Marmelade & Gelee & Relish: Einmachen

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Marmelade & Gelee & Relish: Einmachen

Alles Gute kommt wieder und bleibt. So ist es auch mit Einkochen und Einmachen. Denn Selbstgemachtes hat einen hohen Stellenwert. Es schont die Umwelt und Sie wissen, was im Produkt steckt, was wichtig ist bei Diabetes und auch Allergien. Und es macht glücklich, selbst etwas herzustellen. Mehr noch: Ganz gleich, ob fruchtiger Aufstrich oder eingekochtes Gemüse – hübsch verpackt bietet es sich als kulinarisches Geschenk an. Wir geben Ihnen praktische Tipps dazu. Natürlich haben wir auch wieder leckere Rezeptideen für Sie.

Einkochen, Einmachen, Einwecken – diese drei Begriffe stehen für eine Methode des Konservierens. Wer einen Obstgarten hat, wird je nach Ernte jedes Jahr das ein oder andere Glas Konfitüre herstellen. Im Zuge von Umweltschutz, gegen Verschwendung von Lebensmitteln und damit verbunden nachhaltigerem Haushalten steigen immer mehr Menschen auf Selbstgemachtes um. Die Herstellung ist so einfach, dass dies spielend leicht machbar ist – auch für alle, die sonst die Küche samt Herd kaum nutzen.

Dosierungen von Zucker und Geliermitteln

Sie können sämtliche Rezepte für Konfitüre, Marmelade, Gelee, Chutney und Relish auch mit weniger oder ohne Zucker zubereiten. Dazu gibt es die Kochmethoden im Verhältnis 3 : 1 sowie 2 : 1, also drei oder zwei Teile Frucht und ein Teil Geliermittel mit oder ohne Zucker. Im Verhältnis 3 : 1 bieten sich 400 g fertiger Gelierzucker plus 10 g Stevia und 1,5 kg geputzte, abgewogene Früchte an. Alternativ können Sie klassischen Gelierzucker 3 : 1 nutzen, ebenfalls für 1,5 kg geputztes Obst, oder 500 g fertige Xylit-Gelier-Alternative und wieder 1,5 kg geputztes Obst. Diese Kombinationen sind besonders fruchtig und liefern wenig schnell resorbierbaren Zucker. Bei der Variante 2 : 1 bieten sich klassische Gelierzucker in diesem Mischungs-Verhältnis an. Dazu kommt 1 kg geputzte und vorbereitete Früchte. Zuckerfrei wird es mit 250 bis 500 g fertigem Stevia-Erythrit- oder Stevia-Xylit-Gemisch, 1 kg vorbereitetem Obst und einem Tütchen fertigem Gelierpulver mit Pektin. Fertige Gelierzucker gibt es in jedem Supermarkt von herkömmlichen Zucker-Anbietern. Zuckerfreie Gelier-Alternativen bieten beispielsweise Hersteller wie Xucker, SweetFamily, Biovegan oder borchers fine food, erhältlich in gut sortierten Super- oder Drogerie-Märkten sowie im Internet. Gelierhilfe zum Mischen mit Zucker oder Xylit gibt es zum Beispiel von Biovegan, Ruf oder Dr. Oetker.

Chutney und Relish – die Unterschiede

Chutney und Relish sind stückige oder sämige Würzsoßen mit pikant-süßem, scharfem oder saurem Geschmack. Ursprünglich kommen sie aus der indischen Küche und werden ebenfalls gern in Großbritannien gegessen. Besonders lecker schmecken sie zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse, aber auch zu Käse oder frischem Brot. Chutneys bestehen meist aus Gemüse und Früchten, eingekocht mit Gewürzen, Essig, Salz und Zucker sowie Kräutern. Damit haben sie gleich eine dreifache Konservierung dank Essig, Salz und Zucker. Chutneys haben eine dicke, Marmeladen-artige Konsistenz. Gekaufte Produkte sind sehr süß und damit auch reich an schnell resorbierbaren Kohlenhydraten. In England und Amerika ist zudem Relish sehr beliebt. Auch hier kommen Gemüse, Obst, Gewürze, Kräuter, Essig und Zucker ins Glas. Allerdings ist ein Relish dünnflüssiger als Chutneys. Die Zutaten werden dazu kürzer gekocht als beim Chutney, denn es soll eine stückige Konsistenz erhalten bleiben. Ein leckeres Rezept für ein Auberginen-Relish finden Sie in unseren aktuellen Rezepten auf den Folgeseiten. Bei beiden lohnt es sich, sie selbst zu machen. Einerseits können Sie die Zutaten besser nach Ihrem Geschmack auswählen, ebenso die Menge an Zucker, die mit ins Glas soll. Andererseits sind gekaufte Chutneys und Relishs meistens recht teuer: Ein kleines Glas kann da schnell vier oder mehr Euro kosten. Selbst gemacht ist das weitaus kostengünstiger.

Marmelade ist eigentlich Konfitüre

Wer davon spricht, Marmelade herzustellen, meint damit meistens Konfitüre. Denn streng genommen dürfen laut Konfitüren-Verordnung lediglich Zitrusfrucht-Aufstriche und Produkte, die zum Beispiel auf Bauern- oder Wochenmärkten verkauft werden, als Marmelade bezeichnet werden. Alles andere heißt offiziell Konfitüre. Sehen Sie also die Bezeichnung Konfitüre auf einem Etikett, handelt es sich meist um einen süßen Aufstrich, ähnlich dem selbst gekochten. Ist der Zuckergehalt in gekauften Produkten reduziert, werden sie als Fruchtaufstrich oder Fruchtmus deklariert.

Ist Fruchtaufstrich gesund?

Fruchtaufstrich sowie Konfitüre ohne zugesetzten Zucker schneiden im Hinblick auf ihren Kohlenhydrat- und Zuckergehalt am besten ab. Demnach sind auch die Auswirkungen auf den Verlauf des Blutzuckers geringer als bei Aufstrich, der Zucker enthält. Ein Klecks vom Selbstgemachten auf dem Frühstücksbrot bietet sich in Kombination mit etwas fettarmem Frischkäse natur, körnigem Frischkäse oder Quark an. Ideal ist das alles auch als Mix mit Joghurt, Quark oder Skyr. Kaufen Sie keinen fertigen Fruchtjoghurt, sondern die Natur-Variante und geben etwas von Ihrer selbstgemachten Konfitüre dazu, zum Beispiel einen Esslöffel pro 150 g. Das enthält deutlich weniger Zucker, schmeckt besser, Ihr Blutzucker und auch das Gewicht freuen sich. Wird weniger oder kein Zucker zum Einmachen verwendet, verblasst die satte, saftige Farbe bei der Lagerung. Geschmack und Qualität sind davon nicht beeinflusst. Beim Kochen geht Vitamin C aus Früchten nahezu vollständig verloren. Dennoch versorgen Marmeladen und Konfitüren den Körper mit kleinen Mengen an Kalium, Phosphor und zum Beispiel Vitamin A.

20 praktische Tipps für Konfitüre, Marmelade, Gelee und Co
  1. Sämtliche Früchte und Gemüse eignen sich zum Einkochen. Beste Ausgangsbasis sind frische Zutaten. Doch auch Trockenobst sowie Tiefkühlprodukte ohne Zusätze sind möglich.
  2. Zucker lässt sich komplett oder teilweise durch Alternativen ersetzen, siehe Text auf Seite 75.
  3. Gläser und Deckel müssen absolut sauber und trocken sein.
  4. Um Gläser und Deckel absolut sauber und trocken zu bekommen, lassen sie sich z. B. im Backofen sterilisieren: Stellen Sie die geöffneten Gläser 10 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze in den Backofen.
  5. Eine Alternative zum Sterilisieren ist, die Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser auszukochen.
  6. Gläser gibt es in verschiedenen Größen. Wird mit weniger Zucker gekocht, empfiehlt sich, kleinere Gläser zu verwenden. So lässt sich Schimmelbildung vermeiden.
  7. Gläser mit festem Schraubdeckel, Twist-Off-Gläser, halten besonders dicht.
  8. Gläser mit Gummi und manuell fixierbaren Klemmen sind dekorativer und bieten sich zum Beispiel an, wenn es ein kulinarisches Geschenk sein soll.
  9. Streichen Sie mit dem Finger über den Glasrand – er muss intakt sein.
  10. Lagern Sie angebrochene Gläser stets im Kühlschrank.
  11. Entnehmen Sie nur mit sauberem Besteck etwas aus dem Glas.
  12. Verwenden Sie stets große Töpfe, denn das verhindert, dass zu viel der heißen Flüssigkeit auf den Herd und in die Umgebung spritzt.
  13. Wenn Sie prüfen möchten, ob der Inhalt noch gut ist, öffnen Sie ein neues Glas. Ist kein Schimmel sichtbar, ist der Geruch angenehm, schmeckt es unauffällig, dann ist das Produkt genießbar.
  14. Vor dem Abfüllen wichtig ist die Gelierprobe: Geben Sie dazu etwas von der fertig gekochten Fruchtmasse auf einen kalten Teller oder Löffel. Wird die kleine Menge rasch fest, ist alles fertig und kann ins Glas. Anderenfalls sollte es noch kurz weiterkochen.
  15. Bleibt die Flüssigkeit zu dünn, rühren Sie eine Packung Zitronensäure ein und lassen Sie sie eine Minute sprudelnd kochen.
  16. Alternativ kann in ein kaltes, frisch geöffnetes Glas ein halber Teelöffel pflanzliches Bindemittel wie Xanthan oder Guarkernmehl (siehe Seite 78) eingerührt werden.
  17. Damit die heiße Flüssigkeit sauber und zügig in die Gläser kommt, verwenden Sie ein Litermaß: Füllen Sie die Masse mit einer Kelle aus dem Topf ins Litermaß und füllen sie daraus in die Gläser.
  18. Bewahren Sie Eingemachtes kühl, dunkel und trocken auf, idaelerweise im Keller oder Vorratsraum mit kühler Temperatur.
  19. Kontrollieren Sie öfter, ob die Gläser nach wie vor fest verschlossen sind. Sollte sich ein Deckel locker anfühlen oder ist offen, schütten Sie den Inhalt weg.
  20. Auch wenn Ihr Eingekochtes zuckerreduziert ist, heißt es nicht automatisch, dass es blitzschnell schimmelt. Wichtig ist, die genannten Tipps zu befolgen.

Kontakt:
Kirsten Metternich von Wolff

Diätassistentin DKL, DGE
Redaktion Essen und Trinken
Hildeboldstraße 5
50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (8) Seite 74-77

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  • Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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