- Ernährung
Ostern vegetarisch
2 Minuten

Besonders an Feiertagen ist es nicht ganz einfach Tradition und kulinarische Moderne familien– und gesundheitsgerecht in Einklang zu bringen. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland feiert Ostern mit der Verwandtschaft und folgt der Tradition, Osternester zu verstecken und suchen zu lassen. Am häufigsten wird Süßes zum Naschen verschenkt. In jeder fünften Familie wird Lamm als Hauptgericht verspeist. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich vegetarisch ernähren oder nur ab und zu Fleisch und weniger Zucker essen wollen, wächst jedoch.
Vegetarische Rezeptideen für die Festtafel und aktualisierte Nährwerttabellen
„diabetesDE möchte allen Menschen mit Diabetes und ihren Familien, die Ostern lecker, zuckerärmer und mal ohne Fleisch gestalten wollen, Hilfestellung geben – deshalb haben wir keine Mühen gescheut und neue vegetarische Osterrezepte zum Nachkochen entwickelt. Neu ist auch die aktualisierte Nährwerttabelle mit Ostersüßigkeiten zum Download“, gibt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, bekannt.
Nach Angaben des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) hat sich die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen in etwa 20 Jahren weit mehr als verzehnfacht. Sie umfasst geschätzte 6-8 Mio. Menschen in Deutschland¹ ² und damit bis zu zehn Prozent der Bevölkerung¹. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat bereits den Fleischkonsum bewusst reduziert und zählt damit zu den „Flexitariern“, die nur ab und zu Fleisch essen, so der VEBU weiter¹.
„Unsere neuen vegetarischen Osterrezepte sind kein Hexenwerk: sie sind lecker und leicht nachzukochen; sogar ein leckeres Eis ohne zugesetzten Zucker ist dabei“, so Nicole Mattig-Fabian. „Wenn Sie dann noch etwas Bewegung einplanen, z.B. einen Osterspaziergang für die Erwachsenen, Lämmchen streicheln auf der Wiese oder eine ausgiebige Eiersuche für die Kinder draußen, haben Sie alles richtig gemacht“, so Mattig-Fabian augenzwinkernd.
Kulinarische Traditionen zum Ende der Fastenzeit
Kulinarisch halten sich österliche Traditionen offenbar stärker als die österliche Liturgie selbst, die die Auferstehung Jesu feiert. So gehen nur noch 19 Prozent der Deutschen zu Ostern in die Kirche, aber bei 40 Prozent der Deutschen kommt an Karfreitag Fisch auf den Tisch, ursprünglich auch eine religiös begründete Tradition. Auch das „Osterlamm“ ist eigentlich ein religiöses Relikt, es wird in jedem 5. Haushalt zu Ostern verspeist. Werden im Jahresdurchschnitt pro Woche vier Eier gegessen, sind es in der Osterwoche drei Eier mehr. Ostern ist auch das traditionelle Ende der Fastenzeit, in der am häufigsten auf Alkohol, Fleisch und Süßigkeiten verzichtet wird³.
Eier, Blumen und Co. – Alternativen zur süßen Osternascherei
Ob der Nachholbedarf nach dem Fasten den Schoko-Hype zu Ostern erklärt? An Ostern wird mehr Süßes verzehrt als zu Weihnachten. Fast zwei Drittel der Deutschen verschenken am liebsten Ostersüßigkeiten; durchschnittlich nascht ein Haushalt mehr als ein Kilogramm Schokolade über die Feiertage³. Damit ist der Schokoladenkonsum um etwa 50 Prozent höher als sonst im Jahr. Jährlich werden etwa 125 Millionen Oster-Schokohasen produziert³; am beliebtesten ist der 100-Gramm-Hase, gefolgt von Schoko-Eiern.
Wen die hohen Kalorien-, Fett- und Zuckergehalte der Ostersüßigkeiten abschrecken – es gibt Alternativen: circa 45 Prozent der Deutschen verschenken lieber Bücher oder Spielwaren, gefolgt von oft selbstgefärbten oder dekorierten Eiern (38 Prozent), Blumen (22 Prozent), Selbstgebasteltem (13 Prozent), Gutscheinen (elf Prozent) und Geld (zehn Prozent)³.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Behandlung

14 Minuten
- Aktuelles

< 1 minute
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
kety22 postete ein Update vor 6 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …mr postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück