Ab jetzt: fettarm kochen!

4 Minuten

© Fotolia
Ab jetzt: fettarm kochen!

Über die Feiertage wird häufig so richtig geschlemmt. Und dann noch all die Plätzchen … ganz zu schweigen von der ausgeprägten Bewegungsarmut wegen der vielen schönen Filme im Fernsehen und den ausgedehnten Treffen mit Familie und Freunden. Jetzt, im neuen Jahr, ist es also höchste Zeit, etwas kürzer zu treten. Mit unseren Tipps gelingt es, Kalorien zu sparen – überzeugen Sie sich selbst.

Die Informationen für diesen Newsletter-Beitrag stammen von Kirsten Metternich. Sie ist Diätassistentin und Ernährungsberaterin und außerdem Redakteurin des Diabetes-Journals, zuständig für die Rubrik “Essen und Trinken”. Im Journal schreibt sie außerdem über Fitness und Wellness. Auch Bücher übers Backen (Backen mit Stevia undCo) und andere Ernährungsthemen hat sie bereits geschrieben. Wenn sie nicht gerade Bücher schreibt, findet man sie im Kino, auf Reisen oder auf großen Konzerten.

Nach den Feiertagen wandert bei vielen der Zeiger der Waage im Bad nach rechts. Schnell haben sich ein, zwei oder mehr Kilo an Bauch und Hüften angesammelt. Doch im Grunde sind es nicht die drei Weihnachtstage, die den Hosenbund enger werden lassen, sondern die restlichen 362 Tage des Jahres. Unsere Tipps taugen also für das ganze Jahr.

Schlau einkaufen – so geht‘s

  • Einkaufen mit Zettel: Alles beginnt mit dem Einkauf – was nicht in den Wagen kommt, kann zu Hause nicht in einem Anfall von Heißhunger gegessen werden. Deshalb schreiben Sie sich am besten einen Einkaufszettel für die Gerichte, die Sie in den kommenden Tagen kochen möchten. Notieren Sie auch, wie viel Fett Ihr Käse, Ihre Milchprodukte oder Ihre Wurst haben sollen. Das hilft, vor Ort den Überblick zu behalten und genau das zu kaufen, was auf Ihrem Zettel steht.
  • Nicht hungrig in den Supermarkt: Gehen Sie nicht mit knurrendem Magen in den Supermarkt, denn dann landet garantiert mehr im Einkaufswagen, als Sie eigentlich brauchen.
  • Haushaltsgerecht kaufen: Achten Sie auch auf die Packungsgrößen – wer in einem 1- oder 2-Personen-Haushalt lebt, braucht keine Maxi-Gebinde. Hier kommen die kleinen Packungen für Single-Haushalte gerade richtig. Ausnahme: Sie kaufen eine große Packung und frieren zu Hause direkt die Hälfte ein. Denn: Alles, was im Kühlschrank liegt, verleitet zum Naschen zwischendurch und Sie nehmen Kalorien zu sich, die sie sich eigentlich sparen wollten.
  • Zutatenliste beachten: Schauen Sie auf die Zutatenliste und die kleinen Nährwertkästchen (GDA-Icons) auf der Verpackung. Wie hoch ist der Gehalt an Fett, Zucker, Energie in 100 g und pro Portion? Rangieren bei Fertigprodukten Fett und Zucker in vorderster Reihe, lassen Sie das Lebensmittel besser im Laden, denn in der Zutatenliste sind alle Inhalte nach ihrer Menge in absteigender Folge aufgelistet.

Fettarm genießen – 10 Tipps, mit denen Sie Fett sparen

  • Geben Sie Frischem den Vorzug. Essen Sie wenige Fertigprodukte – sie sind meist fettreicher als Selbstgekochtes. Aus frischen Zutaten können Sie sehr gut fettfreundliche Suppen, Soßen, Eintöpfe und Menüs kochen.
  • Um eine Portion Fleisch anzubraten, reicht in der Regel ein Teelöffel (5 g) Pflanzenöl aus. Spezielle Pflanzencremes sind unnötig und meist auch teurer als herkömmliches Oliven- oder Rapsöl; auch für eine Portion Salat ist diese Ölmenge ausreichend.
  • Lassen Sie Soßenbinder im Supermarktregal: Er ist meist sehr fettreich und enthält reichlich Kohlenhydrate (BE/KE) in Form von Stärke. Garen Sie Gemüse in wenig Wasser. Würzen Sie mit gekörnter Gemüsebrühe, nicht mit Brühwürfeln; die sind meist fettreicher.
  • Dämpfen, dünsten oder grillen Sie Fleisch und Co.
  • Kochen Sie Suppe und Soße einen Tag vor dem Verzehr, stellen Sie sie kalt und schöpfen Sie das Fett anschließend ab.
  • Binden Sie entfettete Soßen und Suppen mit püriertem Gemüse oder Zwiebeln, die Sie mitgekocht haben.
  • Wunderbar cremig und trotzdem fettarm werden Rahmsoßen, wenn Sie die Sahne durch fettarme Milch, saure Sahne mit maximal 10 Prozent Fett oder fettreduzierte Sahne mit maximal 17 bis 19 Prozent Fett ersetzen.
  • Viele Backformen lassen sich gut mit Backpapier auskleiden – so sparen Sie die Butter oder Margarine fürs Einfetten.
  • Verwenden Sie zum Backen fettarme Milchprodukte wie Joghurt mit 0,1 bis 1,5 Prozent Fett und Magerquark. Wenn Sie eine Fertigmischung benutzen, können Sie die Hälfte der angegebenen Fettmenge durch Magerjoghurt und einem Esslöffel Grieß (17 g = 1 BE, 14 g = 1 KE) ersetzen.

Tricks fürs bewusste Genießen

Beim Essen solle es ja nicht nur darum gehen, Kalorien zu sparen. Es geht auch ums Genießen. Mit einigen Tricks können Sie genießen – und schlagen dabei trotzdem nicht über die Stränge.

  • Genießen Sie, lassen Sie sich beim Essen möglichst Zeit, denn erst nach etwa 20 Minuten meldet sich das Sättigungsgefühl – und bis dahin kann einiges verputzt werden.
  • Essen Sie Geflügel im Restaurant und unterwegs ohne Haut, denn hier steckt das Fett. Wenn Sie Geflügel selbst zubereiten: Pinseln Sie die Haut mit einer Wasser-Gewürz-Marinade ein, dann kann sie mitgegessen werden.
  • Zu jedem Hauptgang gehören Salat oder Gemüse und täglich ein bis zwei mittelgroße Obstportionen.
  • Nüsse sind fettreich, liefern aber hochwertige, lebenswichtige Fette und Ballaststoffe – man kann sie sich also ruhig ab und zu gönnen.
  • Streichen Sie unter Wurst und Käse Halbfettmargarine oder -butter. Auch Senf oder Tomatenmark schmecken unter Käse und Wurst lecker. Ab und zu darf es auch ein vegetarischer Brotbelag sein: Gurkenscheiben, pikante Paprika oder fruchtige Tomatenstücke.
  • Essen Sie vor dem Hauptgang einen Salat oder löffeln Sie eine klare Brühe: So werden Sie leichter satt.
  • Wählen Sie viel Gemüse und Salat, kleine Mengen Fleisch und Soße.
  • Sparen Sie Dessert für besondere Tage auf. Ein fettarmer Naturjoghurt mit einem Klecks Konfitüre oder ein Espresso sind ein guter Abschluss.

Quelle: Diabetes-Journal


von Kirsten Metternich

Kontakt: Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Schwerbehinderten-Ausweis und Führerschein: Arbeiten Behörden zusammen?

Manche Menschen mit Diabetes haben Bedenken, dass ein Antrag für einen Schwerbehinderten-Ausweis zu Problemen mit dem Führerschein führen könnte, da die Fahrerlaubnisbehörde und das Versorgungsamt beim gleichen Behörden-Träger angesiedelt sind und erstere von den dort genannten Beeinträchtigungen durch den Diabetes erfahren könnte. Sind solche Bedenken berechtigt?
Schwerbehinderten-Ausweis und Führerschein: Arbeiten Behörden zusammen? | Foto: Kaluya Stock - stock.adobe.com

3 Minuten

Nicht nur akut gefährlich: Schwere Unterzuckerungen können das Risiko für Demenz erhöhen

Im Zusammenhang mit der Diabetes-Therapie besteht oft die Sorge vor Unterzuckerungen. Inzwischen gibt es immer mehr Hinweise, dass schwere Unterzuckerungen, die Hilfe Dritter erfordern, nicht nur akut ein Problem darstellen. Sie können möglicherweise auch zum Entstehen einer Demenz beitragen.
Nicht nur akut gefährlich: Schwere Unterzuckerungen können das Risiko für Demenz-erhöhen | Foto: Ana – stock.adobe.com

5 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

Verbände