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Die Chance, deinen Körper zu akzeptieren
4 Minuten
Welch ein Glück doch die Menschen haben, die essen können, was sie wollen und wie viel sie wollen, ohne zu- oder abzunehmen. Bei mir war das nicht so. Ich bin in meinen 25 Jahren von spargeldürr auf dick, wieder zurück und irgendwo mittendrin. Ich liebe Essen, aber ich möchte mich mit meinem Aussehen auch wohl fühlen. Dass das manchmal schwer unter einen Hut zu bekommen ist, habe ich oft am eigenen Leib erfahren müssen.
Klein, dick und gelb
Bis heute zieht mich meine Tante damit auf, was ich für ein hässliches Kind war. Wie ein Minion! Klein, aufgedunsen, dick. Gott sei Dank war das ja nie meine Schuld. Denn laut der Behauptung meiner Oma und Tanten und Onkel väterlicherseits lag das eindeutig an dem Schwangerschaftsdiabetes meiner Mutter! Als Kind glaubt man sowas gerne!

In jungen Jahren war ich eigentlich recht dünn. Mit der Scheidung meiner Eltern änderte sich das, denn ab da waren wir oft bei Oma (Mutter der Mutter), die gerne üppig auftischte, was dazu führte, dass ich im Grundschulalter wieder schnell zunahm.
Hänseln in der Schule
Als ich mit etwa 10 Jahren zu meiner Mutter in die Stadt zog, wechselte ich auch die Schule. Ich kam in eine Klasse, in der hauptsächlich Mädchen aus dem „Reichenviertel“ waren. Alle sehr gebildet, mit Eltern, die Ärzte oder Piloten waren. Mädchen, die zweimal die Woche zum Reiten oder zum Tennis gingen. Ich fuhr damals Go-Kart-Slalom. Ein Sport, der den Körper nicht wirklich beanspruchte, was sich auch auf mein Gewicht auswirkte.
Zwischen all diesen „perfekten, jungen Damen“ war ich natürlich wie die Stinkmorchel im Blumengarten. Das führte dazu, dass ich oft gehänselt wurde, weil ich beim Sport immer die Letzte war und mir Geschichten ausdachte, um bei den Anderen Eindruck zu schinden, die aber irgendwann aufflogen. Zu meiner Verteidigung sagte ich immer, dass ich so dick sei wegen des Schwangerschaftsdiabetes meiner Mama. Damals habe ich das wirklich geglaubt.

Abnehmen dank Diabetes
Die ersten Jahre mit dem Diabetes, welchen ich in der fünften Klasse bekam, liefen ziemlich gut. Bis ich in die Pubertät kam und das „Insulinpurging“ für mich entdeckte. Jahrelang waren meine Werte katastrophal und auf die Spitze habe ich das Ganze getrieben durch hohe Werte und zusätzliches Hungern! Mein Ziel hatte ich erreicht! Ich war schlank und „hübsch“, aber mir ging es zunehmend schlechter. Irgendwann konnte ich das Essen kaum in mir behalten und übergab mich häufig. Wenn ich diese Phase erreicht hatte, achtete ich wieder ein paar Monate auf meine Werte, nur um danach wieder mit dieser Dummheit anzufangen.
Wendepunkt – meine #DiaChance
Der entscheidende Wendepunkt war auf einem Festival. Ich hatte nicht richtig gegessen, dazu kam die Hitze und die ein oder andere Dose Bier und Stress mit meinem damaligen Freund. Ich hatte in den Wochen vorher stark an Gewicht verloren. Das alles führte dazu, dass mich Freunde total schwach abends in den Campingbus legten. Das Messgerät zeigte schon nur noch HIGH an und auf Drängen gab ich mir endlich einen Schuss Insulin. Ich war todmüde und schlapp, aber meine Freunde wollten mich nicht einschlafen lassen, bis die Werte unten waren – die einzig richtige Entscheidung. Nach ein paar Stunden und wahrscheinlich 3 Litern Wasser ging es mir langsam besser. Ich fühlte mich die kommenden Tage immer noch wie gerädert, versprach aber, für die restliche Zeit meinen Blutzucker im Griff zu haben, was auch klappte.
Zuhause angekommen, ließ ich die Tage vorher Revue passieren. Natürlich spielten viele Faktoren an diesem Tag eine Rolle, aber ich bin mir sicher, hätte mein Blutzucker gepasst, wäre die Situation nicht so ausgegangen und meine Freunde hätten sich keine Sorgen um mich machen müssen!
Auch danach hatte ich noch Probleme mit entgleisten Werten und HbA1c, das das ein oder andere Mal über der Norm lag. Jedoch habe ich mich von der ungesunden Insulinpurging-Methode seitdem verabschiedet! Selbst in den Zeiten, in denen ich meine Werte nicht im Griff hatte, ließ ich trotzdem brav meine Basalrate laufen, um nicht einem totalen Insulinmangel zu erliegen.
Auf dem Bild seht ihr mich und meinen Bruder ein paar Monate nach dem Ereignis auf dem Festival. Vorher wäre es unvorstellbar gewesen, auf einen Berg hinaufzuwandern, da ich dafür einfach zu schlapp war auf Grund der hohen Werte.

Und heute?
Es gibt heute immer noch Monate, in denen ich mit meinem Gewicht nicht zufrieden bin. Jedoch zeigte mir dieser Festival-Tag vor vielen Jahren, dass es keine Lösung ist, „hübsch“ auszusehen auf Kosten meiner Gesundheit!
Mein Diabetes hat mir die Chance gegeben, meinen Körper weitestgehend zu akzeptieren, und mir aufgezeigt, dass der schnellste Weg nicht immer der beste ist. Heute bin ich lieber fit, ein bisschen stämmiger und kann trotz Diabetes alles machen, was ich will, als mich schlank im Bett zu wälzen, zu übergeben und alle halbe Stunde auf Toilette zu rennen.
Auch Annika hat das gefährliche Insulinpurging betrieben. Wie sie ihren Weg herausgefunden hat, lest Ihr hier.
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moira postete ein Update vor 6 Tagen, 21 Stunden
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
