- Technik
Kooperation: schlauchlos loopen?
2 Minuten
Die Hersteller der Patchpumpe Omnipod und des Glukosesensors FreeStyle Libre 2 haben beschlossen, gemeinsam an einem System zur automatischen Insulinabgabe zu arbeiten. Mit dem CGM-Gerätehersteller Dexcom besteht ebenfalls eine Kooperation. Das Ziel in beiden Fällen: ein „Hybrid-Closed-Loop-System“, das ohne Katheter funktioniert. Das wäre neu!
Rund 200 000 Diabetiker weltweit nutzen den Omnipod, eine schlauchlose Insulinpumpe des Unternehmens Insulet, die aufgeklebt wird und von der aus eine Teflon-Kanüle unter die Haut reicht. Alle drei Tage wird dieses Einmalsystem ersetzt, das mit einer Art Fernbedienung („PDM“: „Personal Diabetes Manager“) gesteuert wird.
Aktuell arbeitet Insulet an einer Hybrid-Closed-Loop-Lösung, also an einem System der automatischen Insulinabgabe, das dafür Glukosewerte aus einem Gerät zum kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) nutzt. Mit dem System MiniMed 670G von Medtronic wurde im vergangenen Jahr bereits die erste Lösung dieser Art zugelassen und in die Regelversorgung aufgenommen.
Nun will Insulet nachlegen und die erste Kombination von Insulinpumpe und CGM-Sensor entwickeln, die ohne Schlauch funktioniert. Bei Hybrid-Closed-Loop-Systemen steuert die Pumpe auf Basis der Glukosewerte selbstständig die Insulinzufuhr – nur für Mahlzeiten und große Glukosekorrekturen muss der Bolus meist noch abgegeben werden.
Für viele ein Traum: Pod + Sensor + Smartphone
Bis es das neue System aus der Kooperation tatsächlich geben wird, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Der Fahrplan sieht wie folgt aus: Erstmal steht die nächste Generation des Omnipod-PDM – „Omnipod DASH“ genannt – in Deutschland vor der Tür. Das DASH mit integrierter Bluetooth-Technologie wird den bisherigen PDM ersetzen und in Form eines Smartphones auf den Markt kommen, mit dem man ausschließlich den Pod steuert.
Gleichzeitig wird das DASH der Zwischenschritt hin zum Omnipod Horizon sein, das Anfang 2021 in Amerika auf den Markt kommen soll. Das Horizon-System soll dann in der Lage sein, CGM-Werte zu empfangen und ist folglich die Basis für das geplante System mit Abbott und Dexcom.
Zwei (schlauchlose) Geräte am Körper – der Omnipod und ein CGM-Sensor –, die sich im Optimalfall vom eigenen Smartphone aus steuern lassen und die automatisch miteinander kommunizieren: Das wäre der Traum vieler Nutzer. Aktuell laufen Studien dazu in den USA, wo Insulet seinen Hauptsitz und seine Entwicklungsabteilung hat. Die Pläne klingen vielversprechend und könnten die Zahl der Omnipod-Nutzer nach oben treiben …
„Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Abbott zu erweitern, indem wir auf unserer anwenderorientierten Omnipod-Horizon-Plattform aufbauen, die eine unübertroffene Einfachheit, Präzision und nun auch die Sensor-Option bietet. Das Schlagwort der Interoperabilität wird auch auf dem Gebiet Diabetes immer wichtiger. Unser Ansatz der automatisierten Insulinabgabe wird die Zukunft des Blutzuckermanagements verändern, indem es dem Anwender mehr Wahlmöglichkeiten im Hinblick auf Algorithmen, Sensoren und die gesamte Verwendung bietet. Die Zusammenarbeit mit Abbott unterstreicht unsere gemeinsame Vision: Wir wollen Menschen mit Diabetes dabei unterstützen, ihre Erkrankung mehr in den Hintergrund treten zu lassen, um ein freieres, aktiveres Leben führen zu können.“
von Susanne Löw
Freie Journalistin, Methfesselstr. 65, 20257 Hamburg
Website: www.susanne-loew.com
E-Mail: info@zucker-im-gepaeck.de
| sl@susanne-loew.com
Blog: www.zucker-im-gepaeck.de
Facebook: www.facebook.com/ZuckerImGepaeck
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (5) Seite 12-13
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Tag, 2 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 1 Tag
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!