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Drei schnelle und einfache Ideen, seine eigenen Müsli Riegel herzustellen
5 Minuten
Habt ihr euch nicht auch schon einmal gefragt, was denn eigentlich alles in so einem Müsli Riegel drin steckt? Oft gelten Müsli Riegel ja als die „gesündere“ Variante zum Schokoriegel, doch nur, weil man oft dieses Gerücht hört, muss das ja noch lange nicht so sein.
Ich habe mich informiert und Spannendes herausgefunden:
„Müsliriegel rein – glücklich sein“
Ein guter Müsli Riegel kann vieles, zum Beispiel eine Hypo (im besten Falle) beim Sport vermeiden. Ganz nach dem Motto „Müsliriegel rein – glücklich sein“. Das, was wie ein neuer Werbeslogan klingt, ist in Wirklichkeit gar nicht so toll. Natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen, denn Ausnahmen bestätigen die Regel, doch auch in einem Müsli Riegel steckt oft Zucker und leider nicht nur Müsli.
Doch fangen wir ganz vorne an… Ich mache neuerdings vermehrt Sport und ein Müsli Riegel, nach der Arbeit – vor dem Sport, hilft mir meist gut, mein Sportprogramm zu absolvieren. Aber wieso ist das grundsätzlich so? Wie der Produktname schon verrät, steckt in einem Müsli Riegel „Müsli“, so ganz grob gesagt. Unter Müsli verstehen wir jetzt einmal Haferflocken, Cornflakes, getrocknete Früchte… Haferflocken sind ja bekannt für ihre langanhaltende Blutzucker-freundliche Wirkung, Trockenfrüchte gehen ratzfatz ins Blut (also der Zucker aus den Früchten, nicht das Obst an sich ;-)) und Cornflakes, ja, Cornflakes sind eben Cornflakes und liefern den perfekten Biss und die Crunchigkeit. So weit, so gut. Doch dabei bleibt es nicht. Wenn ein Müsli Riegel ausschließlich aus diesen Zutaten bestehen würde, dann wäre das gar nicht mal so schlecht.
Tun sie nur leider nicht. In vielen Müsli Riegeln ist ebenfalls Zucker enthalten, damit auch die Haferflocken jedem schmecken, Stärke (damit das gute Stück so schön zusammenklebt) und Schokolade oder anderer Sirup/Überzug oder ähnliche Substanzen.
Als ich das las, war mir zwar nicht direkt der Appetit vergangen, dennoch wollte ich testen, ob es nicht auch „gesünder“ geht und man ein gleichwertiges Ergebnis erreichen kann (wenn nicht sogar ein besseres), wenn ich meinen Müsli Riegel selbst herstellen würde. Also suchte ich mir sämtliche Zutaten zusammen, die in meinen Müsli Riegeln enthalten sein sollten, und schon begann der „Herstellungs-Prozess“.

„Je weniger verarbeitet – desto besser“
In so einen Müsli Riegel kann man wirklich sehr viele Zutaten packen, es sind keine Grenzen gesetzt und es gibt tatsächlich unzählige Auswahlmöglichkeiten. Ich entschied mich als Basis für Haferflocken, allerdings die großen, groben, platten Haferflocken und nicht die „zarten“ Haferflocken. Denn ein kluger Spruch besagt: „Je weniger verarbeitet, desto besser.“
Haferflocken finde ich im Allgemeinen sehr gut, besonders, um meinen Blutzucker über lange Zeit stabil zu halten, und sie sind natürlich auch sehr sättigend und vielseitig einsetzbar. Sei es im Müsli, als Flocken, als Porridge aufgekocht oder z.B. in einem Riegel oder Keks.
Eurer Auswahl sind bei der Herstellung von Müsli Riegeln keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt zum Beispiel Zutaten wie Nüsse (Mandeln, Walnüsse, Pekannüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Cashewnüsse, Macadamianüsse…) oder Trockenfrüchte (Rosinen, Feigen, Aprikosen, Cranberrys) und verschiedene „Toppings“ wie Kokosflocken, gepuffter Amaranth oder Quinoa, kleine Reiswaffel Stückchen oder Schokoladen Tropfen verwenden.
Zusätzlich noch eine kleine Prise Salz, denn jeder Hobbykoch und Bäcker weiß, das ist gut für den Geschmack.
Ich entschied mich als Süßungsmittel für Honig und Agavendicksaft, denn auf Zucker wollte ich verzichten. Und Honig ist ja auch schon süß genug. Zudem verwendete ich Kokosöl als „Stabilisator“, um letztendlich meinen Müsli Riegel fest und stabil zu bekommen. Man kann auch andere geschmacksneutrale Öle verwenden, jedoch fand ich Kokosöl durchaus eine gute Option (gesund und geschmacksneutral zugleich).

Zubereitung und Fazit
Meine Müsli Riegel bestehen zu 75% aus festen Zutaten (Haferflocken, Mandelsplittern…) und zu 25% aus flüssigen Zutaten (Kokosöl, Honig, Agavendicksaft…).
Mit diesem Mengenverhältnis habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, es hat immer funktioniert und ich kann es jedem empfehlen, der gerne an seiner eigenen Müsli Riegel Herstellung experimentiert, sich an diesem Mengenverhältnis zu orientieren.
Müsli Riegel Nr.1: „Mr. Schoko-Mandel Crunch“

Zutaten:
- 3 gehäufte EL kernige Haferflocken (30g)
- 2 gehäufte EL Schoko Haferpops/Cornflakes (15g)
- 1 gehäufter EL gehackte Mandeln (15g)
- 1 Prise Salz
Müsli Riegel Nr.2: „Mrs. Kokos-Nuss“

Zutaten:
- 3 gehäufte EL Müsli Fertig Mischung (50g)
- 1 gehäufter EL zerkleinerte Walnüsse (15g)
- 2 EL Kokosflocken (20g)
- 1 Prise Salz
Müsli Riegel Nr.3: „Vanilla-Mandel-Kokos Explosion“

Zutaten:
- 2 gehäufte EL kernige Haferflocken (30g)
- 2 EL gemahlene Mandeln (30g)
- 1 EL Mandel Splitter
- ½ TL Vanille Zucker
- 1 EL Kokosflocken
- 4x Tropfen Butter Vanille Aroma
- Prise Salz
Flüssige Zutaten (Gesamtmenge) für die Zubereitung von den drei Riegeln:
- 3 EL Kokosöl (oder ein geschmacksneutrales Öl deiner Wahl)
- 4 EL Honig (davon habe ich 3 EL festen Honig genommen und 1 EL flüssigen Honig)
Zusätzliche Utensilien:
- Backform/Auflaufform
- Backpapier
Zubereitungszeit: 30 Minuten, Kühlung ca. 3 Stunden
Zubereitung:
- Die festen Zutaten, für die jeweiligen Müsli Riegel, abwiegen/abmessen und in separate Schalen füllen.
- Den Honig und das Kokosöl in einem kleinen Topf erhitzen, NICHT KOCHEN! Die Zutaten sollen sich lediglich miteinander verbinden und warm werden.
- Das Honig-Kokosöl Gemisch gleichmäßig auf die bereitgestellten Müsli Riegel Mischungen verteilen.
- Jede Müsli Riegel Mischung mit dem Honig-Kokosöl Gemisch vermengen.
- Die Mischungen separat in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform/Kuchenform geben und bei Bedarf leicht andrücken.
- Für mindestens drei Stunden kühl stellen, sodass die Honig-Kokosöl Mischung vollständig auskühlen und fest werden kann, damit aus der Mischung ein „echter“, fester Müsli Riegel wird. (NICHT GEFRIEREN!)
- Die Müsli Riegel aus der Form lösen und in einem luftdichten Gefäß, am besten im Kühlschrank, aufbewahren (so bleiben die Riegel auch weiterhin schön fest). Ihr könnt sie natürlich auch direkt snacken.

Die Müsliriegel waren bei mir auch nach einer Woche im Kühlschrank noch sehr lecker und haben nichts von ihrer Qualität eingebüßt.
Fazit: Ich kann nur sagen, wer Müsli Riegel mag und sich auch gerne einmal bei der Herstellung und Gestaltung seines eigenen Müsli Riegels versuchen möchte, sollte dies unbedingt mal ausprobieren. Es ist einfach, man kann kreativ sein, man weiß genau, was drin steckt, und vor allen Dingen → es schmeckt.
Zusätzlich könnt ihr eure selbst hergestellten Müsli Riegel auch als „Crunch“ über euren Cornflakes/Joghurt/Müsli verwenden, indem ihr die Müsli Riegel in kleinere Stücke bröselt oder brecht und dann einfach über der Speise eurer Wahl verteilt. Der Wahnsinn – meiner Meinung nach, denn die knusprigen „Müsli Riegel Brocken“ werten euer Müsli noch einmal komplett auf und es schmeckt einfach sehr lecker.
Ich werde in Zukunft meine Müsliriegel selbst herstellen, denn es hat mir großen Spaß gemacht, so kreativ zu sein und einen Müsliriegel nach meinen persönlichen Wünschen zu kreieren. Außerdem weiß ich so ganz genau, was alles in meinen Müsli Riegeln steckt und wie sie sich auf meinen Blutzucker auswirken. So kann ich z.B. auch meine persönlichen „Power Müsli Riegel“ herstellen, die meinen Blutzucker und mich vor einer sportlichen Aktivität unterstützen sollen, sodass ich auch hoffentlich keine Hypo bekomme. 😉

Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, deine eigenen Müsli Riegel herzustellen, oder du ganz tolle Müsli Riegel Rezepte mit der Community teilen möchtest, dann kannst du das gerne in einem Kommentar hier unter diesem Beitrag tun.
Ich freue mich, von dir zu lesen, und auf deine Ideen!
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 19 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….