Alles stressig, oder was?

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Alles stressig, oder was?

Nimmt der Stress Überhand, wirkt sich dies negativ auf die Blutzuckerverläufe aus, weiß Tine aus eigener Erfahrung zu berichten.

Einatmen, ausatmen. Wenn mich jemand fragt, ob alles gut bei mir ist, lautet meine am häufigsten genannte Antwort wahrscheinlich: “Puh, bin wieder sehr im Stress gerade, könnte alles besser sein. Aber wird schon irgendwie!” Diese Antwort ist natürlich nur eine Kurzfassung der ganzen Wahrheit, aber ich muss auch nicht immer alle um mich herum mit den Einzelheiten belasten, gerade wenn diese mich selbst stark mitnehmen.

Ja, ich gebe zu: Ich bin oft und viel im Stress. Gerade befinde ich mich in den letzten Zügen meines Studiums und lebe in einer belebten Großstadt. Das schreit quasi “Stress”. Ich spüre diesen im Moment stark in den Knochen, an meinem Schlaf und an meinen Blutzuckerwerten. Es wird Zeit für den Frühling in Berlin und ein bisschen Entschleunigung, wenn Ihr mich fragt.

Stresshormone mag der Blutzucker überhaupt nicht

Schaue ich mir meine Blutzuckerwerte der letzten Wochen und Monate an und unterhalte mich mit ebenfalls an Diabetes erkrankten Freunden über dieses Thema, stellen wir alle gemeinsam fest: Ja, der Dauerstress beeinflusst uns leider stärker, als wir uns das selbst manchmal eingestehen wollen. Stresshormone mag der Blutzucker nämlich überhaupt nicht. Und auch dem Körper merkt man das alles irgendwann an. Nach außen ganz cool – und innen drin eben ein brodelnder Stressvulkan.

Meine Blutzuckerwerte sind bei Stress automatisch ein paar Stockwerke höher angesiedelt, und teilweise habe ich wirklich Probleme, diese auch wieder in einen normalen Bereich zu bekommen. Außerdem schlafe ich schlechter, weil die Werte auch den Schlaf beeinflussen und umgekehrt. Ein Teufelskreis. Schaue ich mir dieses Thema bei einer Freundin an, dann sehe ich sowohl Parallelen als auch einige Unterschiede: Sie unterzuckert stark und häufig bei Stress, was natürlich ebenfalls unangenehm ist.

Der Schlaf ist aber ähnlich schlecht wie bei mir. Natürlich ist nicht ausschließlich der Stress daran Schuld: Diabetes, Zyklus, Stress, Emotionen, Ernährung und so weiter beeinflussen sich natürlich permanent gegenseitig. Den einen Schuldigen gibt es nicht, aber es ist wichtig, sich allen Mitspielern zuzuwenden, da man so einfach besser nach Lösungen suchen kann.

Entspannung tut offenbar auch unseren Werten gut

Egal in welche Richtung der Blutzucker ausschlägt, unangenehm ist er, wenn er einfach nicht mitarbeiten möchte, gerade in Stressphasen allemal. Schaue ich mir meinen Blutzucker an freien Tagen, im Urlaub oder an Wochenenden an, bin ich oft wirklich nur sprachlos und überrascht. Zielbereich, wohin ich blicke. Entspannung tut offenbar auch unseren Werten gut. Schade, dass der Alltag das nicht immer hergeben kann. So lange heißt es: Dran bleiben und auf den nächsten Urlaub warten!

Eure Tine

Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (4) Seite 38

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    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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