- Aus der Community
Die Angst vor Unterzuckerungen
3 Minuten

„Es ist nichts zu fürchten als die Angst“ Ludwig Börne
Schwitzige Hände, Zittern am ganzen Körper, eine taube Zunge, blasses Gesicht, unkonzentrierter Blick, Verwirrung, Stimmungsschwankungen und nicht zuletzt extreme Heißhungerattacken. Mindestens eins dieser Symptome kennt mit Sicherheit jeder von uns: die Unterzuckerung. Und die ist alles andere als angenehm. Unkontrolliert alles in sich hineinstopfen, einfach so lange essen, bis man sich nicht mehr so schwach fühlt, dass kennen wohl die meisten.
Wahnartig den Blutzucker kontrollieren
Aber manchmal kann uns die Unterzuckerung solch eine Angst machen, dass sie ein Eigenleben entwickelt. Die Angst vor Unterzuckerungen ist nicht selten. Vielen Diabetikern graut es schon so sehr vor den Symptomen einer Unterzuckerung, dass sie diese um jeden Preis verhindern wollen. Das Resultat ist dann meist ein schlechtes HbA1c, weil die Werte absichtlich zu hoch gehalten werden. Oder der Blutzucker wird wahnartig kontrolliert, bald jede 20 Minuten. Das Messgerät wird kaum aus der Hand genommen und immer und überall ist mehr als genug Essen dabei.
Wichtig ist, die Angst zu erkennen
Es kann sogar so weit gehen, dass man sich nicht mehr ohne Begleitung aus dem Hause traut oder gar nicht mehr hinausgeht. Ja, sogar Panikattacken können vorkommen. Als sei der Diabetes nicht schon genug, können solche Ängste, sei es vor Unterzuckerungen, Folgeerkrankungen oder anderen Dingen, unser Leben noch ein ganzes Stück weiter einschränken. Wichtig ist dann, dass man seine Angst erkennt und handelt. Sich im besten Falle Hilfe holt.
Habt ihr das Gefühl, dass euch etwas enorm überfordert oder eine Dynamik entwickelt, die ihr nicht mehr kontrollieren könnt, muss man eingreifen. Ich selbst habe die letzen Wochen einiges durchlebt. Nachdem ich zwei schwere Unterzuckerungen hatte, hatte ich plötzlich solche Angst, dass es wieder passiert, dass ich mich nicht mehr hinaus traute.
Ich traute mich nicht mehr aus dem Haus
Ich traute mich nicht mehr aus dem Haus und kontrollierte meinen Blutzucker um die 70 Mal am Tag. Schon bei den kleinsten Anzeichen einer Unterzuckerung fühlte es sich so an, als würde mir jemand die Kehle zudrücken. Mir wurde heiß und schwindelig und meine Gedanken überschlugen sich. In solchen Situation ist es wichtig, dass man über seine Ängste redet. Sei es erst mal mit dem Partner oder gleich dem Diabetologen oder sogar einem Therapeuten.
Fühler wieder ausgestreckt
Ich sprach gleich mit allen darüber und setzte mir von Anfang an kleine Ziele. Meine Angst war neu und gerade das machte mir noch mehr Angst. Aber mir war gleich bewusst, dass ich verhindern muss, dass diese Angst überhandnimmt. Nachdem ich mich eine Woche komplett in mein Schneckenhaus zurückgezogen hatte, fing ich an, meine Fühler auszustrecken. Ich nahm mir kleine Wege draußen vor. Erst mit meinem Partner, dann alleine. Jeden Tag ein Stückchen weiter. Ich machte Sport in der Wohnung und akzeptierte mein Messverhalten, denn ich fühlte mich gut, wenn ich meinen Blutzucker im Blick hatte.
Alle halfen mir
Ich redete mit einem Therapeuten und meiner Diabetologin, die sofort mit mir nach besseren Therapiemöglichkeiten suchte. Bei einer Unterzuckerung setzte sich mein Partner neben mich, nahm mich in den Arm und atmete mit mir zusammen. Nach nur ein paar Wochen konnte ich wieder alleine alle Wege in der Stadt erledigen, Auto fahren und eine Unterzuckerung alleine bekämpfen. Zwar ist da immer noch ein mulmiges Gefühl, wenn sich eine Unterzuckerung nähert, aber es ist okay.
Behaltet die Oberhand
Man darf der Angst erst gar keinen Raum geben zu wachsen. In den letzten 17 Jahren Diabetes hatte ich nie Angst vor Unterzuckerungen, aber als ich nun sah, wie schnell sich so etwas entwickeln kann, schockierte es mich sehr und machte mir wiederum mehr Angst. Eine Angstspirale. Erst ist es nur die Angst vor Unterzuckerungen, irgendwann ist es dann die Angst vor der Angst, und die Auswirkungen werden immer schlimmer. Man steigert sich hinein. Deswegen ist mein Rat an euch: Sobald ihr merkt, dass irgendwas zu groß für euch ist, greift ein. Behaltet die Oberhand und gebt der Angst keine Chance.
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olivers postete ein Update vor 2 Tagen, 12 Stunden
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 4 Tagen, 5 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra





Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver
@olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne Probleme
Gruß Sandra