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Dinge, die nur ein Pumpenträger kennt
3 Minuten

#1 Hängenbleiben
Bestimmt ist es jedem Insulinpumpenträger schon einmal passiert. Man kocht fleißig vor sich hin, verwandelt die Küche in ein buntes Durcheinander, zieht Schubladen auf und wirft sie schwungvoll mit der Hüfte wieder zu, macht einen Schritt nach vorne und „AUAAAA!“. Man spürt noch das tapfere Dehnen des Schlauchs, der versucht, das Schlimmste zu verhindern, doch es nützt nichts. Der Katheter wird schwungvoll herausgerissen. Definitiv eines der unangenehmsten Gefühle, die es gibt!
#2 Panik im Blick

Mittagszeit. Ich checke meinen Blutzucker, gebe ihn in die Pumpe ein und bole für mein Essen. Eine Stunde später meldet sich die Insulinpumpe mit leichter Vibration. Ich ignoriere es – wahrscheinlich ist es eh nur die Erinnerung, den Blutzucker zu überprüfen. Wenig später ein leicht panischer Blick von rechts. Ein Räuspern. „Ehm…du blinkst rot. Ist das gefährlich?“ Ein unsicheres Lachen.
Ich muss innerlich grinsen. Mir liegt der Spruch auf der Zunge: „Ja, sie explodiert gleich! Der Countdown läuft schon runter!“ Aber natürlich ist die aufmerksame Frage nur nett gemeint. Und so werfe ich einen Blick auf meinen kleinen Pankreasersatz. Siehe da: Der Selbstzerstörungsmodus wurde doch noch nicht eingeleitet. Sie erinnert mich daran, den Blutzucker zu messen.
#3 Irritation
Auch beliebt: Die leichte Irritation der Mitmenschen, wenn man sich beherzt in den Ausschnitt greift, um die Insulinpumpe hervorzuholen. Manchmal müsste man Mäuschen spielen können. Was andere wohl denken, was man dort zwischen seinen Brüsten sucht?
#4 Bettgeschichten

Als Pen-Nutzer hat man hier einen entscheidenden Vorteil: Die Frage stellt sich gar nicht erst. Viele machen sich Gedanken darüber und so kommt es auch hin und wieder zu Unsicherheiten im Umgang mit der Pumpe: Was mache ich mit meiner Insulinpumpe, wenn es um Zärtlichkeiten geht? Lege ich sie ab und riskiere damit einen erhöhten Blutzuckerwert? Lasse ich sie dran? Stört sie die Zweisamkeit, wenn ich sie als „Dritte im Bunde“ neben mir liegen lasse? Mein Tipp: Probiert es einfach aus. Ist der Schlauch lang genug, kann sie normalerweise einfach irgendwo im Bett liegen bleiben. Sollte sie doch stören, kann man sie schließlich mit einem einzigen Handgriff schnell vom Körper lösen.
#5 Knotenwirrwarr
Schon mal gesehen, wie sich ein Pankreas in sich selbst verknotet? Nein? Dann solltet ihr mal morgens einen Insulinpumpenträger besuchen. Bei uns geht der Schlauch des Katheters nachts gerne auf Wanderschaft. So wacht man gerne mal in inniger Zweisamkeit mit dem Schlauch des Katheters auf: Von oben bis unten in den Schlauch gewickelt muss man hin und wieder erst einmal sortieren, was wo hingehört. Doch auch kleine Knoten entstehen immer wieder wie von Zauberhand im Schlauch und sorgen so für die extra Portion Feinmotoriktraining am Morgen.
#6 Freiheit

Eines der besten Dinge, die nur jemand richtig verstehen kann, der eine Insulinpumpe trägt, ist das Gefühl der Freiheit, das mit der Nutzung einer Pumpe einhergeht. Viele Penner werden sich vermutlich fragen, was damit gemeint ist – schließlich bedeutet eine Insulinpumpe auch immer, dass ein Gerät am Körper hängt, was viele erst einmal als einschränkend empfinden dürften.
Doch der Nutzen einer Insulinpumpe gibt eine Freiheit an Diabetiker, die Pen-Nutzern schlicht verwehrt bleibt. Mit einer Insulinpumpe können Feinanpassungen der Insulindosen viel einfacher, schneller und effizienter erfolgen. Damit können Pumpennutzer ihre Blutzuckerverläufe deutlich einfacher steuern und sind somit ein Stück weit unabhängiger als Pen-Nutzer.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße