- Ernährung
Nutri-Score, Zutatenliste und Co: Augen auf beim Lebensmittel-Kauf
5 Minuten

Ein entscheidender Aspekt des täglichen Lebens mit Diabetes ist die vorteilhafte Auswahl von Lebensmitteln. Dabei geht es besonders um das Erreichen normnaher Blutzuckerwerte. In diesem Beitrag erhalten Sie Hilfen und Tipps zum Orientieren per Nutri-Score, Zutatenliste und Co für Ihren nächsten Lebensmittel-Kauf.
In Supermärkten und Discountern steht auf jeder Verpackung und jedem Etikett eine Fülle von Informationen. Was verbirgt sich dahinter?
Nutri-Score – (k)ein hilfreiches Werkzeug?
Der Nutri-Score ist ein Nährwert-Kennzeichen, dass sich seit November 2020 auf der Vorderseite von verarbeiteten Lebensmitteln findet. Mit dem System aus Farben und Buchstaben lassen sich verarbeitete Lebensmittel in Qualität und Zusammensetzung vergleichen, allerdings nur innerhalb einer Produkt-Gruppe: Joghurt also mit anderen Joghurts und Pizza mit anderen Pizzas. Entscheiden Sie sich für den Kauf eines Erdbeerjoghurts, hätten Sie zum Beispiel die Möglichkeit, ein Produkt mit einem grünen B oder einem roten D auszuwählen.
Was unterscheidet diese beiden Erdbeerjoghurt-Varianten? Günstige Nährstoffe wie Ballaststoffe, Proteine, Obst- und/oder Gemüse-Anteile, Nüsse, Hülsenfrüchte oder der Gehalt an gesunden Pflanzenölen geben eine positive Bewertung. Dagegengerechnet werden ungünstige Nährstoffe wie gesättigte Fettsäuren, Salz, Zucker und der jeweilige Kaloriengehalt. Positive Nährstoffe werden gegen negative Nährstoffe mit einem Punktesystem verrechnet: je niedriger das Gesamtergebnis, desto besser. Dies bestimmt, welcher Buchstabe beim Nutri-Score hervorgehoben wird. Am Beispiel des Erdbeerjoghurts könnte der Joghurt mit einem grünen B also recht viel Obst, Proteine und wenig Zucker enthalten.
Wie hilfreich ist der Nutri-Score bei Diabetes?
Der Nutri-Score kann Menschen mit Diabetes eine erste hilfreiche Orientierung bieten. Demnach lassen sich Lebensmittel mit einer günstigeren Nährstoff-Zusammensetzung schneller identifizieren.
Bio-Produkte werden nicht als höherwertig eingestuft und auch Zusatzstoffe sind nicht bewertet. Der Nutri-Score ist für den Bedarf der allgemeinen Bevölkerung konzipiert. Er berücksichtigt keine speziellen Anforderungen bei bestimmten Erkrankungen wie einer Gluten- oder Laktose-Intoleranz. Für einige Lebensmittel wird der Nutri-Score deshalb nicht empfohlen. Dazu gehören Säuglingsnahrung, Lebensmittel für medizinische Zwecke, Ersatz-Produkte für Mahlzeiten und Sportler-Nahrung.
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 4 Tagen, 3 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen
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In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



