- Soziales und Recht
Pflegenotstand gefährdet auch Diabetes-Versorgung
2 Minuten

In Deutschland herrscht Pflegenotstand. Darüber hinaus mangelt es beim Pflegepersonal oftmals an Fachkenntnissen zur Versorgung von Menschen mit Diabetes. Auf diesen Missstand weisen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und weitere Verbände anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai hin.
Der Fachkräftemangel in Altenarbeit und Pflege verschärft sich ambulant und stationär seit Jahren kontinuierlich. Der Deutsche Pflegerat schätzt, dass in diesem Jahr bis zu 500.000 Pflegekräfte fehlen, während die Zahl der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen weiter steigen wird.
In Bezug auf Diabetes mangelt es zudem an diabetologischer Nachqualifikation durch Fort- und Weiterbildung, kritisieren die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Selbsthilfeverband Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Landesverband Nordrhein-Westfalen. Sie fordern gemeinsam ein radikales Umdenken der Politik.
Hohe Zahl an Pflegebedürftigen mit Diabetes
Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit mit Betroffenen in allen Altersklassen. Wobei die Zahl der Seniorinnen und Senioren mit Diabetes deutlich steigt: Gegenwärtig ist jeder zweite Mensch mit Diabetes Typ 2 über 65 Jahre alt, entsprechend hoch ist auch die Zahl Pflegebedürftiger mit der Stoffwechselerkrankung. Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 stehen bei Aufenthalten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen jedoch häufig vor dem Problem, dass Pflegekräfte unzureichend im Umgang mit der Stoffwechselerkrankung geschult sind.
Davon berichtet auch Susanne Thiemann, die mit Diabetes Typ 1 lebt: „Ich habe bei verschiedenen Krankenhausaufenthalten die Erfahrung gemacht, dass das Pflegepersonal die Unterschiede der Diabetes-Typen nicht kennt, kein Fachwissen zu moderner Insulintherapie hat und auch keine Unterstützung einer stationsübergreifenden Diabetesberatungsfachkraft vorhanden ist.“
Norbert Kuster, Vorsitzender des Landesverbandes NRW der DDH-M, erklärt: „Im Jahr 2021 haben wir eine Projektgruppe zu Versorgungsdefiziten in der Pflege gegründet, 2022 ein Positionspapier veröffentlicht und unsere Forderungen an den Gesundheitsminister von NRW, Karl-Josef Laumann und den Gesundheitsausschuss herangetragen.“ Zu den Forderungen zählt unter anderem eine diabetologische Nachqualifikation professionell Pflegender durch Fort- und Weiterbildung und die Schaffung von Anreizsystemen für eine Teilnahme an diesen Qualifikationen.
Umgesetzt wurden die Forderungen noch nicht. En Hindernis liege in unterschiedlichen Zuständigkeiten, erläutert diabetesDE-Geschäftsführerin Nicole Mattig-Fabian: „Pflege ist in der Regel Ländersache. Finanzierungsentscheidungen werden jedoch auf Bundesebene gefällt. Es scheint der politische Wille in letzter Konsequenz zu fehlen, anders ist das Zaudern nicht zu erklären.“
Fort- und Weiterbildungen oft nicht möglich
Seit 2015 bietet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ein Basis-Fortbildungsprogramm (Basisqualifizierung Diabetes Pflege DDG) für Pflegekräfte sowie weiterführende Weiterbildungen zur Diabetes-Pflegefachkraft DDG für die ambulante Langzeitpflege beziehungsweise für die Klinik an. „Leider werden aktuell aufgrund des Pflegefachkraftmangels immer weniger Pflegefachkräfte für Fortbildungen freigestellt“, bedauert Privatdozentin Dr. med. Anke Bahrmann, erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Geriatrie und Pflege“ der DDG.
Ein grundlegendes Interesse daran sei jedoch vorhanden, bekräftigt auch Susanne Thiemann: „Mir ist wiederholt aufgefallen, dass das Pflegepersonal sehr interessiert an meiner Insulintherapie mit Insulinpumpe und Glukosesensor war, Dinge nachgefragt hat und man sich hier Fortbildung auf den neuesten Stand wünscht.“
Die Verbände sind sich einig: Die gesundheitspolitisch Verantwortlichen in Bund und Ländern müssen rasch handeln. Gerade im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform müsse die kompetente Diabetes-Versorgung auf allen Versorgungsebenen im Krankenhaus (Level I-III) sichergestellt werden. Ansonsten sei eine medizinisch vertretbare Versorgung der wachsenden Zahl an Diabetes-Betroffenen unter den Pflegebedürftigen kaum mehr zu gewährleisten.
Tag der Pflege
Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai begangen. Der Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.
mit Materialien von Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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olivers postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 4 Tagen, 16 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
- olivers antwortete vor 2 Tagen, 23 Stunden
Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver - darktear antwortete vor 1 Tag, 1 Stunde
@olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne ProblemeGruß Sandra



