In zwei beeindruckenden Gruppentreffen der Nürnberger Typ-2-Diabetiker und der Typ 1 Mittelfranken sprach Cornelia Sichermann von der Deutschen Sepsis-Hilfe aus eigener Erfahrung über das Thema Sepsis (Blutvergiftung).
Sie schilderte sehr persönlich ihren eigenen Krankheitsverlauf. Dabei wurde deutlich, wie schnell sich eine zunächst harmlose Infektion zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickeln kann. Im weiteren Verlauf erklärte die Referentin, was bei einer Sepsis im Körper geschieht. Sie betonte, dass es sich um eine akute Notfallsituation handelt, bei der jede Stunde zählt.
Ein Schwerpunkt des Abends lag auf den besonderen Risiken für Menschen mit Diabetes. Durch ein möglicherweise erhöhtes Infektionsrisiko und eine verzögerte Wundheilung können sich Entzündungen schneller ausbreiten. Gerade kleine Verletzungen sollten daher ernst genommen werden.

Zu den typischen Warnzeichen einer beginnenden Sepsis zählen Fieber oder ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur, schneller Puls und beschleunigte Atmung, Verwirrtheit oder Benommenheit und eine plötzlich starke Verschlechterung des Allgemeinzustands. Entscheidend ist dabei die Kombination einer Infektion und einer raschen Verschlechterung. Ihr eindringlicher Rat lautete, im Zweifel frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.
Abschließend gab sie praktische Tipps zur Vorbeugung. Dazu gehören normnahe und stabile Blutzuckerwerte, sorgfältige Wundpflege, regelmäßige Kontrolle der Füße, Hygiene-Maßnahmen sowie das rechtzeitige Behandeln von Infektionen. Auch empfohlene Impfungen spielen eine wichtige Rolle. Der Abend zeigte eindrucksvoll: Aufklärung und Aufmerksamkeit können entscheidend dazu beitragen, eine Sepsis früh zu erkennen und Leben zu retten.
Weiterführende Infos zu Sepsis
- Sepsis-Fragebogen: sepsischeck.de
- Flyer und Broschüren: deutschland-erkennt-sepsis.de
- Patientenflyer auf unserer Homepage, für Mitglieder auch anforderbar im Büro München, Tel. 0 89/22 73 41
Sepsis-Vortrag in der Nürnberger Typ-2-Gruppe …
… und in der Typ-1-SHG Mittelfranken.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 62





