Crêpes für jeden Blutzuckerwert!

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Crêpes für jeden Blutzuckerwert!

Ich persönlich liebe den Herbst. Anstatt sich über den Regen aufzuregen, sollte man sich ein Buch schnappen, dazu einen warmen Tee, heiße Schokolade, Kaffee oder ein anderes warmes Getränk, einen Kuschelpulli und eine Decke. Wenn man die Zeit dazu hat, sollte man sich darauf einlassen und diese Jahreszeit genießen. Der Herbst leitet langsam die Entspannung ein, die wir für Weihnachten brauchen.

Wenn mich irgendetwas gestört hat oder ich einfach nicht gut drauf bin, dann greife ich immer zum gleichen Muntermacher: Essen! Nun kommt aber natürlich auch manchmal die Situation vor, dass mein Zucker dies nicht so prickelnd findet. Wenn ich nun also auf meine Pumpe schaue und mich lächelt, mit fiesem Grinsen, eine 200 mg/dl (11,1 mmol/l) an, steigert dies meine Laune nicht gerade.

Was darf’s sein: Low-Carb oder I-don’t-care-Carb?

Deshalb habe ich mir das Ziel gesetzt, ein herbstliches Rezept zu erschaffen, das immer geht. Ein Low-Carb-Rezept für hohe Zeiten und ein „I-don’t-care-Carb“-Rezept für niedrige Zeiten.

Als ich im Krankenhaus frisch diagnostiziert war, hat mir eine Krankenschwester eine sehr wichtige Lebensweisheit mit auf den Weg gegeben: „Du darfst alles essen, was du willst. Du musst dir nur die Arbeit machen, korrekt auszurechnen, wie viel du dafür spritzen musst.“ Dies war, auf den Diabetes bezogen, der wertvollste Tipp, den ich je bekommen habe.

Quelle: Merle Dehnhard

Und bei diesem Rezept habe ich mir die Arbeit bereits gemacht, auszurechnen, wie viel wir spritzen müssen.

Ich hoffe, die Crêpes schmecken und gefallen euch.

Crêpes

  • Pfanne
  • etwas Pflanzenfett
  • etwas Zucker oder Erythrit
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • ein Stück Butter

Low-Carb

  • 1 Ei
  • 125 ml Milch
  • 20 g Erythrit ((1 EL))
  • 45 g Mehl ((3 EL))
  • 20 g Mandelmehl
  • 20 ml Sprudelwasser

I-don’t-care-Carb

  • 1 Ei
  • 125 ml Milch
  • 20 g Zucker ((1 EL))
  • 65 g Mehl ((5 EL))
  • 20 ml Sprudelwasser
  1. Das Ei und die Milch in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen ordentlich verrühren.

  2. Den Zucker oder Zuckerersatz dazugeben und weiterrühren.

  3. Das Mehl (und Mandelmehl) löffelweise dazugeben und verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.

  4. Nun das Sprudelwasser dazugeben und langsam unterrühren. Den Teig zur Seite stellen.

  5. Ein wenig Fett in die Pfanne geben und erhitzen.

  6. Wenn die Pfanne ganz heiß ist, eine mittelgroße Suppenkelle voll Teig (muss ausprobiert werden, die Menge variiert sehr je nach Größe der Kelle und der Pfanne) in die Pfanne geben.

  7. Die Pfanne hochheben und schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig überall verteilt.

  8. Wenn der Teig keine flüssigen Stellen mehr aufweist, mit einem Pfannenwender wenden. Wer sich traut, kann ihn auch werfen 😉 . Kurz auch auf der anderen Seite braten.

  9. Den fertigen Crêpe auf einen Teller legen. Mit dem restlichen Teig das Gleiche machen.

  10. Wenn alle Crêpes gebraten sind, ein Stück Butter in der Pfanne oder in einem kleinen Topf auf niedriger Hitze schmelzen.

  11. In der Zwischenzeit ein paar Löffel Zucker oder Zuckerersatz mit 1/2 Teelöffel Zimt mischen und auf einem großen Teller verteilen.

  12. Mit einem Pinsel oder Löffel die Oberseite eines Crêpes mit geschmolzener Butter einstreichen.

  13. Die mit Butter bestrichene Seite auf den Zimtteller legen.

  14. Nun die andere Seite mit Butter bestreichen und den Crêpe umdrehen. Das Gleiche auch mit den weiteren Crêpes machen.

  15. Jetzt sind sie schon so gut wie fertig. Fürs Servieren kann man sich unterschiedliche Arten aussuchen.

  16. Ich habe alle drei Crêpes nebeneinandergelegt, sodass sie noch etwa 1/3 überlappen, und sie dann zu einer Art großen Biskuitrolle aufgerollt.

  17. Danach kann man sie in große Zimtrollen schneiden oder als Biskuitrolle servieren. Man kann aber auch jeden Crêpe einzeln aufrollen und so essen oder in kleine Zimtrollen aufschneiden. Oder man lässt Zimtschnecken Zimtschnecken und Crêpes Crêpes sein und faltet sich die Zimtcrêpes auf schöne französische Art, das geht natürlich auch.

Aber was wäre das Essen für uns ohne Berechnung 🙂

Für die Low-Carb-Crêpes:

Kohlenhydrate gesamt: 35 g

Pro 10 Gramm Zimtzucker (sofern es kein Erythrit war) 10 g Kohlenhydrate zusätzlich

I-don’t-care-Carb-Crêpes:

Kohlenhydrate gesamt: 73 g

Pro 10 Gramm Zimtzucker (sofern es kein Erythrit war) 10 g Kohlenhydrate zusätzlich

Lasst sie euch schmecken!


Weitere Rezepte findet ihr in unserer Kategorie Essen und Trinken!

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  • cesta postete ein Update vor 5 Tagen, 20 Stunden

    Hallo zusammen, ich habe eine Frage an euch. Ich habe seit 4 Jahren Typ 1 LADA und bisher nur mit Basalinsulin ausgekommen. Seit 3 Wochen muss ich nun auch zu jeder Mahlzeit Humalog spritzen. Für die Berechnung wiege ich immer alles ab. Könnt ihr eine App empfehlen, die bei der Berechnung der Kohlenhydrate unterstützt? Oder habt ihr andere Tipps wie man sich daran gewöhnt? Ich wiege bisher alles ab und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich mir das zukünftig merken kann bzw. wie ich die Kohlenhydrate schätzen kann. Vielen lieben Dank für eure Hilfe! Liebe Grüße, Christa

    • kw antwortete vor 4 Tagen

      Hallo cesta, ich habe gute Erfahrungen mit der WETID App gemacht. Hier erhältst du für fast alle Lebensmittel BE – Werte. Man kann auch das Portionsgewicht eingeben und erhält dann die entsprechenden BE’s.
      Die App mit Werbung war bisher kostenlos. App ohne Werbung und im Abo ist besser.

      LG von kw = Kurt mit Diabetes Typ 3c

    • Hallo Christa! Ich verwende die FDDB app. LG Sarah (Lada)

    • @kw: Vielen lieben Dank für den Tipp!

    • @moira: Vielen lieben Dank für den Tipp!

  • hallo, ich hab schon ewig Diabetes, hab damit 4 Kinder bekommen und war beruflich unterschiedlich unterwegs, in der Pflege und Pädagogik. Seit ein paar Jahren funktioniert nichts mehr so wie ich das möchte: die Einstellung des Diabetes, der eigentlich immer gut lief, Sport klappt nicht mehr….ich bin frustriert und traurig..so kenne ich das nicht.. Geht es jemanden ähnlich? Bin 53…Viele grüße. Astrid

    • Liebe Astrid! Ich gerade 60 geworden und habe seit 30 Jahren Typ 1, aktuell mit Insulinpumpe und Sensor versorgt. Beim Diabetes läuft es dank des Loop gut, aber Psyche und Folgeerkrankung, Neuropathie des Darmes und fehlende Hypoerkennung, machen mir sehr zu schaffen. Bin jetzt als Ärztin schon berentet und versuche ebenfalls mein Leben wieder zu normalisieren. Kann gut verstehen, wie anstrengend es sein kann. Nicht aufgeben!! Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hallo liebe Heike, danke für deine schnelle Antwort, das hat mich sehr gefreut. Nein aufgeben ist keine Option, aber es frustriert und kostet so viel Kraft. Ich hoffe dass ich beruflich noch einen passenden Platz finde. Und danke dass du dich gemeldet hast und von deiner Situation berichtet. Das ist ja auch nicht einfach. Und ich wünsche auch dir eine gewisse Stabilisierung…jetzt fühle ich mich mit dem ganzen nicht mehr so alleine. Was machst du denn sonst noch? Viele Grüße Astrid

    • Liebe Astrid! Ja, das Leben mit Diabetes ist echt anstrengend. Es kommt ja auf den normalen Wahnsinn noch oben drauf. Ich habe den Diabetes während der Facharztausbildung bekommen und ehrgeizig wie ich war auch damit beendet. Auch meinen Sohn, 26 Jahre, habe ich mit Diabetes bekommen. Hattest bei den Kindern auch schon Diabetes? Leider bin ich von Schicksalsschlägen dann nicht verschont geblieben. Was dann zu der heutigen Situation geführt hat. Ich habe durchgehalten bis nichts mehr ging. Jetzt backe ich ganz kleine Brötchen, freue mich wenn ich ganz normale kleine Dinge machen kann: Sport, Chor, Freunde treffen, usw. Ich würde mich zwar gerne aufgrund meiner Ausbildung mehr engagieren, dazu bin ich aber noch nicht fit genug. Was machst du so und wie alt sind deine Kinder? Bist du verheiratet? Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hallo Heike, oh da hast du aber auch viel geschafft. Ja ich habe die Kinder mit Diabetes bekommen und meine Kinder sind 26,25,23 und bald 19 🥰….und wie du hoffe bald wieder fit zu sein. Beruflich wechsle ich jetzt vom Kinderhospiz wieder in die Krippe da es dort vorausschaubarer ist als im Schichtdienst. In der Hoffnung der Diabetes lässt sich dort wieder besser einstellen. Eigentlich sollte ich auch die Ernährung wieder umstellen, das weiß ich aber es fällt mir so schwer. Wie ist das da bei dir. Was machen deine Werte ? Viele Grüße Astrid

    • @sveastine: Hallo liebe Astrid, sag mal kann es sein, daß du in den Wechseljahren bist? Ich habe meine schon hinter mir, aber das war zuckertechnisch eine der schwierigsten Zeiten, weil ständig alles durcheinander war. Damals war ich allein 2 x in der Diabetes Klinik Bad Mergentheim zum Anpassen innerhalb von 3-4 Jahren. Die Hormonwirkungen waren der Wahnsinn. Jetzt ist es wieder deutlich ruhiger. Was hast du eigentlich für eine Versorgung? Pen? Pumpe? Insulin? Sensor?
      Ich habe die Tandem tslim mit Sensor und Novorapid. Und das ist für mich der game changer gewesen. Seitdem werden die zuckertechnischen Anstrengungen auch mit guten Werten belohnt. Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hi, ja ich bin in den Wechsel Jahren schon eine ganze Weile und nehme Hormone. Das ist denke ich ist der Hauptgrund der Schwankungen, aber das geht schon seit ca 3 Jahren so, was doof ist. Ich hab das gleiche System wie du tslim und Dexcom, trotzdem schwierig.aber für Bad Mergentheim lt. Diabetologe zu gut um die Genehmigung dafür zu bekommen 🤷🏻‍♀️

    • @sveastine: Das ist ja witzig, das du dieselbe Versorgung hast. Also bist du da optimal versorgt. Jetzt verstehe ich deinen Frust. Nach den Behandlungen in Bad Mergentheim war es wenigstens eine Weile besser. Warst du schon mal in Reha wegen dem Zucker? Ist zwar nicht Bad Mergentheim, aber manche Rehakliniken machen das wohl echt gut. Du musst “nur” darauf achten, dass sie ein spezielles Angebot für Typ1er haben. Ich war 2019 in der Mediclin Klinik Stauffenberg, Durlach. Das war okay. Am wichtigsten fand ich den Austausch mit den Mitpatienten. Aber natürlich ist der Aufwand für dich bei 4 Kindern für 3 Wochen, sehr hoch. Und eine Garantie dafür das dann länger besser läuft gibt es nicht. Ich fand es aber immer wichtig, den zuckertechnischen Input und die Solidarität zu erfahren. Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Nicht Durlach, sondern Durbach.

  • Wir freuen uns auf das heutige virtuelle Community-MeetUp mit euch. Um 19 Uhr geht’s los! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-november/

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