- Ernährung
La Vigna: Purissimo!
5 Minuten
Das Echt essen-Gasthaus im April (Teil zwei): Im “La Vigna” in Laufen bei Müllheim kocht Antonino Esposito eine puristische Küche mit besten Produkten. Italienische Lebensart mitten im schönen Markgräflerland
Seit bald 30 Jahren kenne ich Antonino Esposito, der aus dem traumhaften Sorrent stammt, aber seit Jahrzehnten im „La Vigna“ in Laufen eine schnörkellose italienische Küche mit seiner Frau Elfriede zelebriert. Obwohl inzwischen schon über 70, steht er zusammen mit einem Koch immer noch am Herd – und ich war gespannt, wie seine Küche heute schmeckt.

Schmuckes Haus im schmucken Dorf: “La Vigna”
Die positive Überraschung: Antonino ist sich treu geblieben! Er kocht, wie er immer gekocht hat. Eine italienische Küche im echtesten Sinne. Gute Grundprodukte, klug inszeniert. Eine Küche, die sich keinen Moden unterwirft, die keine Schäume, keine Wichtigtuereien benötigt. Und eine Küche, die im besten Sinne gesund ist. Vier Gänge habe ich gegessen – und bin beschwingt und froh vom Tisch aufgestanden.
Umgezogen sind die Espositos vom ersten “La Vigna” in Laufen auf die andere Straßenseite in ein schönes Haus, was dem Winzerkeller Laufen gehört, weshalb großformatige Wandgemälde von den Weinen des Ortes künden, etwa der Lage “Vogelsang”. Zwei lichtdurchflutete Wirtsstuben mit alten Holzböden hat das stilvoll mit alten Möbeln eingerichtete Restaurant – und an warmen Tagen lockt ein lauschiger Garten.

Hier lässt sich´s wohnlich tafeln: Gaststube
Selbst ausgesucht, selbst aus Italien importiert ist das ausgezeichnete Olivenöl, das es zum Brot gibt – hier stimmen halt auch die kleinsten Details. Danach serviert der sehr aufmerksame und kundige Service eine Assemblage vom ersten Spargel – ein gelungener Auftakt!

Schon optisch ein Gedicht: Gamberoni vom Grill
Schlicht-genial der erste Gang: Gamberoni vom Grill. Die Garnele schmeckt zum Reinbeißen gut, ist exakt auf den Punkt gegart. Das klingt so einfach – und gelingt doch so selten wirklich gut. Die Krebse liegen auf einem Salat von Zitrusfrüchten, Säure und Süße in idealer Balance.
Nächste Seite: Ganz wenig, so muss Pasta sein +++ Herrlich saftige Perlhuhnbrust +++ Das Buch von Antonino Esposito

Klein und fein: Kräuter-Raviolini mit glasierten Pomodorini
Die Pasta ist in der Küche die Domäne von Antonino Esposito – Basta! Gefüllt hat er die kleinen Ravioli, die Raviolini, der Jahreszeit angemessen mit fein gehackten frischen Kräutern wie Brennesseln und Giersch – alles dezent vermengt mit Käse. Dazu gibt es kleine, sehr intensiv schmeckende Tomaten – und das Ganze liegt in einem Hauch von Sauce aus Öl und etwas Butter. Sehr dünn ist der Teig um die Raviolini, sparsam die Menge der Pomodorini. Raviolini, Pomodorini, also Cherrytomaten, schon die Namen sagen: Ganz wenig, so muss Pasta sein – und das erklärt, warum die Italiener gerne und häufig Pasta essen – und trotzdem meistens schlank bleiben. Wer wie die meisten Deutschen die Teigwaren bergeweise runterschlingt, braucht sich über wuchernde Pfunde nicht zu wundern.
Prächtig passte zu unserem Essen der Chardonnay von “Jerman” aus dem Friaul für 39 Euro. Ein intensiver Wein, der sich aber nicht in den Vordergrund drängt und zu allen Gerichten hervorragend passt – gerade auch zu der Perlhuhnbrust.

Saftig und zart: Perlhuhnbrust mit Parmaschinken
Herrlich saftig die Brust vom Perlhuhn auf schlotzigem Risotto – das Rezept für den Reis ist übrigens auch in seinem Buch abgedruckt. Sparsam eingesetzt der klein geschnittene Parmaschinken, damit das Aroma des feinen Fleisches nicht überdeckt wird. Ein wenig geschmorter Radicchio sorgt für eine dezente Bitternote, der intensive Saucenspiegel rundet den Hauptgang harmonisch ab.
Als Dessert gab es Gutes von Erdbeeren und Rhabarber. Weil es mittags war, und weil das Eis nicht zu süß war, habe ich es gegessen – und habe diesen Entschluss nicht bereut. Angemessene 52 Euro kostet dieses “Frühlings-Menü”, eine lohnende Investition.

Authentisches Buch: Mein Italien – meine Küche
Natürlich existieren unzählige Bücher über die italienische Küche. Aber “Mein Italien – meine Küche” ist ein sehr persönliches Buch über Espositos Heimat Sorrent und deren Produkte geworden. Authentisch fotografiert von dem bedeutenden Fotografen Michael Wissing sind sowohl die Bilder aus Italien wie auch die 80 Rezepte. Sie sind von einer geradezu genialen Schlichtheit – und kommen meistens mit wenigen Produkten aus und lassen sich leicht zubereiten. Große Küche, die jeder nachkochen kann!
Nächste Seite: Noch längst nicht müde: “Elfried” und Antonino Esposito +++ Einer der zehn besten Italiener Deutschlands +++ Fazit und Adresse
Empfehlen kann ich das zur Saison passende Rezept “Spargel aus dem Ofen”, wo die Stangen in einer Auflaufform mit einer Olivenöl-Weißwein-Marinade und Parmaschinken im Ofen gegart werden, was den Geschmack der Spargeln intensiviert. Erschienen ist das Buch, das 39,90 Euro kostet, im renommierten AT-Verlag aus der Schweiz.

Gastronomiegeschichte geschrieben: Elfried und Antonino Esposito
Längst haben die Espositos das Restaurant an die nächste Generation übergeben. Aber nach wie vor sind sie präsent – und das ist gut. So können sie ihr Wissen, ihre Erfahrung wunderbar weitergeben: Die immer positive und fröhliche Elfriede, die alle nur Elfried nennen, als großartige Gastgeberin. Antonino als hellwacher Kopf, der auch noch mit Mitte 70 bereit ist zu lernen und mit mir intensiv darüber diskutiert, wie das Risotto noch leichter werden könnte.
Fazit: Zu recht zählt der “Feinschmecker” das La Vigna zu den zehn besten Italienern in Deutschland. Es zeigt mit dem zurückhaltenden Einsatz von schweren Saucen, mit den klug disponierten Portionen wie der immer wichtiger werdende kulinarische Spagat gelingt: Gesundes, das hervorragend schmeckt!
“La Vigna”, Weinstraße 38, 79 925 Sulzburg-Laufen, 07634/8014. Dienstag bis Samstag 12 bis 14 Uhr und ab 18 Uhr www.restaurant-la-vigna.de
“Heimatküche für Diabetiker” – mit italienischer Grandezza
Warum stelle ich in diesem Monat gleich zwei Gasthäuser vor? Erst den “Feichtner Hof” und nun das “La Vigna”. Ganz einfach, weil ich mir Anregungen holen wollte für mein neues Buch “Heimatküche für Diabetiker”, das im Herbst bei Kirchheim erscheint. Darin entschlacke ich deutsche Traditionsgerichte wie Kässpätzle und Königsberger Klopse. Nun ist der italienische Küchenstil nicht eins zu eins auf uns übertragbar. Aber ich bin sicher, dass es mir gelingen wird, ein wenig mediterrane Grandezza in unsere Mehlschwitzen zu bringen.
Das “La Vigna” ist mir da ein großes Vorbild – sowohl was die Fokussierung auf das Produkt, die kluge Proportionierung der Portionen, wie auch die umwerfende Ästhetik beim Anrichten angeht. Danke, Toni!
von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
, Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 2 Tagen, 2 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 2 Tagen, 1 Stunde
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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