„Kekse und Diabetes vertragen keinen Stress“

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„Kekse und Diabetes vertragen keinen Stress“

Anne Seubert hat eine Leidenschaft für Kekse, die sie auch auf ihrem Blog „Kekstester“ auslebt. Aber Kekse und Diabetes, passt das? Anne: „Ich lasse mir den Genuss nicht nehmen, aus gutem Grund: Je mehr ich mit mir und meinem Leben im Reinen bin, desto entspannter sind auch meine Blutzuckerwerte.“

Ob klassische Vanillekipferl oder exotische „Avocado Banana Oatmeal Sandwich Cookies“ − wenn Anne Seubert den Backofen hochdreht und mit Zutaten experimentiert, ist das nicht nur ein Zeichen für die Adventszeit. Die 37-Jährige ist leidenschaftliche Kekstesterin und betreibt ihren eigenen Blog, auf dem sie das ganze Jahr neben Rezepten auch Backwaren aus aller Welt vorstellt.

Die süße Welt der Kekse und ihr Typ-1-Diabetes stellen für sie keinen Widerspruch dar. Ganz im Gegenteil: „Diabetes ist nur ein Teil von mir, er definiert mich nicht“, erklärt die Bloggerin. „Ich lasse mir den Genuss nicht nehmen, aus gutem Grund: Je mehr ich mit mir und meinem Leben im Reinen bin, desto entspannter sind auch meine Blutzuckerwerte.“

Backen zur Entspannung

Die Idee, einen eigenen Blog zum Thema Kekse zu starten, kam Anne Seubert, als sie selbst auf einen Artikel über einen professionellen Kekstester stieß. „Ich wusste gar nicht, dass es diesen Beruf gibt, habe aber direkt meine Chance erkannt.“ Die Leidenschaft für Kekse und süße Leckereien kommen bei ihr nicht von ungefähr. Schon früh gab ihr ihre fränkische Großmutter die Lust am Backen weiter.

Anne Seubert ist Teil der Blood Sugar Lounge – die Diabetes-Community

Anne Seubert berteibt nicht nur ihren eigenen Blog (Kekstester), sondern ist auch teil der Blood Sugar Lounge – das Blogger-Portal von Menschen mit Diabetes für Menschen mit Diabetes.

Omas Kekse sind für sie heute noch Maßstab und Sehnsuchtsstück und symbolisieren den Geschmack nach Heimat. Süßes Gebäck ruft bei ihr aber nicht nur sentimentale Erinnerungen hervor: „Teig kneten, Rezepte entwerfen und mit Zutaten experimentieren − all das entspannt und erdet mich“, erzählt Seubert. „Die Stunden beim Backen und das Probieren danach sind für mich gern genossene Auszeiten aus dem turbulenten Alltag als Unternehmensberaterin.“

Lebensqualität trotz Diabetes schaffen

Das Leben mit Diabetes achtsam zu genießen ist für sie selbstverständlich – und eine tägliche Herausforderung. „Ich bin der festen Überzeugung, dass ein schlechtes Gewissen nicht gesundheitsfördernd ist“, so die Bloggerin. Wer auf ihrer Webseite nach zuckerfreien Diabetiker-Keksen sucht, ist nicht erfolgreich − Anne Seubert macht bewusst keine Unterschiede. Stattdessen legt sie Wert darauf, möglichst unterschiedliche und gerne auch herzhafte Zutaten in leckere Kekse zu verwandeln.

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An Inspiration für neue Ideen mangelt es ihr nicht: Egal, ob Salbei aus dem Griechenland-Urlaub oder Lakritz aus dem Süßigkeiten-Regal − die Kekstesterin kreiert gerne eigene Rezepte um Zutaten herum. Aromen zu feinem Gebäck zu kombinieren und richtig auszubalancieren, sind für sie beglückende Schöpfungsprozesse. Wenn sie auf vorhandene Rezepte aus aller Welt zurückgreift, werden diese niemals 1:1 umgesetzt, sondern meist nach persönlichen Vorlieben abgewandelt.

„Verglichen mit Kuchen fristen Kekse außerhalb von Weihnachten hierzulande immer noch ein Schattendasein“, meint Seubert. „Dabei kommt ihnen durch ihre verbindende Rolle in jedem Kulturkreis eine enorme Bedeutung zu. Sie sind immer ein kleines, feines Extra und durch und durch sympathisch.“ So sieht sich die Bloggerin nicht nur als Testerin, sondern auch als eine Art „Keksbotschafterin“.

Das Rezept für den perfekten Keks

Wer sich als Backeinsteiger an ihren Rezepten versuchen will, dem rät Anne Seubert vor allem eines: Zeit nehmen. „Kekse vertragen keinen Stress“, weiß sie. Zudem kommt es auf die Vorbereitung und das Einhalten von Zeiten und Temperaturen an. Wenn die vorgegebene Backzeit vorbei ist, gilt es etwa, die Kekse möglichst zügig auf eine kühlere Unterlage zu befördern, damit sie auf der Wärme des Bleches nicht nachbacken. Und wenn das Rezept doch nicht gelingt?

„Jedem schönen Foto auf meinem Blog gehen meist zwei bis drei Backversuche voraus“, verrät sie tröstend. „Außerdem lassen sich Kekse im Gegensatz zu Kuchen viel leichter probieren und so nur gelungene Exemplare verschenken.“ Als Trends für die Weihnachtssaison 2016 prophezeit die Bloggerin glutenfreie, vegane und optisch außergewöhnliche Plätzchen. Sie beobachtet, dass die Deutschen experimentierfreudiger werden − nicht nur bei den Zutaten, auch bei Form und Deko wagen sich viele Süßmäuler an Neues und Humorvolles heran, das beweisen etwa ihre Rentiercookies.


Mit Diabetes und „Contour Next One“ zu 100 Prozent im Leben stehen

Das Lebensmotto von Anne Seubert spiegelt auch die Philosophie hinter den Blutzuckermessgeräten von Ascensia Diabetes Care wider. „Uns ist wichtig, dass Menschen mit Diabetes ihr Leben aktiv und selbstbestimmt führen und dabei zu 100 Prozent sie selbst sein können“, so Sarah Millington, Geschäftsführerin von Ascensia Diabetes Care Deutschland. Um das gewährleisten zu können, sind genaue Blutzuckerwerte wichtig.

Dafür stehen Menschen mit Diabetes die modernen Blutzuckermesssysteme der Contour Next-Generation mit einer besonders hohen Messgenauigkeit zur Verfügung, die die strengeren Anforderungen der ISO-Norm 15197:2015 nicht nur erfüllen, sondern übertreffen. Das neueste Contour Next One-Blutzuckermesssystem, das seit Mitte Oktober zur Verfügung steht, überträgt die erfassten Blutzuckerwerte nach erstmaligem Koppeln via Bluetooth zur Speicherung in die Contour Diabetes App (erhältlich für iOS und Android).

Dort können neben den erfassten Blutzuckerwerten weitere Informationen wie Aktivitäten, Medikamente und Mahlzeiten – auch in Form von Fotos – ergänzt werden. Um Muster im Blutzuckerverlauf zu erkennen, werden die Werte anschließend übersichtlich in Form von Trends und Durchschnittswerten dargestellt. Mithilfe der App auf Smartphone oder Tablet können Anwender dann die Zusammenhänge


Quelle: Pressemitteilung von Ascensia Diabetes Care

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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