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Spezielles Krafttraining mit geringeren Gewichten stärkt Muskelgesundheit und Stoffwechsel bei Typ‑2‑Diabetes
2 Minuten
Ein spezielles Krafttraining mit reduzierter Gewichtsbelastung zeigt bei Typ‑2‑Diabetes bemerkenswerte Effekte. Eine Studie des Deutschen Diabetes‑Zentrums weist nach, dass Blutflussrestriktionstraining (BFRT) Muskelkraft, Stoffwechsel und Körperfettverteilung wirksam beeinflusst.
Krafttraining gehört zu den etablierten Maßnahmen in der Behandlung des Typ‑2‑Diabetes. Eine neue Untersuchung des Deutschen Diabetes‑Zentrums (DDZ) legt nahe, dass das Blutflussrestriktionstraining (BFRT) dabei besondere Vorteile bieten kann. Die Methode erzielt trotz deutlich geringerer Gewichte ähnliche Effekte auf die Muskelkraft wie klassisches Krafttraining und wirkt sich zusätzlich auf die Durchblutung und das Bauchfett aus. Damit rückt BFRT als mögliche Alternative für Menschen in den Blick, für die hohe Lasten schwer umsetzbar sind.
BFRT nutzt einen Ansatz, der Menschen mit eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit entgegenkommt. Bei dieser Trainingsform werden Manschetten an den Oberschenkeln angelegt, die den venösen Rückfluss vollständig und den arteriellen Zufluss teilweise drosseln. Trainiert wird anschließend mit rund 30 Prozent der individuellen Maximalkraft. Der verringerte Blutfluss setzt Prozesse in Gang, die normalerweise erst bei hohen Gewichtsbelastungen auftreten. Während BFRT bereits im Reha‑ und Leistungssport angewendet wird, war seine Wirkung bei Typ‑2‑Diabetes bislang kaum untersucht.
BFRT setzt am viszeralen Fett an
Für die aktuelle Studie trainierten 20 Menschen mit Typ‑2‑Diabetes zwölf Wochen lang dreimal pro Woche – entweder mit BFRT oder im klassischen Krafttraining. Beide Gruppen steigerten ihre Muskelkraft und verbesserten Blutdruck, Ruhepuls und Körpergewicht. Unterschiede zeigten sich jedoch bei der Fettverteilung: Während klassisches Training vor allem das Unterhautfett reduzierte, verringerte BFRT gezielt das viszerale Fettgewebe im Bauchraum.
Professor Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, erklärt: „Viszerales Fett gibt nicht nur Fettsäuren, sondern auch entzündungsfördernde Botenstoffe ins Blut ab.“ Dies fördere Insulinresistenz und erhöhe das Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen. Roden betont, dass die gezielte Reduktion dieses Fettgewebes besonders positive Effekte auf Prävention und Therapie erwarten lasse – vor allem, weil sie bei einer Trainingsform mit niedriger Belastung erreicht wurde.
Ist Blutflussrestriktionstraining (BFRT) besser als klassisches Krafttraining mit hohen Gewichten?
Was für klassisches Krafttraining spricht:
Krafttraining mit höheren Gewichten ist weit verbreitet und gut in den Alltag integrierbar. Wird mit ausreichend hoher Last trainiert, steigert es Muskelkraft und Muskelmasse, unterstützt die Herz‑Kreislauf‑Gesundheit und kann beim Abnehmen helfen.
Die Grenzen des Blutflussrestriktionstrainings:
BFRT aktiviert durch den gedrosselten Blutfluss Stoffwechselprozesse, die sonst erst bei hohen Lasten eintreten. Allerdings ist die Methode bislang nur eingeschränkt verfügbar und erfordert spezielles Equipment sowie fachkundige Anleitung. Vor dem Start sollte grundsätzlich eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Fazit der Studienautorinnen und -autoren:
Durch die geringe mechanische Belastung bietet BFRT eine Option für Menschen mit Typ‑2‑Diabetes, die körperlich weniger belastbar sind. Beide Trainingsformen besitzen eigene Stärken und lassen sich sinnvoll kombinieren.
Mehr Mitochondrien, bessere Durchblutung
Die Analyse zeigte zudem, dass BFRT die Mitochondrien – die Kraftwerke der Zellen – zahlreicher und leistungsfähiger werden lässt. Professor Dr. Dominik Pesta vom Deutschen Zentrum für Luft‑ und Raumfahrt (DLR) erläutert: „Mitochondrien entscheiden darüber, wie gut Muskel‑ und Fettzellen Glukose und Fette verstoffwechseln können. Je leistungsfähiger sie sind, desto besser ist der Stoffwechsel.“
Darüber hinaus fördert BFRT die Bildung neuer kleiner Blutgefäße im Muskel. Eine verbesserte Durchblutung unterstützt die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen und erleichtert die Glukoseaufnahme sowie die Energieproduktion in den Zellen.
Dr. Nina Trinks, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Klinische Diabetologie am DDZ, hebt den praktischen Nutzen hervor. Viele Teilnehmende hätten berichtet, dass sie sich im Alltag kräftiger und belastbarer fühlten. Mehr als die Hälfte habe sich nach Studienende in einem Fitnessstudio angemeldet, um – je nach eigener Fitness – weiter zu trainieren. Die Ergebnisse der Studie wurden vor Kurzem im Fachjournal Journal Cell Metabolism veröffentlicht.
von Gregor Hess
mit Materialien des Deutschen Diabetes‑Zentrums (DDZ)
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 11 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 6 Tagen, 10 Stunden
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 6 Tagen, 8 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 5 Tagen, 4 Stunden
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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