2. Aktion 2026 thematisiert „Stigmatisierung“: Kein Platz für Vorurteile – mehr Verständnis für Diabetes!

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2. Aktion 2026 thematisiert „Stigmatisierung“: Kein Platz für Vorurteile – mehr Verständnis für Diabetes! | Foto: Studio Nova – stock.adobe.com
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2. Aktion 2026 thematisiert „Stigmatisierung“: Kein Platz für Vorurteile – mehr Verständnis für Diabetes!

Die 2. Aktion der Social-Media-Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch unter dem Motto „Kein Platz für Vorurteile – mehr Verständnis für Diabetes!“ ging Ende Juni an den Start.

Viele Menschen mit Diabetes kennen das – typische Alltags-Situationen, in denen Vorurteile, ungefragte Kommentare oder falsche Annahmen über Diabetes entstehen. Das ständige Gefühl, sich erklären zu müssen, ist eine fast tägliche Herausforderung, denn es gibt gegenüber Menschen mit Diabetes sehr verbreitete Stigmata.

In einem Video verbanden die beiden Protagonistinnen Conny (@zuckerschockconny) und Caro (@sweet.caromell.type2) persönliche Erfahrungen der Stigmatisierung mit einer klaren Haltung: Diabetes definiert Menschen nicht und Stigma sollte keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Gleichzeitig stärkten die Protagonistinnen die Community, indem sie zeigten, dass niemand mit diesen Erfahrungen allein ist. Das Video der Aktion ist zu sehen auf www.diabetes-stimme.de/sageslaut sowie in den sozialen Medien.

Fragen können verletzen

„Menschen mit Diabetes erleben immer wieder ungefragte Kommentare, falsche Annahmen und Bewertungen durch ihr Umfeld: ‚Darfst du das überhaupt essen?‘ oder ‚Hast du das nicht selbst verursacht?‘ Solche Fragen verletzen, verunsichern und führen dazu, dass Menschen mit Diabetes sich immer wieder erklären oder rechtfertigen müssen. Wir wollten diese Vorurteile sichtbar machen und Verständnis statt Bewertungen stärken“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Wir kämpfen für mehr Verständnis, mehr Respekt und weniger Stigma.“

Sich ständig erklären müssen

Conny (Typ-1-Diabetes) erklärt: „Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Eine dauerhafte gesundheitliche Herausforderung. Stigma entsteht durch das, was andere daraus machen: Vorurteile. Bewertungen. Ich höre oft Sätze wie: ‚Du siehst gar nicht krank aus‘ oder ‚Ich könnte mich ja nicht täglich spritzen‘. Für andere mögen das kleine, beiläufige Aussagen sein, doch ich nehme sie stärker wahr. Das Gefühl, sich ständig erklären zu müssen, prägt meinen Alltag.“

„Diabetes definiert mich nicht“

Caro (Typ-2-Diabetes) führt aus: „Andere glauben, dass sie genug wüssten, um über mich zu urteilen: über mein Essverhalten. Über meine Bewegung, meinen Körper, mein Leben. Das ist Stigmatisierung. Diabetes definiert mich nicht. Nicht meine Möglichkeiten. Nicht meine Träume. Und ganz sicher nicht meinen persönlichen Wert. Wir brauchen Menschen, die sagen: Ich verstehe. Du musst nichts erklären.“

Die #SagEsLaut-Kampagne 2026 wird umgesetzt mit freundlicher Unterstützung von den Unternehmen Abbott, Boehringer Ingelheim, Lilly, Roche und Sanofi.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 75

➤ zur Beitragsübersicht von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂