Diabetes-Anker-Podcast: Moderne Diabetes-Medikamente im Überblick – mit Dr. Jens Kröger

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Diabetes-Anker-Podcast: Moderne Diabetes-Medikamente im Überblick – mit Dr. Jens Kröger | Foto: Dirk Deckbar / MedTriX
Foto: Dirk Deckbar / MedTriX
Diabetes-Anker-Podcast: Moderne Diabetes-Medikamente im Überblick – mit Dr. Jens Kröger

Der Diabetes-Anker-Podcast geht nach der kurzen Sommerpause heute in eine neue Staffel! In deren ersten Folge spricht Stephanie Haack mit Dr. Jens Kröger über die medikamentöse Diabetes-Therapie. Der Hamburger Diabetologe und Vorstandvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gibt einen Überblick über moderne Medikamente, wie sie wirken und für wen sie geeignet sind.  

Eine persönliche Geschichte prägt oft eine ganze Karriere. Bei Dr. Jens Kröger war es vor über 40 Jahren der Verlust einer guten Freundin durch eine schwere Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes. Seitdem brennt er für das Thema Diabetes und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit diesen chronischen Erkrankungen die bestmögliche Unterstützung erhalten.

Aktuelle Podcast-Folge mit Dr. Jens Kröger anhören

In dieser Episode bespricht Host Stephanie Haack mit Dr. Kröger über eines der wichtigsten Themen für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Welche Medikamente helfen mir am besten? Doch bevor er in die Welt der Therapieoptionen eintaucht, erzählt Dr. Kröger von seinem Weg vom Internisten zum spezialisierten Diabetologen. Er berichtet wie die Kombination aus medizinischer Expertise und echter Leidenschaft für Patientenbegleitung entsteht.

Zunächst beleuchtet Dr. Kröger die Grundlagen der Typ-2-Diabetes-Behandlung: Ernährung, Bewegung und Schulung sind nicht verhandelbar — sie sind die Basis. Er erklärt, warum Schulung so entscheidend ist und wie Patienten durch Verständnis der Zusammenhänge selbst aktiv werden können. Sein Herzensthema dabei sind Hacks, also Wege und Tricks, wie man mit der Ernährung die Glukosewerte nach dem Essen zusätzlich niedrig halten kann. Er klärt auch wie Systeme zum kontinuierlichen Glukosemessen (CGM) Menschen mit Typ-2-Diabetes bei der Änderung des Lebensstils unterstützen können.

Dann folgt das medikamentöse Stufenschema: Von Metformin als bewährte Grundlage über verschiedene Therapieoptionen bis hin zu Insulin. Hier räumt Dr. Kröger mit einem Mythos auf: Insulin ist bei Typ-2-Diabetes nicht das Ende der Fahnenstange, sondern eine wichtige Option, die heute später benötigt wird als früher. Das gelingt dank moderner Medikamente, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch das Herz-Kreislauf-System schützen.

Ein zentrales Thema ist die gemeinsame Entscheidungsfindung: Wie können Ärzte und Patienten partnerschaftlich die beste Therapie für jeden Einzelnen finden? Und warum fehlt dafür oft die Zeit in Praxen? Dr. Kröger plädiert leidenschaftlich dafür, dass wir mehr Zeit für echte Gespräche brauchen — und dass Telemedizin hier eine wichtige Rolle spielen könnte.

Weiterführende Informationen 

Abonniere den Diabetes-Anker-Podcast auf allen gängigen Podcatcher-Plattformen, um keine Episode zu verpassen und tauche ein in die neuesten Trends und Entwicklungen rund um Diabetes! Alle Folgen findest Du auch hier in der Übersicht.


von Stephanie Haack und Redaktion Diabetes-Anker

Stephanie Haack ist Sozialwissenschaftlerin und Marketing-Expertin. Im Teenageralter wurde bei der Wahlberlinerin Typ-1-Diabetes diagnostiziert. Sie hat für mehrere gemeinnützige Institutionen und NGOs gearbeitet, seit 2024 ist sie Vorstandsmitglied bei diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Projektmanagerin für den Diabetes-Anker.

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße