DANK: „Erste Ansätze für eine erfolgreiche Präventionspolitik“

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© Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger
DANK: „Erste Ansätze für eine erfolgreiche Präventionspolitik“

Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), ein Zusammenschluss von 22 medizinischen Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen, begrüßt die Absicht der künftigen Bundesregierung, die „Prävention in allen Lebensbereichen deutlich zu stärken“. Der Fokus soll auf der Vermeidung „chronischer Erkrankungen, insbesondere durch die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Reduzierung von Übergewicht vor allem bei Kindern und Jugendlichen“ liegen, flankiert von Tabak- und Alkoholprävention. Jetzt gelte es, diese Absichtserklärung mit wirkungsvollen Maßnahmen zu unterfüttern, fordert DANK.

Noch in diesem Jahr soll ein Konzept für eine „Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz (…) mit verbindlichen Zielmarken und einem verbindlichen Zeitplan“ erarbeitet werden, heißt es im Koalitionsvertrag.

Weiter wird davon gesprochen, „Transparenz und Information für die Verbraucher durch eine verständliche und vergleichbare Lebensmittelkennzeichnung“ zu gewährleisten, um eine ausgewogene Ernährung zu erleichtern. In diesem Zusammenhang wird auch ein Nährwertkennzeichnungssystem mit „gegebenenfalls“ vereinfachter Visualisierung genannt, wie die entsprechende Formulierung lautet.

Ähnliche Maßnahmen verliefen in der Vergangenheit im Sande

Die Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), Barbara Bitzer, begrüßt diese Ankündigungen: „Sollten diese Absichten konsequent umgesetzt werden, könnten sie den Durchbruch für eine erfolgreiche Präventionspolitik in Deutschland bedeuten.“ Allerdings würden derartige Maßnahmen nicht das erste Mal vorgeschlagen und diskutiert, gibt die DANK-Sprecherin zu bedenken.

Bereits 2015 hatte der Bundestag beschlossen, eine Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz auf den Weg zu bringen. Die vom Landwirtschaftsministerium entwickelte Strategie scheiterte jedoch 2017 im Kabinett am Einspruch des Wirtschaftsministeriums – obwohl in ihr weder verbindliche Zielmarken noch Zeitplan enthalten waren. „Sollte dies der neuen Bundesregierung gelingen, wäre das ein bemerkenswerter Fortschritt“, so Bitzer.

Kommt ein richtiges Ampel-System – oder eine Fake-Ampel der Industrie?

Auch eine visualisierte Nährwertkennzeichnung – etwa nach dem Ampelsystem – wurde bisher von den Bundesregierungen abgelehnt. „Auch in dieser Frage bleibt abzuwarten, welchen Kurs die neue Regierung verfolgt“, erklärt Professor Dr. med. Hans Hauner, Vorsitzender der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS). Denn die Lebensmittelindustrie hat in Antizipation solcher Entwicklungen bereits ein eigenes „Ampelsystem“ entwickelt.

„Dieses sogenannte Ampelsystem ist so trickreich, dass es auch die ungesündesten Produkte gesund aussehen lässt“, kritisiert Hauner. Beispielsweise hätte Nutella, zu fast 90 Prozent aus Zucker und Fett bestehend, nach der Industrieampel keinen einzigen roten Punkt. „Es wird also spannend, ob die Politik wirklich im Interesse des Verbrauchers an mehr Information und Transparenz interessiert ist, oder ob die Industrie eine Fake-Ampel durchsetzen kann“, betont Professor Dr. med. Manfred James Müller, Vertreter der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG).

Gesundheitliche Verbraucherschutz müsse endlich die Oberhand gewinnen

Viel wird nach Einschätzung der DANK davon abhängen, ob der bisherige Dualismus von Gesundheitspolitik auf der einen und Landwirtschaftspolitik als Vertretung der Industrie-Interessen auf der anderen Seite weiter bestehen bleibt – oder ob der gesundheitliche Verbraucherschutz endlich die Oberhand gewinnt. „Letzteres wäre zu wünschen, damit Deutschland in der Präventionspolitik die rote Laterne in Europa abgibt“, hofft Bitzer.

In diesem Zusammenhang appelliert Dr. Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) an die zukünftige Bundesregierung, die Ankündigung, „Maßnahmen zur Tabak- und Alkoholprävention gezielt ergänzen“ zu wollen, konsequent mit nachgewiesenermaßen wirksamen Maßnahmen umzusetzen. „Dazu gehört auch, dringend das überfällige Außenwerbeverbot für Tabakwerbung in Deutschland als letztem EU-Staat durchzusetzen“, betont Mons. „Leider wurde ein entsprechender Passus im Entwurf des Koalitionsvertrages am Ende gestrichen“, bedauert die DKFZ-Expertin.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)

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  • bloodychaos postete ein Update vor 5 Tagen, 3 Stunden

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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