- Psyche
„Sie müssen abnehmen!“ – Motivation ist entscheidend
2 Minuten

Diesen Rat haben die meisten Menschen mit Typ-2- und teils auch mit Typ-1-Diabetes im Arzt-Gespräch schon mal zu hören bekommen: Sie MÜSSEN abnehmen! Das klingt nach Vorschrift und ist für viele Menschen schwer umzusetzen. Wie die Motivation trotzdem gelingen kann, beschreiben wir hier.
Ein Muss bedeutet stets, dass es mit Verboten, Regeln und Vorschriften verknüpft ist. Dies bereitet vielen Unbehagen. Hinzu kommt, dass Abnehmen für viele Betroffene ein Buch mit sieben Siegeln ist. Wie lässt sich das anfangen? Wie durchhalten und was ist danach?
Alles steht und fällt mit der Motivation. Bei der intrinsischen Form geht es darum, in Einklang beim Wollen und Müssen zu kommen. Im Hinblick aufs Abnehmen wäre es der Moment, in dem es im Kopf klick macht und der Schalter Richtung „ich will abnehmen“ umgestellt ist. Dann ist die Motivation groß und die Bereitschaft gegeben, etwas zu verändern. Dieser zentrale Moment kann schnell verglühen – oder länger bleiben. Und das ist es, was wichtig ist.
Motivation fürs Abnehmen: Wie sich der Klick im Kopf erhalten lässt
Vieles geht über Gewohnheit. Wer es schafft, bestimmte Gewohnheiten rund vier bis sechs Wochen beizubehalten, hat gute Chancen, dass sie sich manifestieren. Vergleichbar ist das mit Spitzensport. Hier ist die Grundfitness vorhanden, doch im Wettkampf kommt es zudem sehr stark auf die mentale Einstellung an. Und das funktioniert nur, wenn diese immer wieder überprüft und gestärkt wird.
Deshalb ist es auch beim Projekt Abnehmen wichtig, dies jeden Tag zu tun. Wer hier von Tag zu Tag denkt, positive als auch negative Erlebnisse akzeptiert, stärkt seine innere Balance. Ein wirksames Werkzeug kann Aufschreiben sein, z.B. mit Hilfe eines Ernährungs-Tagebuchs. Im Internet gibt es unter dem Suchwort „Vorlage Ernährungstagebuch“ kostenlose Vordrucke. Wer mag, kann es auch digital führen oder mit Smileys.
Ebenso motivierend kann es sein, eine Lieblingsspeise jede Woche bewusst einzuplanen. Auch Bewegung hilft, die innere Motivation am Laufen zu halten. Es sind einfach die täglichen, kleinen Dinge, die enorm unterstützen.
Bei dieser Form der Motivation kann ein Lob für den gesünderen Lebensstil oder ein paar verlorene Pfunde helfen, am Ball zu bleiben. Oder auch, dass es im medizinischen Gespräch nicht nur ums Abnehmen geht, weil es endlich gut läuft. Es lohnt sich, innezuhalten und sich zu stärken, damit Abnehmen funktioniert.
Rubrik ÜBER Gewicht
Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.
von Kirsten Metternich von Wolff
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (3) Seite 20
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 11 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Tagen, 7 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
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