Lupine: Sojabohne des Nordens

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Lupine: Sojabohne des Nordens

Veggie-Schnitzel, vegetarischer Aufschnitt oder Grillwurst ohne Fleisch gibt es heute in jedem gut sortierten Supermarkt. Neben Soja als Fleischalternative steht in Zutatenlisten immer öfter „Lupine“.

Sie sind die Alternative zu Soja und immer mehr im Kommen: Produkte auf der Basis von Lupinen – ob als Fleischalternative, glutenfreie Back- und Teigwaren, glutenfreies Mehl oder in diätetischen Produkten bei Milcheiweißallergie (z. B. Lupinenjoghurt). Selbst geröstet zum Knabbern lassen sie sich zubereiten – oder als koffeinfreier Kaffee.

Verwandt mit Bohnen und Sojabohnen

Botanisch gesehen sind sie eng verwandt mit Bohnen und Sojabohnen. Zur Herstellung einer vegetarischen Fleischersatzbasis werden die getrockneten Lupinen in Wasser eingeweicht, dann passiert und mit Wasser gemischt, bis eine cremige Flüssigkeit entsteht. Werden sie anschließend erhitzt, gerinnt das pflanzliche Eiweiß, es bildet sich eine quarkähnliche Masse.

Das ergibt die Ausgangssubstanz zur Produktion von vegetarischem und veganem Brotaufstrich sowie sämtlichen Fleischersatzprodukten. In Bio- und Reformhäusern gibt es die Samen, ähnlich wie Hülsenfrüchte, trocken oder vorgegart und konserviert zu kaufen.

Pflanzliches Eiweiß und reichlich Ballaststoffe

Lupine ist eine willkommene vegetarische Alternative. Und hinsichtlich ihrer Nährwerte können sich die Bohnen sehen lassen: 100 g trockene Samen enthalten im Schnitt 42 g Eiweiß, nur 6 g Fett, 5 g Kohlenhydrate und satte 19 g Ballaststoffe bei rund 240 Kilokalorien. So können Produkte auf Lupinenbasis für Abwechslung auf dem Diabetes-Speiseplan sorgen.

Ein Vorteil: Die für den Verzehr geeigneten Süßlupinen wachsen hierzulande sowie in Nord- und Osteuropa, deshalb werden sie auch als Sojabohnen des Nordens bezeichnet. Dabei sind sie frei von Gentechnik und dank moderater Transportwege auch ökologisch passend. Ein modernes, gesundes Lebensmittel mit großer Zukunft.


von Kirsten Metternich von Wolff
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (4) Seite 32

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  • kasch postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hey, ich habe die Omnipod 5 und zurzeit noch den Dexcom g6.
    Die App läuft auf dem iPhone 12. wie kann ich das iPhone auf die Version 26.1 updaten? Automatische Updates würden ja gleich auf 26.2 gehen. Wie kann ich das manuell machen?

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich komme gerne zum T1day. Sicher treffe ich einige von euch aus der online community.

    • Ich würde auch gerne kommen – geht aber beruflich nicht. Gibt es noch einen anderen Termin um mal andere live zu treffen?

    • Hallo Thomas, super, dann sehen wir uns dort. Kommst du auch zum Vorabend-Event? Liebe Grüße Lena

    • @moira: Schau gerne mal in den Veranstaltungskalender hier beim Diabetes-Anker, vielleicht findest du etwas in deiner Region. 🙂

    • @lena-schmidt: Hallo Lena,
      ja ich komme zum Vorabend-Event. Ruf mich an, wenn du da bist 0177 8501380. Herzliche Grüße Thomas

  • toniologe postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Freue mich das ich bei Euch sein darf

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