- Ernährung
Mit Diabetes durch die fünfte Jahreszeit
2 Minuten
Wenn sich Indianer und Cowboys singend in den Armen liegen und Hexen und Superhelden durch die Straßen ziehen, dann ist es wieder soweit, die fünfte Jahreszeit hat ihren Höhepunkt erreicht. An den tollen Tagen zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch müssen Menschen mit Diabetes besonders achtsam sein: Übermäßiger Alkoholkonsum in Kombination mit süßen Speisen, ausgiebigen Tanzeinlagen und Insulin, lassen den Blutzuckerspiegel mitunter stark schwanken.
Mit ein paar kleinen Tipps und Vorsichtsmaßnahmen im Gepäck und einer regelmäßigen und messgenauen Blutzuckerkontrolle, zum Beispiel mit den Contour Next Blutzuckermesssystemen von Bayer, können Jecken mit Diabetes trotzdem ausgiebig Karneval, Fasching oder Fastnacht feiern.
Ein Prosit mit Blick auf die Blutzuckerwerte
In der närrischen Zeit sorgt der Alkohol nicht nur für gute Stimmung, sondern kann bei Menschen mit Diabetes ernste Unterzuckerungen hervorrufen. Kohlenhydrate in Getränken wie Bier oder Sekt lassen den Glukosespiegel im Blut ansteigen. Weil der Alkohol die Zuckerfreisetzung hemmen kann, steigt das Hypoglykämierisiko für Menschen mit Diabetes an. Insulin und blutzuckersenkende Medikamente senken den Blutzuckerspiegel zusätzlich.¹
Nach zwei Gläsern ist Schluss
„Wer nicht ganz auf alkoholische Getränke verzichten möchte, sollte parallel immer eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich nehmen, um den Glukosegehalt im Blut wieder zu erhöhen“, empfiehlt Dietmar Koppelberg. Er ist eine echte rheinische Frohnatur, hat seit rund 20 Jahren Typ-2-Diabetes und zieht jedes Jahr mit einem lauten „Alaaf“ durch die Kölner Kneipen und besucht Karnevalssitzungen und Festumzüge. Trotzdem ist für ihn nach zwei Gläsern Bier Schluss. „Zum ausgelassenen feiern brauche ich keinen Alkohol, sondern nur meine Clownsnase.“
Für alle Jecken mit Diabetes, die gerne ein Glas trinken möchten, gilt: Da Alkohol die Sinne berauscht und die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung überdeckt², sollten Menschen mit Diabetes die zwei Gläser Regel nicht überschreiten und regelmäßig ihre Blutzuckerwerte kontrollieren – auch Stunden nach dem letzten Schnaps oder Bier. Zusätzlich sollten sie Freunde und Bekannte informieren, dass eine Glukagonspritze bei Unterzuckerungen nach Alkoholgenuss nicht wirkt, sondern ein Rettungswagen erforderlich ist. Wenn dann noch eine Notfalltasche mit Diabetiker-Ausweis, Traubenzucker, Blutzuckermesssystem sowie Medikamenten fester Bestandteil des Kostüms ist, steht dem bunten Treiben nichts mehr im Wege.
Voll im Leben mit Diabetes
Typ-2-Diabetiker Dietmar Koppelberg steht zu jeder Jahreszeit voll im Leben: „Ich kann tun und lassen was ich will – hüpfen, tanzen, Feste feiern. Ich muss nur die Auswirkungen auf meinen Blutzuckerspiegel beachten.“ Zur Vermeidung von Hypoglykämien ist eine genaue Blutzuckermessung wichtig. Dafür benutzt Koppelberg das Contour Next USB von Bayer. Das Messsystem erfüllt, wie auch das Contour XT, das Contour Next und das Contour Next Link, die strengeren Anforderungen an die Messgenauigkeit der neuen ISONorm 15197:2013.³
Die Messsysteme sind außerdem besonders leicht in der Handhabung. „Mit dem Contour Next USB kann ich zusätzlich meine Messergebnisse am Computer auswerten und Verlaufskurven erstellen. Diese schicke ich an meinen Diabetologen oder bringe sie ausgedruckt meinem Hausarzt mit“, erklärt Koppelberg. Das erleichtert die Stoffwechseleinstellung und die Auswahl der passenden Diabetestherapie.
Zur nichtmedikamentösen Unterstützung seines Stoffwechsels geht der Rheinländer jeden Freitag mit anderen Betroffenen zehn Kilometer laufen und nimmt ab Februar wieder am Diabetes Programm Deutschland teil. Dabei können sich Menschen mit Diabetes unter medizinischer Überwachung auf den alljährlichen Köln-Marathon vorbereiten. Übrigens: Zur Karnevalszeit läuft Jecke Koppelberg sogar im Kostüm seine Runden.
(insulin-dependent) diabetes. Diabetologia 1990; 33: 216-221.
15197:2003 and ISO 15197:2013 limits. FREC13138D – Poster Session; Nov. 1st 2013; Diabetes
Techonology Meeting 2013, San Fransisco, CA, USA, October 31st – November 2nd 2013.
Quelle: Pressemeldung Bayer Vital
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 2 Tagen, 3 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 2 Tagen, 2 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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