- Aus der Community
Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt!
4 Minuten
Zu Beginn fühlte sich der Diabetes an wie ein grauer Umhang. Unglaublich schwer und hässlich zugleich. Es war wie eine unsichtbare Kraft, die mich ständig nach unten zog. Egal wie sonnig ein Tag war, egal wie lecker das Mittagessen schmeckte, egal wie viel Liebe mir meine Freunde und meine Familie schenkten, spürte ich meinen Umhang.
Mein Wunsch war es, den Umhang einfach abzulegen, hinauszugehen und mit den anderen Kindern Spaß zu haben, doch meine Realität war eine andere.
Kein gemeinsames Essen wegen Überzucker
Der Tisch wurde gedeckt, es roch köstlich. Beim bloßen Geruch lief mir das Wasser im Mund zusammen. Oma hatte sich wieder einmal mit ihren Kochkünsten übertroffen. Meine ganze Familie wurde zum Essen gerufen. Nach kurzer Zeit waren alle am Tisch versammelt. Mein Platz jedoch blieb leer wie so oft. Obwohl ich einen unbändigen Hunger verspürte und der Letzte gewesen wäre, der nicht zum Essen erschienen wäre, saß ich allein in meinem Zimmer. Als meine Mutter mich fragte, warum ich nicht kam, murmelte ich nur ärgerlich vor mich hin: „Hab’ Überzucker, kann noch nicht essen!“ Die Zeit verging und ich wartete sehnsüchtig darauf, dass mein Blutzucker endlich sank und ich essen konnte. Als ich dann endlich essen durfte, hatte ich bei diesem Mal Glück, dass das Essen zumindest noch lauwarm war. Besser als nichts, dachte ich mir und drehte dabei meinen Kopf langsam nach links und dann nach rechts, um festzustellen, dass ich allein war. Wer schon einmal allein gegessen hat, der weiß, dass selbst das beste Gericht plötzlich fad und langweilig schmeckt.
Nicht nur das Essen schmeckte fad und langweilig, nein, mein ganzes Leben. Es gab Tage, an denen ich von morgens bis abends in meinem Bett lag, manchmal weinte ich leise vor mich hin, aber die meiste Zeit war ich einfach still. Meine gesamte Lebensenergie war futsch.
Mein Leben vor dem Diabetes
Aber wie war das passiert? Vor meiner Krankheit war ich doch so ein aufgewecktes, neugieriges Kind. Ich war fasziniert von Lego und besonders von Pokémon-Karten. Ganze Fantasiewelten ließ ich in meinem Kopf entstehen. Wenn ich eine Ritterburg baute, stellte ich mir mich nicht nur als Ritter vor, ich war der Ritter. In meinen Träumen stolzierte ich durch die Ritterburg, hielt mit dem König ein Abendmahl und schützte die Prinzessin vor feuerspeienden Drachen. Im Schwimmbad verwandelte ich mich in ein Wasser-Pokémon, dass andere Menschen mit Wasser beschoss und sich mehr unter als über Wasser aufhielt. Mich zu erkennen, war nicht sonderlich schwierig, denn ich war das einzige Kind, bei dem andauernd nur der Po aus dem Wasser schaute.
Als ich so in Erinnerungen schwelgte, kam mir die Erleuchtung. Ich begriff, dass die Bilder in meinem Kopf meine Gefühle steuern. Früher waren meine Bilder dermaßen aufregend, dass ich gar nicht genug davon bekommen konnte, und so fühlte ich mich auch. Dazu im Vergleich: ein hässlicher Umhang…

Was erwartete ich? Bessere Gefühle? Es war ja klar, dass ein hässlicher Umhang nur hässliche Gefühle auslösen konnte. Naja, so klar war es dann für mich doch nicht, denn die Erkenntnis ließ sehr, sehr lange auf sich warten. So lange braucht ihr nicht zu warten und darum will ich euch jetzt zeigen, wie diese Erkenntnis mein Leben für immer verändert hat.
Die Bilder in meinem Kopf sind der Spiegel zu meinen Gefühlen
Nachdem ich diese Botschaft begriffen hatte, habe ich jetzt in jedem Moment die Macht, meine Gefühle zu beeinflussen.
Schritt 1: Ich schließe meine Augen, atme ruhig durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus, dabei beobachte ich einfach die Bilder, die an meinem inneren Auge vorbeiziehen. Ich akzeptiere, was ich sehe, und lasse es los, wie eine Welle, die kommt und wieder geht. Ich atme dazu kräftig durch den Mund aus.
Schritt 2: Ich male mir nun die wundervollsten, kraftvollsten Bilder aus, die ich mir vorstellen kann. Ich lege die Hände auf meinen Bauch und lasse die Bilder durch meinen ganzen Körper fließen. Ich merke, wie sich mein Körper mit der Zeit ganz warm und gesund anfühlt. Ich genieße den Moment!
Schritt 3: Ich achte wieder auf meinen Atem. Beim Ausatmen lasse ich alle alten Bilder von mir wegtreiben. Ich atme ein und lasse meinen ganzen Körper wieder mit den wundervollsten, kraftvollsten Bildern durchfluten, die ich mir vorstellen kann. (Ich mache die Übung vor dem Einschlafen, so festigen sich die Bilder unterbewusst über Nacht.)
Meine neue Beziehung zum Diabetes
Diese Übung ist für jede Zeit an jedem Ort gedacht, außer im Auto natürlich. Besonders viel Freude hatte ich damit im Unterricht. Egal wie langweilig die Stunde war, ich konnte mir selbst meine aufregende Welt erschaffen und niemand konnte mich daran hindern. Vielleicht gelingt es auch anderen, sich ihre eigene aufregende Welt zu erschaffen. Gerade wenn es einem nicht gut geht, ist das aus meiner Sicht eine Chance, augenblicklich glücklich zu sein.
Bei mir hat es auf jeden Fall geklappt. Mein Leben sowie die Beziehung zu meinem Diabetes sind heute eine ganz andere als zu Beginn meiner Krankheit. Dazu tauschte ich den grauen Umhang gegen das Gewand eines Königs. Wie das Nähen eines Umhangs Zeit braucht, so braucht sie auch eine mächtige Vorstellungskraft.

Doch wie entsteht nun ein solcher Umhang? Die Schritte sind denkbar einfach: Maß nehmen, Stoffe zurechtschneiden und schon kann das Nähen losgehen. Vorstellungskraft entsteht meiner Meinung nach sogar noch einfacher: Man stellt sich vor, was man will, und wiederholt diesen Gedanken immer wieder, Nadelstich für Nadelstich.
Natürlich kann es passieren, dass mal eine Naht reißt. Dann bessere ich sie eben aus und weiter geht’s. Bedrückt mich also ein Gedanke, bessere ich ihn aus, indem ich die eben gelernte Übung anwende. Mit der Zeit wurde meine Vorstellungskraft immer stärker. Ich kann mir die farbigsten Bilder ausmalen, ohne jede Anstrengung. Wie eine Näherin, die scheinbar nebenbei fabelhafte Umhänge näht.
Die Frage ist nun, ob ihr anfangt, neue Kleider zu nähen, oder weiterhin euren alten hässlichen Umhang anbehaltet. Die Entscheidung liegt ganz allein bei euch.
Eine Liebeserklärung an dich, lieber Diabetes! – So hat Annika ihr Leben mit Typ-1-Diabetes angenommen!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Stunde, 22 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 20 Stunden, 30 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 18 Stunden, 37 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 16 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Stunde, 48 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Stunde, 24 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 6 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
