Typ-F-Gemeinschaft: Eltern-Kind-Treff 2025 – neue Gesichter, alte Sorgen

3 Minuten

Typ-F-Gemeinschaft: Eltern-Kind-Treff 2025 – neue Gesichter, alte Sorgen | Foto: DNI
Foto: DNI
Typ-F-Gemeinschaft: Eltern-Kind-Treff 2025 – neue Gesichter, alte Sorgen

Beim Eltern-Kind-Treff 2025 der Typ-F-Gemeinschaft in Bad Harzburg trafen Information, Austausch und Spiel aufeinander. Trotz neuer Gesichter bleiben alte Sorgen wie Kita-Begleitung und Pflegegrad drängende Themen.

Gute Stimmung am Wahlsonntag: Im „Känguroom“ wurde wieder ausgiebig gespielt und getobt. Aber auch die Sorgen blieben leider nicht zu Hause. Ob Pflegegrad, Grad der Behinderung oder Begleitung in Kita und Grundschule: Eltern von Kindern mit Diabetes stehen leider noch viel zu oft im Regen.

Unser landesweiter Eltern-Kind-Treff im Känguroom Bad Harzburg stieß auch in diesem Jahr wieder auf reges Interesse. Mit rund 120 Teilnehmern brach das Traditionstreffen erneut den letztjährigen Teilnehmer-Rekord. So konnte dann auch unsere stellvertretende Landesvorsitzende Anke Buschmann in ihrer Eröffnungsrede ihre Freude über den steigenden Zuspruch für unsere Arbeit kaum verhehlen.

Freie Fahrt für Kinder mit Diabetes! Die Gespräche mit den Eltern zeigten, dass dies leider noch ein Traum ist. | Foto: DNI
Schnappschuss fürs Familienalbum auf der Trampolin-Wiese. Auch die Großen ließen sich den Spaß nicht nehmen. | Foto: DNI

Neue Mitgliedschaften

Neben Ständen vier namhafter Hilfsmittel-Hersteller (Dexcom, VitalAire, Insulet und Ypsomed) wuchs der für die Eltern bereitgestellte Markt der Möglichkeiten mit einem Stand von Diashop ebenfalls um ein weiteres Informationsangebot, während im Empfangsbereich Kathrin Hellemann und ihre Mitstreiter engagiert über die Typ-F-Selbsthilfegruppe Südost-Niedersachsen informierten und erfolgreich für Mitgliedschaften warben.

Der hohe Bedarf an fundierter Beratung auf den Feldern Pflegegrad, Kita-/Schulbegleitung und Grad der Behinderung war auch in diesem Jahr deutlich spürbar. Ungewöhnlich viele zum ersten Mal teilnehmende Eltern, bei deren Kindern der Diabetes neu diagnostiziert war, suchten unseren Rat. Es erhärtete sich der Eindruck, dass die Sorgen von Typ-F-Familien nicht kleiner werden. Besonders der Bereich Kita- und Schulbegleitung sorgt weiter für Bauchschmerzen und schlaflose Nächte.

Der erweiterte Markt der Möglichkeiten wurde auch in diesem Jahr ausgiebig genutzt, um sich umfassend zu informieren. | Foto: DNI
Direkt Mitglied werden konnte man am Stand der Typ-F-Selbsthilfegruppe Südost-Niedersachsen. | Foto: DNI

Die Mischung macht’s

Die Kinder ließen sich von den Sorgen der Eltern den Spaß nicht verderben und feierten die unzähligen Spielmöglichkeiten im Känguroom ausgelassen ab. Auch das ein oder andere Elternteil ließ es sich da nicht nehmen, einfach einmal loszulassen und sich ebenfalls auf der Trampolin-Wiese oder bei einem ausgiebigen Bälle-Bad zu vergnügen. Diese Mischung macht unsere Typ-F-Arbeit aus: Austausch, Information und natürlich eine gehörige Portion Spaß.

Mehr zur Typ-F-Gemeinschaft gibt’s auf der Website von Diabetiker Niedersachsen.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (4) Seite 78-79

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Terminvergabe beim Arzt: Ungleichbehandlung gesetzlich Versicherter endlich Thema
Gesetzlich Versicherte warten oft wochenlang auf Facharzttermine, während Privatversicherte direkt drankommen. Dass die Politik diese Ungleichheit endlich angeht, ist zu begrüßen.
Illustration eines Skeletts, das in einem mit Spinnweben bedeckten Sessel einen Telefonhörer hält. Daneben hängen Kalenderblätter, auf seinem Schoß liegt eine Überweisung.

4 Minuten

Rotstift im Gesundheitssystem: Wer heute spart, zahlt morgen die Rechnung
Die Bundesregierung will die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) finanziell stabilisieren. Dafür steigen Zuzahlungen, Ausgaben werden gedeckelt und Leistungen stärker gesteuert. Für Menschen mit Diabetes bedeutet die Reform vor allem eins: mehr Belastungen und weniger Spielraum bei der Versorgung.
Illustration: Zwei Männer in Anzügen streichen mit roten Stiften Leistungen aus Unterlagen. Auf einem Plakat dahinter zeigt ein roter Pfeil unter der Überschrift „Medizinische Leistungen“ nach unten.

6 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • kety22 postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 2 Tagen

    Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …

  • florahdo postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂