Das Auge im Blick (Teil 1) – Kontrolluntersuchungen sind das A und O

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Das Auge im Blick (Teil 1) – Kontrolluntersuchungen sind das A und O

Den Diabetes stets im Blick! – Diese Aufforderung hört man als Diabetiker sehr oft. Einmal im Jahr wandere ich zu meinem Augenarzt und lasse mich durchchecken. Trotz 20 Jahren im Diabetikerclub habe ich keine Folgeerkrankungen oder Veränderungen. Leider geht es nicht allen in meiner Familie so. Ich musste vor kurzem meine Mutter, Typ 1 LADA, zu einer Laser-Operation begleiten. Als ich mich im Vorfeld informierte, stellte ich fest, dass ich doch einige Wissenslücken hatte, wie unser Auge funktioniert und weshalb wir als Diabetiker einen genaueren Blick darauf werfen müssen.

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Warum dreht sich alles um das Auge?

Wird irgendwo das Thema Diabetes erwähnt, landet man auch schnell bei den Augen und dazugehörigen Horrorgeschichten. Letztere sollte jeder ignorieren, da sie nur Panik machen und meist noch dramatischer dargestellt werden, als sie waren.

Was man jedoch nicht mit Ignoranz strafen sollte, ist die besondere Vorsicht, die bei einem Diabetes – egal welcher Typ – gegeben ist. Die Augen sind ein komplexes Sinnesorgan, in welchem sich sehr kleine Blutgefäße, empfindliche Rezeptoren und unzählige Nerven treffen. Dieses feine System ist eine ideale Angriffsfläche für den Zucker, der dort einige Erkrankungen begünstigen, beschleunigen oder gar auslösen kann.

Wie funktioniert das Auge?

Das Auge besteht aus einem Glaskörper, in den das Licht durch die Pupille einfallen kann und so zur Netzhaut (Retina) gelangt. Die Netzhaut ist ein kleines Wunderwerk mit unzähligen Nervenzellen und Rezeptoren, die uns ermöglichen, die Welt zu sehen.

Die Zapfen, die sich vor allem im Zentrum der Netzhaut finden und uns Farben erkennen lassen, schlagen mit etwa 7 Millionen zu Buche. Die Stäbchen, die mehr am Rande liegen und Hell-Dunkel-Unterschiede erkennen, kommen auf etwa 130 Millionen pro Auge. Diese Zapfen und Stäbchen „übersetzen“ dann das gesehene Bild für die Schalt- und Nervenzellen, damit diese alles an das Gehirn weiterschicken können.

Kann man sich vorstellen, dass so viele Rezeptoren am Sehen beteiligt sind und sich auf so kleinem Raum befinden? Man kann mit diesem Wissen aber besser nachvollziehen, warum die Augen eine besondere Angriffsfläche für Folgeerkrankungen bieten.

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Panik vor Folgeerkrankungen versus gesunde (Für-)Sorge

Es gibt Tage, an denen der Blutzucker einfach macht, was er will. Unerklärlich klettert der Wert auf über 250 mg/dl (13,9 mmol/l) oder höher. Man bekommt langsam Angst und fragt sich nicht nur, was gerade schief läuft, sondern hat sofort das kleine unverschämte Männchen auf der Schulter sitzen, das einem das Wort „Folgeerkrankungen“ immer in das Ohr flüstert.

Ganz ignorieren sollte man diese Stimme nicht, aber man sollte dem Männchen ganz klar sagen, dass es mal keine Panik machen soll, wenn ein Tag schlecht ist. Das Gesamtbild ist entscheidend. Kontinuierlich schlechte Werte begünstigen nicht nur am Auge Folgeerkrankungen und sorgen dafür, dass auch andere Erkrankungen schneller verlaufen können. Zudem gibt es noch weitere Faktoren, denn die Augen werden generell mit zunehmenden Alter oft etwas schlechter, was eine Mischung aus Verschleiß und genetischer Veranlagung ist. Wer aber regelmäßig einen Blick auf seine Werte hat und im Durchschnitt gut eingestellt ist, der verringert sein Risiko. Man muss sich um sich kümmern, ohne in Panik zu verfallen.

Kontrolluntersuchungen – Vorsicht statt Nachsicht

Jeder Diabetiker sollte mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Dort werden neben der Sehstärke auch der Augeninnendruck und die Netzhaut kontrolliert. All diese Informationen werden vom Arzt dokumentiert, damit eventuelle Veränderungen erkannt werden können. Für die Netzhautuntersuchung ist es ein gängiges Verfahren, dass man Augentropfen bekommt, die die Pupille erweitern. So hat der Augenarzt die Möglichkeit, einen besseren Blick auf die Retina (Netzhaut) zu bekommen.

Der Augenarzt entscheidet auch, ob man nur einmal im Jahr vorbeischauen muss oder vielleicht mehrere Untersuchungen nötig sind. Man kann es nicht verhindern, dass die Augen schlechter werden – egal, ob nun der Diabetes oder das Alter schuld sind. Wichtig ist, dass man regelmäßig zum Arzt geht, damit dieser schnell mit der Behandlung beginnen kann, wenn etwas sein sollte.

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Technischer Fortschritt: Optomap

Ich hatte immer erhebliche Probleme nach der Netzhautuntersuchung mit Tropfen. Ich reagierte mit Schwindel, Übelkeit und manchmal sogar Migräne. Diese Nebenwirkungen sind selten, und natürlich habe ich nichts ausgelassen. Bei den meisten ist nur die Sehschärfe für etwa 4-6 Stunden beeinflusst. Ein Augenarztwechsel im Jahr 2012 brachte die Erlösung: Optomap. Vereinfacht ausgedrückt ist dieses neue technische Gerät eine Weitwinkelkamera, die ein sehr großes und detailliertes Foto der Netzhaut macht. Und „groß“ meint hier die Fläche, die so eingesehen werden kann. Die normale Untersuchung der Netzhaut schafft eine kleine Fläche rund um den Blinden und den Gelben Fleck im Auge. Die Optomap-Kamera kann aber auch die Bereiche erreichen, die oben und unten im Glaskörper liegen – und das ganz ohne lästige Augentropfen. Ein weiterer Vorteil: Der Arzt kann die Fotos speichern und jedes Jahr die neuen mit den alten Bildern vergleichen.

Nachteil ist, dass man diese Fotos selber bezahlen muss. Hier variieren die Preise und es geht ab ca. 40 Euro los. Zudem haben nur wenige Augenärzte dieses Gerät, da die Anschaffung sehr teuer ist.

Wer sich genauer informieren möchte, kann sich die Optomap-Broschüre anschauen.

In einem zweiten Teil werde ich über die verschiedenen diabetischen Augenerkrankungen und die Laseroperation meiner Mutter berichten.

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  • tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 11 Stunden

    Mein Abo?

  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

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