Weiterentwicklung – warum es sich lohnt, sich ständig weiterzuentwickeln

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Weiterentwicklung – warum es sich lohnt, sich ständig weiterzuentwickeln

Mein Berufsalltag als Diabetikerin hat mich im letzten Jahr an eine Schule gebracht. Als Schulassistentin unterstütze ich seit letztem Herbst einen Jungen mit Migrationshintergrund und einer deutlichen Schwäche beim Rechnen und Lesen. Als ausgebildete Pädagogin und SI-Mototherapeutin (Trainerin für Bewegung und Wahrnehmung) macht mir diese Arbeit viel Spaß. Mein Diabetes hat mir da bis jetzt schon viele Vorteile gebracht. Denn genau in meinem schulischen Arbeitsalltag erlebe ich jene Herausforderungen, die ich auch bei meinem Diabetes täglich erlebe.

Ich bin sehr neugierig und mag es am liebsten, Dinge zu hinterfragen, um schwierige Sachverhalte besser verstehen zu können. Genauso, wenn es um meinen Diabetes geht. Auch auf der psychologischen Ebene versuche ich, mein eigenes Verhalten zu hinterfragen, um den Umgang mit meinem Diabetes besser erklären zu können. Und genauso arbeite ich auch mit meinen Schülern.

Raus aus der Komfortzone!

Als Diabetiker muss man fast täglich die eigene Komfortzone verlassen und weiterdenken. Und auch bei meinem Jungen in der Schule muss ich täglich motivieren und ihm klarmachen, wie wichtig es für seine Zukunft ist, die eigene Komfortzone zu verlassen. Motivation, Lernen und eben auch Diabetes hängen eng zusammen.

Meinen Diabetes habe ich während des Unterrichts gut im Griff.  Aber auch hier ist meine eigene Offenheit gegenüber dem Diabetes wichtig. Von Beginn an habe ich meinem Schüler den Diabetes kurz erklärt und ihm schrittweise gezeigt, wie ich meinen Blutzucker teste. Gibt es mal einen niedrigen Blutzuckerspiegel, trinke ich einen Smoothie oder Saft. Diese Dinge liegen genau wie mein Blutzuckermessgerät immer in meiner Schultasche parat. Auch die mitwirkenden Lehrer sind bezüglich des Diabetes eingeweiht. Ich muss dabei gestehen, dass ich zu Beginn meiner Tätigkeit immer wieder eine Hemmschwelle hatte, über meinen Diabetes aufzuklären. Hintergrund war wohl der, dass in meinem familiären Umfeld der Diabetes oft totgeschwiegen wurde oder eine Unterzuckerung als etwas extrem Furchtbares ablehnend behandelt.

Diabetes als Gesprächsthema

Diabetes hat auch Gestaltungspotential. Seit knapp einer Woche besitze ich nun einen Sensor. Meinen Schülern fiel das ungewöhnliche Piepen des Sensors (wenn beispielsweise dringend kalibriert werden musste) sofort auf. Und gleich gab es wieder ein neues Gesprächsthema.

Man lernt nie aus

Diabetes ist für mich ständige Weiterentwicklung. Wir als Diabetiker müssen uns ständig fortbilden, können neue Techniken ausprobieren oder auch bei Altbewährtem bleiben. Das ist unsere Entscheidung. Aber immer kommt es beim Diabetes zu einer Weiterentwicklung. Und genau das macht diese Erkrankung so spannend.

Was meint ihr dazu? Ich freue mich über eure Kommetare!

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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