Wie es gelingt, Neujahrsvorsätze über das Jahr zu retten

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Wie es gelingt, Neujahrsvorsätze über das Jahr zu retten

Mehr Bewegung im Alltag und eine ausgewogene Ernährung – das nehmen sich über die Hälfte aller Deutschen zu Beginn eines Jahres vor. Doch die meisten scheitern an der Umsetzung im Alltag. Daher geben Experten des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) Tipps, wie die guten Vorsätze erreicht und durchgehalten werden können.

Starkes Übergewicht und mangelnde Bewegung sind die Hauptursachen für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. „Schon kleine Veränderungen in der Lebensweise bringen große gesundheitliche Vorteile und können einem Diabetes vorbeugen“, erklärt Kathrin Boehm, Vorstandsmitglied des VDBD und Diabetesberaterin DDG.

Ist eine Diabeteserkrankung bereits diagnostiziert, helfen Sport und gesunde Ernährung dabei, die Stoffwechsellage oder das Herz-Kreislauf-System positiv zu beeinflussen und dadurch sogar die notwendige Medikation zu reduzieren. „Der Beginn eines neuen Jahres ist deshalb einmal mehr ein guter Zeitpunkt, um gute Vorsätze in die Tat umzusetzen“, sagt Boehm.

Neue Gewohnheiten sind schwer in den Alltag zu integrieren

Häufig ist die Euphorie zum Jahreswechsel besonders hoch. Nicht selten fällt es vielen Menschen schon wenige Tage und Wochen später schwer, ihre Ziele auch langfristig zu verfolgen. „Neue Gewohnheiten sind schwer in den Alltag zu integrieren, weil die Motivation fehlt und die alten Impulse schwer zu überwinden sind“, erklärt Dr. Gottlobe Fabisch, Geschäftsführerin des VDBD. Dies führe allzu oft dazu, dass die guten Vorsätze bereits nach wenigen Tagen nicht mehr eingehalten werden.

„Beraten wir Menschen mit Diabetes dabei, ihren Lebensstil zu verändern, achten wir deshalb besonders darauf, dass die Ziele realistisch und messbar sind“, führt Boehm aus. „Ideal ist es, inviduelle Vorlieben und persönliche Ressourcen zu nutzen – also Aktivitäten zu stärken, die bereits vor dem Vorsatz viel Spaß bereitet haben, für die jedoch im Alltag bisher zu wenig Zeit war.“ Außerdem rät die Diabetesberaterin dazu, die Ziele möglichst konkret zu formulieren.

„Den Vorsatz, einmal die Woche schwimmen zu gehen, kann ich einfacher erreichen als die Vorgabe, einfach nur mehr Sport zu machen.“ Zudem ermöglichen kleinere Zwischenziele, sich häufiger durch Erfolgserlebnisse zu belohnen.

Interventions-Programm TeLIPro hilft bei der Lebensstilumstellung

Das Gesundheitsprogramm TeLIPro (Telemedizinisches Lebensstil-Interventions-Programm für Typ-2-Diabetiker), das im Rahmen eines durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Innovationsfondsprojektes entwickelt wurde, unterstützt Menschen mit Typ-2-Diabetes dabei, ihren Lebensstil erfolgreich und nachhaltig umzustellen. „Das besondere an diesem Programm ist, dass die Diabetesberaterinnen nicht nur die Planung einer Lebensstilveränderung unterstützen, sondern die Patienten auch während der Umsetzung begleiten“, betont Fabisch.

Die Teilnehmer können sich während der Laufzeit des Programms in einem Online-Portal zu Lebensstilfragen informieren oder ihre Gesundheitsdaten, wie beispielsweise das Gewicht, die zurückgelegten Schritte oder den Blutzuckerwert, einsehen. In zusätzlichen telefonischen Einheiten mit einer Diabetesberaterin werden die Gesundheitsziele besprochen. Falls Probleme auftauchen, wird gemeinsam überlegt, welche Strategien helfen könnten, um diese Barrieren zu beseitigen.


Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD)

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 8 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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