Ohne Schulbegleitung: Einschulung unseres Kindes mit Typ-1-Diabetes

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Ohne Schulbegleitung: Einschulung unseres Kindes mit Typ-1-Diabetes | Foto: Andrea Wienke
Foto: Andrea Wienke
Ohne Schulbegleitung: Einschulung unseres Kindes mit Typ-1-Diabetes

Die Familie von Felix, der seit kurzem Typ-1-Diabetes hat, teilt ihre Erfahrung mit der Einschulung ohne Schulbegleitung und der Umstellung von Insulinpen zu Insulinpumpe.

Felix erhielt die Diagnose Typ-1-Diabetes am 19. Juli, also kurz vor den Sommerferien. Die Einschulung war im September. Noch während des stationären Aufenthalts nahm ich Kontakt mit der Schule auf, um von Felix’ Erkrankung zu berichten. Wir vereinbarten einen persönlichen Termin mit dem Rektor, der Klassenlehrerin und der Sportlehrerin in der Woche vor der Einschulung. So hatten wir zumindest noch sechs Wochen nach Entlassung Zeit, selbst im Alltag zurechtzukommen.

Für das Gespräch hatte ich eine Zusammenfassung über Diabetes mit den Themen „Was ist Diabetes?“, „Was muss beachtet werden?“, „Symptome bei Hypo und was tun?“ und „Was ist bei Sport zu beachten?“ geschrieben. Ich erklärte ihnen alles und zeigte sowohl Pen, Sensor und das blutige Messen.

Auch die Eltern der anderen Kinder wurden aufgeklärt

Zudem informierte ich alle Eltern auf dem ersten Elternabend, dass Felix Diabetes hat, und stellte kurz dar, was das bedeutet. Das erschien mir wichtig, damit die Eltern bei möglichen Fragen ihrer Kinder auch erklären können, warum Felix ein Smartphone hat und warum es ab und zu Alarme gibt. Auch die Klassenlehrerin teilte das der Klasse in der zweiten Woche kurz mit.

Es war Felix zwar sehr unangenehm, weil er nicht auffallen möchte und vor allem zu Beginn seine Erkrankung partout geheim halten wollte. Ich erklärte ihm aber, dass es für seine Klassenkameraden viel weniger interessant sei, wenn die anderen Bescheid wüssten, dass er einen Sensor trägt, ein Smartphone hat und bei Unterzuckerungen etwas Süßes essen muss und warum. So war er zumindest einverstanden, es in der Klasse kurz zu thematisieren.

Der vollständige Artikel berichtet auch über die Themen Essen in der Schule, Schulbegleitung, Akzeptanz sowie die Umstellung von Pen auf Pumpe. Er steht auf der Homepage des DBW.


von Andrea Wienke (DDF)

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (5) Seite 65

zur Beitragsübersicht von Diabetiker Baden-Württemberg e.V.

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße