Just married – Bewunderung für meine Patienten

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© Kirchheim-Verlag | Illustrationen: Christian Mentzel
Just married – Bewunderung für meine Patienten

Vor drei Wochen habe ich an einem traumhaft schönen Juli-Wochenende meine Gabi geheiratet. "Es wird aber auch Zeit", meinte mein Schwiegervater, "schließlich kennt ihr euch jetzt schon seit zwölf Jahren." Es war ein rauschendes Fest, und neben den vielen Freunden und Verwandten waren auch Kollegen aus der Bank, bei der Gabi arbeitet, da. Auch viele meiner Kollegen aus der Diabetes-Klinik waren gekommen.

Viele Emotionen, viel zu essen, viel zu trinken

Der Form halber musste ich natürlich auch meinen Chef einladen und das war auch gut so. Wie in der Klinik stand er natürlich auch hier wieder im Mittelpunkt und musste gleich hinter den Vätern des Brautpaares eine Lobrede halten. Die Rede hat mir gut gefallen, obwohl ich im Stillen dachte, dass nirgendwo soviel gelogen wird wie auf Beerdigungen, Betriebsabschiedsfeiern und auf Hochzeiten. Trotzdem werde ich ihn bei Gelegenheit daran erinnern, dass ich, wie mein Chef in seiner Rede erwähnte, sein bester Mitarbeiter sei.

Wie es sich zu einer guten Feier gehört, gab es viele Emotionen, viel zu essen, es wurde viel getanzt, und auch der gute Wein aus unserer Region floss in Strömen. Am Ende der Feier, so gegen vier Uhr nachts, lagen Gabi und ich uns glücklich in den Armen und ließen den Tag Revue passieren.

Sehr oft bewundere ich meine Patienten

Als Diabetologe kamen mir natürlich wieder meine Patienten in den Sinn: Einige von ihnen haben auch erst kürzlich geheiratet. Hätte ich, wie sie, einen Diabetes mellitus, dann hätte nach dem Verlauf unserer Hochzeitsfeier mein Blutzucker vermutlich voll nach oben ausgeschlagen oder tief nach unten – je nachdem. Vielleicht wäre er aber auch bei 120 mg/dl (6,7 mmol/l) wie bei meiner Patientin, die mir nach ihrer Hochzeit ihr Blutzuckertagebuch gezeigt hatte – trotz des vielen Essens und des vielen Tanzenstolle Werte!

Manchmal, nein, nicht manchmal, sondern sehr oft bewundere ich meine Patienten wirklich! Und das nicht nur bei Hochzeitsfeiern.


Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

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    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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