch, Leiter des Schulungszentrums für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus am Universitätsklinikum Ulm.

“Danach leiten wir die Patienten in kleinen Schritten dazu an, eigene Verantwortung für ihren Diabetes zu übernehmen, um dann, im dritten Schritt, durch Schulungen den Kindern und Jugendlichen möglichst früh in die Selbständigkeit zu verhelfen.” Das funktioniert bei den meisten gut.

Der Kinderendokrinologe und -diabetologe weiß, wovon er spricht: Im Ulmer Schulungszentrum werden rund 240 Kinder und ihre Familien kontinuierlich betreut. Den Grundstein dazu legte Prof. Eberhard Heinze Anfang der 80er-Jahre.

Großes Team im Einsatz

Um Professor Wabitsch herum ist ein großes Team im Einsatz, bestehend aus Ärzten, Diabetesschwestern, Ernährungsberaterinnen, Physiotherapeuten, einem Psychologen und einer Sozialarbeiterin. Bei Bedarf geht jemand aus dem Team in Kindergärten, Schulen oder auch in Heime, um direkt mit den Lehrern und Betreuern zu sprechen.

In Sachen Schulungen bietet das Diabetesteam ein ganz buntes Programm an: Einerseits gibt es das stationäre Angebot, z. B. mit Initial- und Wiederholungsschulungen – in Gruppen, meist in den Schulferien. Andererseits gibt es zahlreiche ambulante Schulungen, die nur wenige Stunden dauern.

Ambulante Schulungen
Das Diabetesteam bietet viele ambulante Schulungen an: für Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern und Lehrer – zu allen diabetesrelevanten Themen. Hier nur einige Beispiele: Hypos, Rauchen, Alkohol, Verhütung, Psychologie, Urlaub, Kochen, Pumpe, BE-Schätzen und Sport.

Gute Zusammenarbeit mit einem Verein

Großen Zuspruch finden auch die Veranstaltungen, die entweder einen Tag oder auch mal ein Wochenende dauern; dann geht es zum Klettern, Skifahren oder zu anderen gemeinsamen Aktivitäten. Führende Kraft dabei ist der Verein Diabetes Kinder Ulm und Umgebung (mehr dazu in der Rubrik “Voller Einsatz”), das Schulungszentrum ist mit seinem Personal dabei.

Die gute Zusammenarbeit mit dem Verein ist für Wabitsch ganz wichtig: “Ich bin sehr dankbar darüber, dass wir so einen Verein zur Seite haben, der Dinge leistet und anbietet, die über das hinausgehen, was in der Klinik möglich ist, der einfach zur Qualität unseres Zentrums beiträgt.”

Kontaktinformationen
Schulungszentrum für Kinder und Jugendliche mit Diabetes, Uniklinikum Ulm, Leiter: Professor Martin Wabitsch, Eythstraße 24, 89075 Ulm, Tel.: 07 31/50 05 74 01, Internet: http://www.kinderdiabetes-ulm.de

von Redaktion Diabetes-Eltern-Journal

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2014; 7 (2) Seite 26

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  • Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

  • anseaticids postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
    ✔ Familien den Alltag erleichtern
    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

    Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.

    Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
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    📞 040 851 59 747

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  • Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/

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