- Soziales und Recht
Menschen mit Diabetes – aber ohne Papiere: Jeder hat ein Recht auf Behandlung
6 Minuten

Bis zu 22.000 Menschen leben in Hamburg ohne Papiere. Sie kommen aus unterschiedlichsten Ländern und arbeiten oft in der Schattenwirtschaft in Hamburg. Aus Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden, gehen sie bei Krankheit nicht zu Ärzten – auch bei Diabetes. Hilfe bietet das Diakonische Werk Hamburg mit dem Projekt „Andocken – Ärztliche und Soziale Hilfe für Menschen ohne Papiere“.
Im Interview: Dr. Michael Trautmann
Dr. Michael Trautmann ist einer der ehrenamtlich tätigen Ärztinnen und Ärzte im sechsköpfigen Team der Praxis „Andocken“ in Hamburg. Die Einrichtung wird getragen von der Diakonie Hamburg und ist eine ärztliche Praxis mit sozialrechtlicher Beratungsstelle für in der Hansestadt lebende Menschen aus Nicht-EU Ländern, die über keine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügen und nicht krankenversichert sind. Hier wird den Menschen eine hausärztliche und gynäkologische Versorgung unter Zusicherung ihrer Anonymität angeboten. Auch Menschen mit Diabetes ohne Aufenthaltspapiere erhalten hier Hilfe und Unterstützung.
Weitere Informationen: www.diakonie-hamburg.de/de/adressen/andocken

Spendenkonto:
Diakonie-Stiftung
MitMenschlichkeit
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE76 2005 0550 1230 1432 55

Diabetes-Anker (DA): Herr Dr. Trautmann, Sie arbeiten in einer Praxis in Hamburg , die sich „Andocken“ nennt. Was ist das für ein Projekt?
Dr. Michael Trautmann: „Andocken“ ist eine Praxis, deren Träger die Diakonie Hamburg ist. „Andocken“ betreut Menschen, die keinen Asylbewerberstatus oder Flüchtlingsstatus haben. Dadurch haben sie auch keine Krankenversicherung und auch keine Möglichkeit, eine Krankenversorgung in Deutschland zu bekommen. In der Einrichtung arbeiten aktuell 15 ehrenamtliche Ärzte, die abwechselnd Sprechstunde anbieten.
DA: Was antworten Sie dann?
Dr. Trautmann: Wir haben in dieser Praxis zusätzlich eine Sozialarbeiterin, die mit den Menschen arbeitet und schaut, ob es für den Einzelnen möglicherweise nicht doch einen Asylgrund gibt. Da sind immer wieder Menschen dabei, die das Asylrecht aus irgendwelchen Gründen nicht beantragt haben. Die Stadt Hamburg hat erfreulicherweise eine Clearingstelle von der Gesundheitsbehörde, wo sie Menschen auch ohne jede staatliche Anerkennung medizinische Hilfe zukommen lässt, vor allen Dingen bei akuten Problemen, sprich, wenn jemand zum Beispiel eine Operation aufgrund eines Sturzes braucht.
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florahdo postete ein Update vor 1 Tag, 5 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
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moira postete ein Update vor 3 Tagen, 18 Stunden
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