- Ernährung
Weihnachtsbäckerei – Backen für Advent und die Feiertage
4 Minuten
Was macht ein leckeres Weihnachtsplätzchen aus? Sein süßer Geschmack? Das Verwenden von Butter und Schokolade? Welche Alternativen bieten sich an, wenn es darum geht, leckere Plätzchen zu backen und dabei auch gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen? Unsere Tipps helfen Ihnen dabei.
Färbt sich der Himmel in der Advents- und Weihnachtszeit rosarot, backt das Christkind Plätzchen – so wird es immer wieder gern erzählt. Auf jeden Fall kann diese Geschichte uns daran erinnern, in die Planung für die Adventsbäckerei einzusteigen und die eigene Küche in eine Weihnachtsbackstube zu verwandeln.
Und der Diabetes? Wie in jedem Jahr haben wir wieder leckere Rezepte mit geringem Kohlenhydratgehalt für Sie entwickelt. Bringen Sie Abwechslung auf den Plätzchenteller und verwöhnen Sie sich und Ihre Lieben mit herrlich duftenden Adventskeksen und Weihnachtsplätzchen, die süß, himmlisch-lecker und natürlich knusprig, aber nicht trocken sein sollen.
Welches Mehl darf es sein?
Weizenmehl der Type 405 oder 550 sowie Stärke sind übliche Zutaten für Mürbeteigkekse und andere Plätzchen. Allerdings ist der Ballaststoffgehalt dieser Mehlsorten sehr gering und dafür der Kohlenhydratgehalt hoch.
Ein Teil des hellen Mehls oder der Stärke lässt sich gegen Vollkornmehl tauschen. So enthält das Gebäck etwas mehr Ballaststoffe. Allerdings gehen Kuchen und Kekse, die mit Vollkornmehl gebacken werden, weniger auf als solche mit hellem Mehl. Teige mit Vollkornmehl sind zudem etwas kerniger und nussiger, können aber auch trockener sein.
Rund 30 Prozent des Mehls lassen sich auch durch Haferflocken ersetzen. Sie liefern gesunde Ballaststoffe, allen voran Beta-Glucan. Außerdem schmeckt der Teig damit ebenfalls nussiger und die Konsistenz ist besonders haftend, so dass er sich gut weiterverarbeiten lässt.
Low-Carb-Mehle zum Backen
Seit ein paar Jahren gibt es eine Fülle an kohlenhydratarmen Alternativen, die einen Teil des herkömmlichen Mehls im Teig ersetzen können. Dadurch ist der Teig insgesamt kohlenhydratärmer (Low Carb), aber nicht automatisch kalorienärmer.
In Super- und Drogeriemärkten, Reformhäusern und im Internet werden z. B. Kokos- und Mandelmehl als Low-Carb-Mehle angeboten. Es gibt dunkle und helle Mandelmehle. Beim dunklen Mandelmehl werden die Schalen mitverarbeitet. Mandelmehl ist nicht zu vergleichen mit gemahlenen Mandeln, die fettreicher sind als Mandelmehl. Bei Kokosmehl kann der Kohlenhydratgehalt schwanken, deshalb lohnt sich ein Blick auf Zutatenliste und Nährwertangaben. Sowohl Mandel- als auch Kokosmehl bieten sich für die Plätzchenbäckerei an, denn sie harmonieren geschmacklich sehr gut mit den restlichen Zutaten.
Besonders praktisch sind fertige Low-Carb-Mehle, die nicht aus Getreide bestehen. Es gibt sie z. B. als Mehrkomponenten-Eiweißpulver, das aus einer Mischung verschiedener Eiweißquellen besteht. Mit diesem Eiweißmehl wie auch mit Nussmehlen lässt sich ein Drittel des herkömmlichen Mehls austauschen.
Relativ neu auf dem Markt ist ein fertiges Low-Carb-Mehl auf Basis von Soja, Erbsenprotein und Mandelmehl (siehe auch Gewinnspiel Seite 36). Es lässt sich wie herkömmliches Weizenmehl verwenden, aber 100 g enthalten nur 14 g Kohlenhydrate. Zum Vergleich: 100 g Weizenmehl Type 550 haben 72 g Kohlenhydrate. Wegen seines Ballaststoffgehalts werden statt 100 g Weizenmehl 70 g dieses Low-Carb-Mehls verwendet.
Butter oder Margarine? Das ist hier die entscheidende Frage!
Besonders Mürbeteigplätzchen schmecken mit Butter fein und zart – besonders dann, wenn z. B. Heidesand oder Spritzgebäck nach dem Backen noch eine oder zwei Wochen in der Plätzchendose durchziehen können. Doch leckere Kekse gelingen auch mit Pflanzenmargarine.
Praktische Tipps für Ihre Plätzchenbäckerei
- Für die einfache Nährwertberechnung Ihrer Kekse sowie gekaufter Weihnachtssüßigkeiten hilft eine Kohlenhydrat-Berechnungstabelle, z. B. „Die Diabetes-Journal-Nährwert-Tabelle – BE, KE und Kalorien auf einen Blick“
- Klebriger Teig muss nicht mit zusätzlichem Mehl trockener und so besser ausrollbar gemacht werden, denn dadurch werden die Kekse nach dem Backen sehr hart und es steigt der Kohlenhydratgehalt. So funktioniert das Teigausrollen prima ohne zusätzliches Mehl: Teige sollten gut gekühlt sein, damit sie nicht zu stark kleben. Auch eine Silikonbackunterlage und ein Silikonnudelholz machen Mehl zum Ausrollen überflüssig. Alternative: Streuen Sie etwas Erythrit auf eine Lage Klarsichtfolie, legen den Teig darauf, eine zweite Lage Klarsichtfolie darüber und rollen den Teig dann aus.
- Eier lassen sich leichter trennen, wenn sie sehr kalt sind. Sehr fester Eischnee entsteht, wenn Schüssel und Mixer fettfrei sind. Mit einer Prise Salz aufgeschlagen wird das Eiklar besonders fest.
- Zu harte Kekse werden wieder weicher, wenn ein Stück frisches Brot oder ein Stück Apfel mit Schale mit in die Gebäckdose kommt. Sobald die Plätzchen wieder weicher sind, können Sie Brot oder Apfel herausnehmen.
- Im Schnitt passen auf ein Blech 25 Kekse. Falls Sie mehr Plätzchen backen und nicht genug Bleche haben, legen Sie einfach die Teiglinge auf einen Bogen Backpapier und ziehen, sobald ein Blech frei wird, den Bogen samt den ungebackenen Plätzchen darauf.
- Damit Kekse beim Backen nicht zu trocken werden, schalten Sie keine Umluft, sondern Ober- und Unterhitze ein. Stellen Sie eine feuerfeste Tasse mit Wasser in den Ofen, sodass die Backluft weniger trocken ist. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Ofen vollständig vorgeheizt ist, sonst stimmen die Backzeiten aus den Rezepten nicht.
- Teigreste lassen sich oft prima einfrieren oder fest verschlossen im Kühlschrank einige Tage lagern, bis sie weiterverarbeitet werden.
Immer harmonisch wirken sich ein paar Tropfen Buttervanille-Aroma oder das Mark einer Vanilleschote auf den Geschmack aus. Und wer es gern nussig mag, kann 30 bis 40 Prozent der Butter oder Margarine gegen Nuss-Mus wie Erdnussbutter (stückig oder cremig) oder andere zuckerfreie Nuss-Mus-Sorten austauschen.
Veredeln jeden Keks und jedes Plätzchen: Nüsse und Schokolade
So mancher Keks wird erst durch Nüsse oder Schokolade perfekt. Statt zuckerhaltiger Schokolade können Sie auch zuckerfreie Sorten (z. B. von Xucker, Frankonia oder Lindt) verwenden, die es im Supermarkt, Drogeriemarkt oder im Internet zu kaufen gibt. Herkömmliche Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist nicht automatisch zuckerfrei, auch wenn sie nicht so süß schmeckt wie Vollmilchschokolade. Im Vergleich enthält eine 100-g-Tafel Vollmilchschokolade 56 g und Zartbitterschokolade 45 g Kohlenhydrate.
Soll der Teig schokoladig werden, bietet sich dafür auch klassischer Back-Kakao an, für den keine Kohlenhydrate angerechnet werden müssen. Und statt gehackte Schokolade in den Teig zu rühren, können Sie auch Kakao-Nibs verwenden. Auch sie sind zuckerfrei und im Reformhaus, im Bioladen oder im Internet erhältlich.
Nüsse, grob oder fein gehackt oder gemahlen, veredeln viele Kekse. Sie sind zwar fettreich, doch ihr pflanzliches Fett ist hochwertig und gesund. Zudem stecken in den knackigen Kernen Ballaststoffe. Deshalb bietet es sich an, Plätzchen mit Nüssen zu backen.
Und was ist mit Zucker?
Zu guter Letzt stellt sich die Frage: Müssen Plätzchen überhaupt mit Zucker gebacken werden? Mittlerweile gibt es viele Alternativen, erhältlich in pudriger, körniger oder flüssiger Konsistenz und auch in Varianten, die braunen Zucker ersetzen. Sie können auch eine Zucker-Alternative und herkömmlichen Zucker mischen und z. B. in einem Rezept 100 g Zucker und für die Restmenge des Zuckers Erythrit oder klassische Süßstoffe verwenden.
Detaillierte Informationen zum Backen mit Zucker-Alternativen finden Sie in den Diabetes-Journal-Novemberausgaben der vergangenen Jahre, auf www.diabetes-online.de oder auch unter dem Kurzlink bit.ly/3l3HWWl. Und nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim Backen und Genießen!
von Kirsten Metternich von Wolff
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (11) Seite 74-77
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 6 Tagen, 17 Stunden
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen, 1 Tag
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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