„Ist doch NUR Diabetes“…

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Community-Beitrag
„Ist doch NUR Diabetes“…

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Immer und immer wieder begegnen mir dieselben falschen Aussagen und Meinungen zum Thema Diabetes bei Kindern. Es ist manchmal einfach zum Haareraufen. Irgendwie bekommt man diese Meinungen oder Vermutungen auch nicht aus den Köpfen der Menschen heraus.

Deshalb habe ich heute mal meine 6 „Lieblings“-Aussagen für Euch zusammengestellt.
Aber Achtung, Warnhinweis: Bitte verwenden Sie diese Aussagen nicht in Gegenwart einer Diabetes-Mutter (oder eines Diabetes-Vaters):

#1 Ist ja NUR Diabetes!

Wie heißt es so schön: „Schlimmer geht immer.“ Klar gibt es sicher „schlimmere“ Krankheiten. Doch ich möchte auch nicht, dass die Krankheit einfach so heruntergespielt wird. Vor allem, wenn man sich als Mutter mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen hat, weil die Blutzuckerwerte nicht passen. Wenn man dem Kind das Essen „verbieten“ muss, weil die Blutzuckerwerte gerade zu hoch sind. Wenn Ketone uns das Leben schwer machen. Genau dann nervt mich dieser Satz am meisten. Für uns Familien und für unsere Kinder ist es oft nicht einfach.

#2 Das verwächst sich (spätestens) mit der Pubertät

Ein „Gerücht“, das sich irgendwie hartnäckig hält. Ich frage mich immer: Wo kommt diese Meinung eigentlich her? Vielleicht können einige sich einfach nicht vorstellen, dass Kinder ihr Leben lang mit dieser chronischen Krankheit leben müssen?

#3 So jung und schon so „schwerer“ Diabetes

Leichter und schwerer Diabetes. Ich wusste am Anfang gar nicht, wovon die Leute sprechen. Bis ich es gemerkt habe, dass sich der schwere Diabetes auf die Insulinbehandlung bezieht.

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#4 Diabetes kommt von zu vielen Süßigkeiten

Nein, unsere Kinder haben weder zu viele Süßigkeiten gegessen noch ständig irgendwelche zuckersüßen Getränke getrunken. Keiner weiß wirklich, wodurch Diabetes Typ 1 ausgelöst wird. Es gibt mittlerweile so einige Vermutungen, doch richtig bewiesen ist bis jetzt noch nichts.

#5 Ich könnte mein Kind nie spritzen oder mein Kind würde sich nie spritzen lassen

Was für eine Aussage. Klar könnten diese Mütter und Väter ebenfalls ihre Kinder spritzen. Denn schließlich geht es um das Wohl des Kindes und da müssen wir Eltern so einiges in Kauf nehmen. Auch wenn es uns nicht leichtfällt. Auch wir haben Tränen in den Augen, wenn unsere Kinder weinen und manchmal noch nicht mal verstehen, warum Mama jetzt schon wieder „Aua“ macht.

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 #6 „Ihr habt so einen kleinen Kasten, ach, dann müsst Ihr ja nichts mehr tun, geht ja heute alles automatisch“

Mit dem kleinen Kasten ist die Insulinpumpe gemeint. Und leider muss ich die Leute dann immer enttäuschen. Nein, der kleine Kasten macht leider noch nicht alles alleine und vollautomatisch. Man ist zwar schon dran (Closed loop), doch bis unsere Kinder in den Genuss dieses Systems kommen, wird noch viel Wasser die Donau hinunterlaufen, wie man bei uns in Bayern so schön sagt.

 

Diese Liste ist bei weitem noch nicht vollständig. Sicher gibt es noch den einen oder anderen „nervigen“ Satz, den ich nicht aufgezählt habe. Ihr könnt die Liste gerne noch weiter ausbauen. Schreibt uns doch einfach in die Kommentare Eure „Lieblings“-Aussagen in Bezug auf den Diabetes Eurer Kinder.

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂