Obdachlose Menschen mit Diabetes: Apotheker helfen

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Obdachlose Menschen mit Diabetes: Apotheker helfen | Foto: Tetiana Lazunova - gettyimages
Foto: Tetiana Lazunova - gettyimages
Obdachlose Menschen mit Diabetes: Apotheker helfen

262.600 Menschen in Deutschland waren laut Bundessozialministerium im Jahr 2022 ohne Wohnung, mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren. 38.500 obdachlose Personen leben auf der Straße, 40 Prozent schätzen ihren Gesundheitszustand als weniger gut bis schlecht ein. Darunter sind auch viele Menschen mit Diabetes. „Apotheker ohne Grenzen“ hilft.

Im Interview: Antonie Wagner von „Apotheker ohne Grenzen“

Antonie Wagner ist Apothekerin und Projektkoordinatorin für Deutschland bei „Apotheker ohne Grenzen“. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in München leistet seit der Gründung im Jahr 2000 die Organisation schnelle, flexible pharmazeutische Nothilfe nach Katastrophen und engagiert sich mit seinen über 2.000 ehrenamtlichen Mitgliedern in fünf nationalen Projekten in Deutschland.

Mehr Informationen: www.apotheker-ohne-grenzen.de

Antonie Wagner (Foto: privat)

Spendenkonto:
Apotheker ohne Grenzen e. V.
Deutsche Apotheker- und
Ärztebank
IBAN: DE88 3006 0601 0005 0775 91

Diabetes-Anker (DA): Antonie Wagner, Ihre Organisation „Apotheker ohne Grenzen“ kümmert sich unter anderem um obdachlose Menschen in Deutschland. Was sind hier Ihre Aufgaben, wie und wo helfen Sie konkret und mit wem arbeiten Sie zusammen?

Antonie Wagner: Wir arbeiten vorwiegend mit Ambulanzen zusammen, die sich um Menschen kümmern, die vor allem von der regulären Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Das sind Menschen, die nicht krankenversichert sind, wohnungslose Menschen und eben Menschen, die aus anderen Gründen (z. B. Gewalterfahrungen) von der regulären Versorgung ausgeschlossen sind. Wir haben aktuell vier Projekt-Standorte: Berlin, Mainz, Frankfurt und München.

DA: Einige obdachlose Menschen sind nicht oder nicht adäquat krankenversichert. Welche Medikamente zur Behandlung eines Diabetes (Anti­diabetika) können Sie denn überhaupt zur Verfügung stellen?

Wagner: Genau das ist je nach Projekt-Standort ein bisschen unterschiedlich. In allen Standorten unterstützen wir auf jeden Fall die leitliniengerechte Tabletten-Therapie wie Metformin oder DPP-4-Hemmer oder auch SGLT-2-Hemmer. Benötigt ein Mensch Insulin, so können wir ihn auch mit modernen Insulinen versorgen.

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    Ich hätte eine Frage zum
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