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Das Auge im Blick (Teil 1) – Kontrolluntersuchungen sind das A und O
4 Minuten
Den Diabetes stets im Blick! – Diese Aufforderung hört man als Diabetiker sehr oft. Einmal im Jahr wandere ich zu meinem Augenarzt und lasse mich durchchecken. Trotz 20 Jahren im Diabetikerclub habe ich keine Folgeerkrankungen oder Veränderungen. Leider geht es nicht allen in meiner Familie so. Ich musste vor kurzem meine Mutter, Typ 1 LADA, zu einer Laser-Operation begleiten. Als ich mich im Vorfeld informierte, stellte ich fest, dass ich doch einige Wissenslücken hatte, wie unser Auge funktioniert und weshalb wir als Diabetiker einen genaueren Blick darauf werfen müssen.

Warum dreht sich alles um das Auge?
Wird irgendwo das Thema Diabetes erwähnt, landet man auch schnell bei den Augen und dazugehörigen Horrorgeschichten. Letztere sollte jeder ignorieren, da sie nur Panik machen und meist noch dramatischer dargestellt werden, als sie waren.
Was man jedoch nicht mit Ignoranz strafen sollte, ist die besondere Vorsicht, die bei einem Diabetes – egal welcher Typ – gegeben ist. Die Augen sind ein komplexes Sinnesorgan, in welchem sich sehr kleine Blutgefäße, empfindliche Rezeptoren und unzählige Nerven treffen. Dieses feine System ist eine ideale Angriffsfläche für den Zucker, der dort einige Erkrankungen begünstigen, beschleunigen oder gar auslösen kann.
Wie funktioniert das Auge?
Das Auge besteht aus einem Glaskörper, in den das Licht durch die Pupille einfallen kann und so zur Netzhaut (Retina) gelangt. Die Netzhaut ist ein kleines Wunderwerk mit unzähligen Nervenzellen und Rezeptoren, die uns ermöglichen, die Welt zu sehen.
Die Zapfen, die sich vor allem im Zentrum der Netzhaut finden und uns Farben erkennen lassen, schlagen mit etwa 7 Millionen zu Buche. Die Stäbchen, die mehr am Rande liegen und Hell-Dunkel-Unterschiede erkennen, kommen auf etwa 130 Millionen pro Auge. Diese Zapfen und Stäbchen „übersetzen“ dann das gesehene Bild für die Schalt- und Nervenzellen, damit diese alles an das Gehirn weiterschicken können.
Kann man sich vorstellen, dass so viele Rezeptoren am Sehen beteiligt sind und sich auf so kleinem Raum befinden? Man kann mit diesem Wissen aber besser nachvollziehen, warum die Augen eine besondere Angriffsfläche für Folgeerkrankungen bieten.

Panik vor Folgeerkrankungen versus gesunde (Für-)Sorge
Es gibt Tage, an denen der Blutzucker einfach macht, was er will. Unerklärlich klettert der Wert auf über 250 mg/dl (13,9 mmol/l) oder höher. Man bekommt langsam Angst und fragt sich nicht nur, was gerade schief läuft, sondern hat sofort das kleine unverschämte Männchen auf der Schulter sitzen, das einem das Wort „Folgeerkrankungen“ immer in das Ohr flüstert.
Ganz ignorieren sollte man diese Stimme nicht, aber man sollte dem Männchen ganz klar sagen, dass es mal keine Panik machen soll, wenn ein Tag schlecht ist. Das Gesamtbild ist entscheidend. Kontinuierlich schlechte Werte begünstigen nicht nur am Auge Folgeerkrankungen und sorgen dafür, dass auch andere Erkrankungen schneller verlaufen können. Zudem gibt es noch weitere Faktoren, denn die Augen werden generell mit zunehmenden Alter oft etwas schlechter, was eine Mischung aus Verschleiß und genetischer Veranlagung ist. Wer aber regelmäßig einen Blick auf seine Werte hat und im Durchschnitt gut eingestellt ist, der verringert sein Risiko. Man muss sich um sich kümmern, ohne in Panik zu verfallen.
Kontrolluntersuchungen – Vorsicht statt Nachsicht
Jeder Diabetiker sollte mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Dort werden neben der Sehstärke auch der Augeninnendruck und die Netzhaut kontrolliert. All diese Informationen werden vom Arzt dokumentiert, damit eventuelle Veränderungen erkannt werden können. Für die Netzhautuntersuchung ist es ein gängiges Verfahren, dass man Augentropfen bekommt, die die Pupille erweitern. So hat der Augenarzt die Möglichkeit, einen besseren Blick auf die Retina (Netzhaut) zu bekommen.
Der Augenarzt entscheidet auch, ob man nur einmal im Jahr vorbeischauen muss oder vielleicht mehrere Untersuchungen nötig sind. Man kann es nicht verhindern, dass die Augen schlechter werden – egal, ob nun der Diabetes oder das Alter schuld sind. Wichtig ist, dass man regelmäßig zum Arzt geht, damit dieser schnell mit der Behandlung beginnen kann, wenn etwas sein sollte.

Technischer Fortschritt: Optomap
Ich hatte immer erhebliche Probleme nach der Netzhautuntersuchung mit Tropfen. Ich reagierte mit Schwindel, Übelkeit und manchmal sogar Migräne. Diese Nebenwirkungen sind selten, und natürlich habe ich nichts ausgelassen. Bei den meisten ist nur die Sehschärfe für etwa 4-6 Stunden beeinflusst. Ein Augenarztwechsel im Jahr 2012 brachte die Erlösung: Optomap. Vereinfacht ausgedrückt ist dieses neue technische Gerät eine Weitwinkelkamera, die ein sehr großes und detailliertes Foto der Netzhaut macht. Und „groß“ meint hier die Fläche, die so eingesehen werden kann. Die normale Untersuchung der Netzhaut schafft eine kleine Fläche rund um den Blinden und den Gelben Fleck im Auge. Die Optomap-Kamera kann aber auch die Bereiche erreichen, die oben und unten im Glaskörper liegen – und das ganz ohne lästige Augentropfen. Ein weiterer Vorteil: Der Arzt kann die Fotos speichern und jedes Jahr die neuen mit den alten Bildern vergleichen.
Nachteil ist, dass man diese Fotos selber bezahlen muss. Hier variieren die Preise und es geht ab ca. 40 Euro los. Zudem haben nur wenige Augenärzte dieses Gerät, da die Anschaffung sehr teuer ist.
Wer sich genauer informieren möchte, kann sich die Optomap-Broschüre anschauen.
In einem zweiten Teil werde ich über die verschiedenen diabetischen Augenerkrankungen und die Laseroperation meiner Mutter berichten.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße