Kinderwunsch mit Diabetes – ist das wirklich “Wahnsinn”?

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Kinderwunsch mit Diabetes – ist das wirklich “Wahnsinn”?

Ein Kind zu bekommen, bedeutet immer, eine riesengroße Verantwortung zu übernehmen. Ein Kind zu bekommen, bedeutet, für den Rest des Lebens für jemand anderen Sorge zu tragen und sich nach bestem Wissen und Gewissen um diese andere Person, sein eigen Fleisch und Blut, zu kümmern.

Nun sind wir beide Typ-1-Diabetiker. Das birgt ein gewisses Risiko für unser eigenes Leben. Werden wir an Spätfolgen erkranken? Werden wir früher als andere auf fremde Hilfe angewiesen sein? Werden wir gar früher sterben? Solche Gedanken sind selten. Und doch stellen wir uns ab und an diese Fragen.

Sind wir wahnsinnig? Dürfen wir uns den Kinderwunsch erlauben?

Letztens wurden wir gefragt, ob wir denn „wahnsinnig“ seien, ein Kind in die Welt setzen zu wollen. Schließlich wäre das Risiko, dass es selbst an Diabetes erkrankt, deutlich höher als bei gesunden Eltern. Und wer wisse, ob wir aufgrund des Diabetes überhaupt in der Lage sein würden, uns immer um unser Kind kümmern zu können?

Quelle: Pixabay

Für uns stand es nie zur Debatte, ob wir es uns „erlauben“ dürften, einen Kinderwunsch zu haben und unser Familienglück wahr zu machen. Und doch regen solche Worte zum Nachdenken an.
Ich selbst hatte nie Probleme mit meiner Erkrankung. Ich habe sie angenommen und lebe nun so gut es eben geht damit. Bei Janis sah das zumindest in seiner Jugend anders aus. Es ging ihm nicht gut mit dem Diabetes, und es wäre fast schlecht für ihn ausgegangen.

Würde unser Kind uns hassen?

Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind von Diabetikern selbst an Diabetes erkrankt, bei etwa 25 Prozent. Was also würde es mit unserem Kind machen, wenn es Diabetes bekommt? Würde es uns dafür hassen, dass wir ihm diese Krankheit weitergegeben haben? Würden wir mit der Verantwortung zurechtkommen, für die Krankheit dieses kleinen Wesens zu sorgen? Es ist schließlich etwas anderes, wenn man seine eigenen Blutzuckerwerte versaut, wenn man mit Hypoglykämien zu kämpfen hat oder die Werte stundenlang einfach nicht sinken wollen. Doch das eigene Kind unter den Folgen einer Krankheit leiden zu sehen, die man ihm mit großer Wahrscheinlichkeit selbst vererbt hat und dafür verantwortlich zu sein – das stellen wir uns extrem schwierig vor.

Die Angst bleibt – auch wenn wir Unterstützung haben

Andererseits ist es für Kinder, die mit der Erkrankung aufwachsen und tagtäglich sehen, dass man als Elternteil ganz selbstverständlich damit lebt, vielleicht gar nichts „Unnormales“, wenn es selbst an Diabetes erkrankt. Und dennoch – die Angst davor, sein eigenes Kind mit all den Dingen, die der Diabetes mit sich bringt, konfrontiert zu sehen, bleibt.

Dass wir selbst einmal nicht in der Lage sein sollten, uns um unser Kind zu kümmern, weil eine schwere Hypoglykämie, eine Ketoazidose oder sonst etwas Unvorhergesehenes passiert, sehen wir nicht als „Grund“, uns gegen ein Kind zu entscheiden. Bisher ist es uns noch nie passiert, dass wir gleichzeitig in einer besorgniserregenden Situation steckten. Und selbst wenn es einmal so kommen sollte, so hätten wir eine großartige Familie hinter uns stehen, die jederzeit einspringen würde.

Quelle: Pixabay

Wir wollen Kinder – und werden uns bewusst entscheiden

Insgesamt ist für uns klar, dass wir Kinder bekommen wollen – der Kinderwunsch ist da. Und dass wir irgendwie damit zurechtkommen müssen und werden, wenn es dazu kommen sollte, dass eines unserer Kinder unsere Krankheit erbt. Mit Diabetes zu leben, ist schließlich kein Todesurteil, und wir leben in einer Zeit, in der alles dafür getan wird, ein möglichst normales Leben führen zu können. Es gibt Studien für Kinder von Eltern mit Typ-1-Diabetes; darin wird die Erkrankung erforscht und mittlerweile dafür (zumindest in einigen Fällen) gesorgt, dass der Ausbruch der Krankheit zumindest verzögert werden kann.

Wenn wir uns also bewusst für ein Kind entscheiden, entscheiden wir uns damit auch bewusst für die Möglichkeit, dass wir dem Kind möglicherweise eine Krankheit vererben, die wir uns selbst manchmal wegwünschen. Wir entscheiden uns aber auch für das Wunder des Lebens, für eine Familie und für das größte Glück der Welt.

Quelle: Pixabay

 

Auch Antje hat sich schon mit der Frage beschäftigt, ob ihr Sohn vielleicht Diabetes bekommt – und hat sich sogar über Diabetes-Risikotests informiert. 

 

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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