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Wissen über Diabetes, Ernährung und Gesundheit – anno 1954
3 Minuten

Vor einer Weile hat mir ein Freund ein Buch vermacht, das ihm bei der Entrümpelung der elterlichen Wohnung in die Hände gefallen war. Der Titel: „Nutze die Heilkraft unserer Nahrung“ von Dr. Ernst Schneider, veröffentlicht im Jahre 1954. Ich war neugierig auf diesen alten Schinken, zumal er auch ein eigenes Kapitel über „die Zuckerkrankheit“ enthält. Was wurde Menschen seinerzeit empfohlen? Womit wurden diese Empfehlungen begründet?

1954 gab es nur 250.000 bis 300.000 Typ-2-Diabetiker in Deutschland
Heute ist das Buch allenfalls antiquarisch zu erwerben, doch bei Amazon oder Ebay sowie verschiedenen Online-Bücherhökern finden sich immer noch Exemplare davon. Es ist kein Wunder, dass das Werk längst nicht mehr aufgelegt wird, denn in Teilen ist es einfach hoffnungslos veraltet. So wird überhaupt nicht zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes unterschieden – in heutiger Zeit schlicht unvorstellbar. Aus den Schilderungen lässt sich aber rasch schließen, dass sich die Ernährungs- und Therapieempfehlungen an Menschen mit Typ-2-Diabetes richten, von denen es laut Dr. Schneider zwischen 250.000 und 300.000 in Deutschland gab, als das Buch geschrieben wurde. Nur zum Vergleich: Heute geht man von 6 bis 8 Millionen Typ-2-Diabetikern in Deutschland aus!

Damals waren Sulfonylharnstoffe noch der letzte Schrei
Für Menschen, die in Sachen Diabetestherapie halbwegs Bescheid wissen, klingt die folgende Passage aus dem Kapitel „Die Zuckerkrankheit und ihre Heilkost“ einfach nur putzig:
Seit kurzer Zeit gibt es mehrere chemische Mittel, die von einem Teil der Zuckerkranken oft besser vertragen werden. Sie wirken besser als das Insulin und brauchen nicht gespritzt zu werden. Chemisch bezeichnet man diese in Tablettenform zu verabreichenden Stoffe als Sulfonylharnstoffe.
Sulfonylharnstoffe werden zwar auch heute noch vielerorts verordnet, doch die Fachgesellschaften wenden sich in ihren Leitlinien immer mehr von diesem „Klassiker“ ab, weil er die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse anregt und so auch noch das letzte bisschen an Funktion aus ihr herauspresst, anstatt am eigentlichen Übel anzusetzen, der Insulinresistenz. Doch 1954 waren Sulfonylharnstoffe halt noch der letzte Schrei…
Es gibt auch heute noch viele Menschen, die auf Hafertage schwören
Andere Passagen wiederum könnte man, abgesehen von der Bebilderung und der manchmal etwas altmodischen Sprache, durchaus auch in modernen Ernährungsratgebern wiederfinden: Da ist von individueller Diät die Rede, die der Diabetiker mithilfe seines Arztes entwickeln sollte. Und auch wenn ich persönlich am Nutzen von Hafertagen zweifele, gibt es auch heute noch viele Diabetiker und Ernährungsberaterinnen, die auf Diäten nach dem Wechselprinzip zwischen kohlenhydratarmen Tagen mit Gemüse und Eiern und kohlenhydratreichen Tagen mit Hafer, Obst und Reis schwören, weil sich damit die Insulinempfindlichkeit verbessern lasse.

An den „Zivilisationsschäden“ von einst hat sich nichts geändert
Brandaktuell finde ich das Kapitel, in dem es um das Erkennen von Zivilisationsschäden geht. „Wir finden, dass die Änderung der Lebens-, Arbeits- und Wohnweise zu einer mangelhaften Anpassungsfähigkeit des Körpers an die Umgebung, an unsere Außenwelt, geführt hat“, heißt es darin.
Insbesondere Stadtbewohner litten unter ungenügender Sonnenbestrahlung, unzureichender Frischluftzufuhr, Bewegungsmangel oder einseitiger Bewegung, ungenügender Entspannung, Fortpflanzungsstörungen, übermäßiger Zufuhr von Genuss- und Rauschmitteln und – allen voran – der Veränderung der Ernährungsweise. Beispielhaft nennt der Autor hier (unter anderem) die „Verdrängung der Getreidebreikost durch Brot und Kartoffeln, die Verdrängung der Rohkost durch die Kochkost, die Verdrängung der natürlichen Lebensmittel durch künstliche Nahrungsmittel, die Verdrängung der Hartkost durch die Weichkost, die Armut an Vitaminen und pflanzlichen Hormonen, die Armut an Darmwandreizstoffen (Zellulose)“.
Sind das nicht dieselben Themen, die auch heute Ärzte, Ernährungsmediziner und Gesundheitswissenschaftler auf den Plan rufen? Und warum ist es uns als Gesellschaft eigentlich in über 60 Jahren nicht gelungen, unser Umfeld so zu verändern, dass man darin gesund leben kann und eine größere Chance hat, von Zivilisationskrankheiten, wie sie der Typ-2-Diabetes nun einmal ist, verschont zu bleiben?
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olivers postete ein Update vor 10 Stunden, 56 Minuten
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 2 Tagen, 3 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra





Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver