Hervorragendes Jura-Studium wegen Angststörung schmeißen?

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Hervorragendes Jura-Studium wegen Angststörung schmeißen?

Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.

Die Frage:

Mit Interesse habe ich Ihrem Beitrag (Diabetes-Journal 5/2013) entnommen, dass entgegen einer Entscheidung des OVG Münster bei Diabetes eine Verbeamtung grundsätzlich möglich ist. Und dass es ratsam ist, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen.

Ein vergleichbares Problem sehe ich bei einem meiner Patienten, der kurz vor dem Examen sein bis dahin durch hervorragend abgeschlossene Klausuren ausgezeichnetes Jurastudium nicht mehr abschließen will: Nachdem er jetzt wegen einer Angststörung stationär behandelt werden musste, sieht er nämlich keine Chancen mehr, eine später angestrebte Tätigkeit als Beamter oder Richter aufnehmen zu können.

Wäre sinngemäß auch ihm anzuraten, das Studium abzuschließen und sich um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen?

Dr. P., per E-Mail

Oliver Ebert:

Für einen Abbruch des Studiums allein aufgrund des Diabetes besteht selbstverständlich keinerlei Anlass. Auch ist es meines Wissens so, dass eine Verbeamtung mit Diabetes in den meisten Fällen – zumindest bei ausschließlicher Verwendung im Innendienst – eigentlich keine Probleme macht.

Das genannte Urteil zeigt allerdings, dass es auch Ausnahmen geben kann – aus diesem Grund wäre dem Patienten die Feststellung einer Schwerbehinderung schon anzuraten. Die Chancen auf eine Verbeamtung lassen sich dadurch deutlich erhöhen: Zum einen müssen schwerbehinderte (oder gleichgestellte) Beamtenbewerber bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt werden. Zum anderen werden bei Bewertung der künftigen Dienstfähigkeit deutlich weniger strenge Maßstäbe angelegt als bei nichtbehinderten Anwärtern.

Allerdings ist der Schwerbehindertenausweis natürlich keine Garantie für eine Verbeamtung; es kommt auch damit auf die konkrete Eignung und Tauglichkeit für die Stelle an.


Oliver Ebert

Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de

Internet: www.diabetes-und-recht.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (7) Seite 47

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  • bloodychaos postete ein Update vor 1 Monat

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • ole-t1 antwortete vor 4 Wochen

      Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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