- Ernährung
Laubers Kolumne: Heimatküche heilt
4 Minuten
Wer unsere traditionellen Gerichte klug konsumiert, lebt präventiv. Das zeigt Hans Lauber in seinem neuen Buch „Heimatküche für Diabetiker“.
Die Botschaft ist über 2 000 Jahre alt – und sie ist aktueller denn je: „Nahrung ist Medizin – und Medizin ist Nahrung“. Hippokrates von Kos, der größte Arzt der Antike, hat dieses Postulat formuliert. Ein Postulat, das seit Jahrtausenden gültig ist. Denn Medikamente in unserem Sinne gibt es erst seit einigen hundert Jahren. Es ist im wesentlichen die Auswahl der Nahrung, der Heilpflanzen, die über die Gesundheit der Menschen entscheidet. So sind überall auf der Welt Volksmedizinen entstanden, die sich immer an drei Parametern orientieren: Das jeweilige Klima, die jeweiligen Menschen – und die jeweiligen Pflanzen. Weshalb etwa die hochentwickelte Ayurveda-Medizin in Indien viel, bei uns weniger Sinn macht.
Auch bei uns haben vor allem die Kelten, aber auch die Germanen sehr stark im Einklang mit der Natur gelebt – leider gibt es darüber wenig schriftliche Aufzeichnungen. Erst mit Hildegard von Bingen ist zum ersten Mal eine ganzheitliche Medizin aufgezeichnet worden, die auf unseren Nahrungs- und Heilpflanzen basiert: So empfahl die kluge Frau das Heilkraut Sanikel, das von der Schulmedizin wieder als Mittel bei Magenblutungen entdeckt wird. So pries sie das Urkorn Dinkel, das sich bis heute allen Züchtungsversuchen widersetzt – und inzwischen zurecht ernährungsphysiologisch hoch geschätzt wird. Auch empfahl sie Bier für eine schöne Haut, was wegen dem darin enthaltenen Silizium Sinn macht. Ebenfalls hoch im Kurs stand bei ihr der trockene Wein, der in Maßen getrunken, den Blutzucker in der Balance hält.
Hildegard von Bingen – und die Geburt der Schwarmintelligenz
Woher die Heilige Hildegard das alles wusste? Sie hörte auf die klugen Frauen und Männer aus dem Volk, beobachtete genau, was die Leute bei Krankheiten zu sich nahmen. Das alles komprimierte sie – und brachte es in eine gültige Form. Sie machte damit etwas, was heute „Schwarmintelligenz“ heißt: Sie zapfte das Wissen der Volksmedizin an – und brachte es auf eine für alle nutzbare Ebene.
Analog zu diesem Verfahren habe ich mir einmal angeschaut, welche heilenden Potentiale die Rezepte unserer Volksküche der letzten 100 Jahre bieten – und bin überrascht, wie stark ich fündig geworden bin: Denn es ist tatsächlich so, dass die Gerichte, die sich bis heute im kulinarischen Gedächtnis gehalten haben, auch vielfach einen hohen heilenden Aspekt haben – etwa das urdeutsche Sauerkraut mit seinem seltenen Vitamin B-12 und seinen probiotisch wirkenden Mikroorganismen, welche die Darmflora regenerieren.
Rund 100 Rezepte habe ich geprüft – und daraus 44 ausgewählt, die ich in meinem neuen Buch „Heimatküche für Diabetiker und alle Genießer“ zusammengefasst habe. Natürlich habe ich sie meistens nicht im Originalzustand belassen, sondern habe sie verfeinert und verschlankt. Schließlich arbeiten wir heute nicht mehr so stark körperlich, bewegen uns leider viel weniger. An drei Beispielen will ich die Vitalkraft unserer Traditionsrezepte zeigen: Königsberger Klopse, Büsumer Krabben und Leipziger Allerlei.
Klopse, Krabben und Krebse: Drei Heimatklassiker
Pure Protein-Power sind die Klopse mit der Eigelb-Sauce. Gut, dass die Kapern in der Sauce sind, denn sie enthalten den Oxidationshemmer Rutin, welcher die Folgen von zu viel Fleisch neutralisiert. Auch kurbeln die Blütenknospen der Kapernsträucher die Verdauung an und schützen das Herz. Der Essig wirkt als Resorptionsverzögerer, bremst also die Kohlenhydrate, zu schnell ins Blut zu flutschen, was den gefürchteten Blutzuckerspitzen vorbeugt. Auch kombiniere ich die Königsberger in meinem Rezept mit Wildreis, der ebenfalls Blutzucker-freundliche Kohlenhydrate enthält.
Die Büsumer Krabben serviere ich mit Rührei und Dill auf kräftigem Schwarzbrot. Die Krabben sättigen schnell und prunken mit drei eminent wichtigen Diabetes-Stoffen: Vitamin B3, bei Diabetikern häufig erniedrigt, schützt vor Entzündungen; Vitamin B12 regeneriert die Nervenleitungen; das enthaltene Spurenelement Zink ist der Zucker-Zähmer: Zink verbessert die Wundheilung, wirkt gegen Infekte – und ist entscheidend für die Regulation des Blutzuckers. Insgesamt also ein Gericht der Volksküche, das sich ernährungsmedizinisch kaum mehr optimieren lässt.
Das Leipziger Allerlei ist frisch zubereitet eines der besten Gemüsegerichte der Welt. Hervorzuheben sind hier vor allem die Erbsen mit ihren pflanzlichen Eiweißen. Leicht verwertbare tierische Proteine stecken in den schmackhaften Krebsen – und die sättigend wirkenden Morcheln helfen der schlanken Linie. Sicher, das Gericht ist selbst gekocht, etwas aufwendig, aber dafür ist es auch Naturmedizin pur.
Wie steht es um Risiken und Nebenwirkungen?
Was für jede Medizin gilt, gilt natürlich auch für die Ernährungsmedizin: Was wirkt, wirkt neben. Und: Die Dosis macht das Gift. So tragen auch beste Fische und bestes Fleisch immer auch zu einer Erhöhung der Säurebelastung des Körpers bei – und Übersäuerung ist eine wichtige Mitursache für Entzündungen, welche wiederum den Diabetes begünstigen. Vieles lässt sich durch eine kluge Zubereitung mildern, etwa indem ich in meinem Buch den Schweinebauch in einer basischen Gemüsebrühe gare. Aber genau so wichtig ist es, auch die heimischen Klassiker nur in Maßen zu genießen, sie also so zu dosieren, dass sich ihr vitales Potential optimal entfalten kann.
„Ein hervorragendes Update der Hausmannskost“
Wer das beherzigt, kann voll auf den Rat des bayerischen Arztes und Apothekers Dr. Siegfried Schlett vertrauen, der schreibt: „Lauber’s Heimatküche ist ein hervorragendes Update der Hausmannskost. Seine Rezepte sind wegen des wachsenden Übergewichtsproblems ein präventiver Beitrag und nicht nur für Diabetiker zu empfehlen. Ich wünsche mir, dass viele Anregungen umgesetzt werden“.
Das wünsche ich mir auch – und vielleicht beginnen Sie mit der Umsetzung schon bei den kommenden Festtagen, für die ich Ihnen alles Gute wünsche. Zur Rezeptsammlung geht es hier.
von Hans Lauber
- E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
- Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 2 Tagen, 8 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 2 Tagen, 7 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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