„Sie müssen abnehmen!“ – Motivation ist entscheidend

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„Sie müssen abnehmen!“ – Motivation ist entscheidend | Foto: Brian Jackson – stock.adobe.com
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„Sie müssen abnehmen!“ – Motivation ist entscheidend

Diesen Rat haben die meisten Menschen mit Typ-2- und teils auch mit Typ-1-Diabetes im Arzt-Gespräch schon mal zu hören bekommen: Sie MÜSSEN abnehmen! Das klingt nach Vorschrift und ist für viele Menschen schwer umzusetzen. Wie die Motivation trotzdem gelingen kann, beschreiben wir hier.

Ein Muss bedeutet stets, dass es mit Verboten, Regeln und Vorschriften verknüpft ist. Dies bereitet vielen Unbehagen. Hinzu kommt, dass Abnehmen für viele Betroffene ein Buch mit sieben Siegeln ist. Wie lässt sich das anfangen? Wie durchhalten und was ist danach?

Alles steht und fällt mit der Motivation. Bei der intrinsischen Form geht es darum, in Einklang beim Wollen und Müssen zu kommen. Im Hinblick aufs Abnehmen wäre es der Moment, in dem es im Kopf klick macht und der Schalter Richtung „ich will abnehmen“ umgestellt ist. Dann ist die Motivation groß und die Bereitschaft gegeben, etwas zu verändern. Dieser zentrale Moment kann schnell verglühen – oder länger bleiben. Und das ist es, was wichtig ist.

Motivation fürs Abnehmen: Wie sich der Klick im Kopf erhalten lässt

Vieles geht über Gewohnheit. Wer es schafft, bestimmte Gewohnheiten rund vier bis sechs Wochen beizubehalten, hat gute Chancen, dass sie sich manifestieren. Vergleichbar ist das mit Spitzensport. Hier ist die Grundfitness vorhanden, doch im Wettkampf kommt es zudem sehr stark auf die mentale Einstellung an. Und das funktioniert nur, wenn diese immer wieder überprüft und gestärkt wird.

Deshalb ist es auch beim Projekt Abnehmen wichtig, dies jeden Tag zu tun. Wer hier von Tag zu Tag denkt, positive als auch negative Erlebnisse akzeptiert, stärkt seine innere Balance. Ein wirksames Werkzeug kann Aufschreiben sein, z.B. mit Hilfe eines Ernährungs-Tagebuchs. Im Internet gibt es unter dem Suchwort „Vorlage Ernährungstagebuch“ kostenlose Vordrucke. Wer mag, kann es auch digital führen oder mit Smileys.

Ebenso motivierend kann es sein, eine Lieblingsspeise jede Woche bewusst einzuplanen. Auch Bewegung hilft, die innere Motivation am Laufen zu halten. Es sind einfach die täglichen, kleinen Dinge, die enorm unterstützen.

Bei dieser Form der Motivation kann ein Lob für den gesünderen Lebensstil oder ein paar verlorene Pfunde helfen, am Ball zu bleiben. Oder auch, dass es im medizinischen Gespräch nicht nur ums Abnehmen geht, weil es endlich gut läuft. Es lohnt sich, innezuhalten und sich zu stärken, damit Abnehmen funktioniert.

Rubrik „ÜBER Gewicht“

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.


von Kirsten Metternich von Wolff

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (3) Seite 20

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  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • crismo antwortete vor 1 Woche

      @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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