Ich bin (k)ein Technikverweigerer – oder warum ich Weihnachtsferien von der Technik mache …

2 Minuten

Community-Beitrag
Ich bin (k)ein Technikverweigerer – oder warum ich Weihnachtsferien von der Technik mache …

Ich bin kein Technikverweigerer. Ich liebe Technik und wenn ich von dem Nutzen eines technischen Geräts überzeugt bin, gibt es für mich keine Grenze mit seiner Umsetzung. Ich besitze ein Smartphone, einen Park-Assistenten beim Auto oder einen Laptop fürs Büro. Für meinen Diabetes verwende ich über ein Jahr schon meine meine MiniMed 640G und trage den dazugehörigen Sensor.

Stressgefühle und innere Unruhe

Aber es gibt bei mir eine andere, innere Grenze, die ich in stressigen Zeiten –  wie es eben zu Weihnachten ist – vermehrt spüre. Eine Spannung, die mich oft unruhig werden lässt. Mein Sensor zusammen mit der Pumpe vermittelt mir dann ein Stressgefühl, eine innere Unruhe, die mich weniger frei bewegen lässt. Immer wieder nehme ich bald viertelstündlich meine Pumpe aus der Hosentasche und schaue auf die Grafik. Ist der Wert zu hoch? Habe ich noch genügend Insulin im Reservoir?  Passt der ISIG-Wert (Strom) zwischen Sensor und Körper? Dann meldet der Sensor wieder mal eine Störung, weil er eben wieder „Aktualisiert“.

Freie Weihnachten

Deswegen habe ich mich entschlossen, über die freien Tage den Sensor einfach abzulegen. Meinem Sensor und mir selbst eine Ruhepause zu gönnen. Über die Weihnachtsfeiertage will ich auf mein natürliches Körpergefühl hören. Dazu werde ich meinen (zu oft) vibrierenden Sensor über die freien Weihnachtsfeiertage einfach zur Seite legen.

Ruhe und blutiges Messen

Ich nutze die dringend benötigte Weihnachtsruhe und höre wieder auf meine innere Uhr. Bedachtsam und leise, genau so, wie es eben zur Weihnachtszeit sein sollte. Da kommt mir über die Festtage kein Alarm, weil der Blutzucker über sein Ziel geschossen ist. Da vibriert es nicht mitten in der Nacht, weil der Zielbereich unterschritten wurde.

Nein, ich teste trotzdem weiter blutig meinen Zucker. Aber einfach mit weniger Technik. Denn ich bin kein Technikverweigerer, sondern mache nur Weihnachtsurlaub von der Technik (und vom Sensor).

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft mit Typ-1-Diabetes 
Nadja hat gerade die Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind hinter sich. Bereits relativ früh in der Schwangerschaft hat sie sich Gedanken zum Beschäftigungsverbot gemacht. Ihre Erfahrung erzählt sie euch hier. 

4 Minuten

Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #52 | Glukosemessung – hier wird für Kontrolle gezahlt
Mit 27 Jahren wurde bei Caro ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in dieser Kolumne alles über ihre außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes.
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt – Glukosemessung – hier wird für Kontrolle gezahlt – AdobeStock_Artbesou

5 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände