Klausurtagung: Selbsthilfe im Bereich Diabetes in ganz Thüringen stärken

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Klausurtagung: Selbsthilfe im Bereich Diabetes in ganz Thüringen stärken | Foto: Marina Varnava - stock.adobe.com
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Klausurtagung: Selbsthilfe im Bereich Diabetes in ganz Thüringen stärken

Was braucht die Gesellschaft? Welche Wünsche haben die Mitglieder? Diese Fragen leiten den Vorstand des Diabetiker Thüringen e.V. bei den Planungen für das Jahr 2026. Im Rahmen einer Klausurtagung soll eruiert werden, wie die Diabetes-Selbsthilfe bundesweit gestärkt werden kann.

Neben den regelmäßigen Terminen, also dem, was wir jährlich wiederholen, haben wir vor, unsere besonderen Angebote an die Erfordernisse der sich wandelnden Gesellschaft und die Wünsche der Mitglieder von Diabetiker-Thüringen e.V. anzupassen. Wir stellen Ihnen einige der Vorhaben vor.

Klausurtagung; Austausch über Projekte der Diabetes-Selbsthilfe

Zu einer Klausurtagung zum Thema Selbsthilfe wollen wir in der ersten Jahreshälfte bundesweit einladen. Neben dem Paritätischen Thüringen und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG-SHG), die Weiterbildungen und Selbsthilfe organisieren, wollen wir Krankenkassen, die Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) und andere Selbsthilfe-Landesverbände einladen, sich mit Mitgliedern der Diabetiker Thüringen über gute Projekte der Selbsthilfe auszutauschen.

Wie findet der Austausch zukünftig statt?

Bisherige Modelle der Gruppentreffen scheinen weniger beliebt zu werden, finden bei der Organisation keine Nachfolger und sind gegebenenfalls einer großen Zahl der Thüringerinnen und Thüringer unbekannt. Im Trend sind u.a. individuelle Treffen, durch Unternehmen organisierte Treffen oder „Community-Meetups“.

Andererseits gibt es eine große Sehnsucht nach Selbsthilfe in neuen Themenfeldern wie Angehörigen- und Elterngruppen, Gruppen zu seltenen Krankheiten oder anderen häufigen Krankheiten. Diese Sehnsucht ist wohl stets da, wo Hilfe rar ist, Fragen und Lösungen schwierig zu erhalten sind oder zu viel, aber nichts Konkretes darüber in den Print- und digitalen Medien berichtet wird, wo Akzeptanz und freier Austausch eine zwingende Notwendigkeit darstellen.

Es gibt aber auch weitere Fragen: Welche Beispiele für hybride Selbsthilfe gibt es – also wo eine Video-Konferenz Hilfe verspricht oder eine Gruppe vor Ort, zu der sich wenige Mitglieder auch online zuschalten können? Kann man Räume bzw. Zentren schaffen, an denen sich etwa Bewohnerinnen und Bewohner in Senioren-Einrichtungen und/oder Pflegepersonal mit der erforderlichen Technik einfach beteiligen können?

Wird der Umgang mit Diabetes immer individueller?

Im Bereich Diabetes entsteht zunehmend der Eindruck, dass man leicht mit der Diagnose und den Folgen allein umgehen kann – oder verschweigt man es mehr? Auch eine zunehmende Erfolgssuche mit künstlicher Intelligenz scheint es zu geben statt, wie vor Kurzem noch, im Internet zu suchen oder, vor längerer Zeit, mit Ärztinnen und Ärzten zu reden.

Schreiben Sie uns bitte Ihre Art des Umgangs mit dem Diabetes, Ihre Wünsche oder berichten Sie über spezielle Situationen in Ihrem lokalen Bereich. Wie sieht Ihre Lösung aus? Wie kann unsere Arbeit für Sie aussehen? Telefonnummer und E-Mail-Adresse finden Sie links oben auf der Doppelseite.

Schnuppertage

Wir wollen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Meditation Schnuppertage organisieren, um schöne Dinge für den Alltag kennenzulernen. Diese können das Leben mit Diabetes einfach verändern. Erste Themen sind dabei „Qigong“ (Termin war bereits im Februar), Meditation und Nordic Walking. Gern treten wir mit Ihnen dabei in einen Ideen-Austausch.

Sport- und Bewegungs-Wochenende

Ergänzt wird unser Angebot durch ein spezielles Format für Familien, also für Kinder mit Diabetes und deren Eltern. Im Rahmen eines „Sport- und Bewegungs-Wochenendes“ sind Angebote zur Wissensvermittlung, zu Bewegung und zur Begegnung geplant.

Stärkere Zusammenarbeit mit dem Bundesverband

Mit dem Bundesverband Deutsche Diabetes Föderation e. V. streben wir 2026 einen Erfahrungsaustausch an, um Synergien zu finden. Ideen gibt es viele. Es geht darum, Dinge in gleicher Weise zu nutzen und nicht neu zu erfinden. Insbesondere möchten wir Dinge, die bundesweit erfolgen können, dorthin verlagern. Und wir wollen personelle Entlastungen erreichen, wenn für gleiche Aufgaben Personal vielfach in den Landesverbänden vorgehalten werden müsste.

Themen sind unter anderem: Kommunikation über soziale Medien für Betroffene, das Erstellen von Flyern, die Teilnahme jedes Landesverbands an bundesweiten Tagungen, wie dem Diabetes Kongress (Ärzte-Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, DDG), und auch die Gestaltung von Vertragsinhalten, wie die über die Zusammenarbeit der Landesverbände und des Verlags des Diabetes-Ankers, der MedTriX GmbH.

Eine Übersicht der regelmäßigen Termine finden Sie unter „Termine 2026“. Die neu geplanten Formate – darunter die Klausurtagung – sollen den Austausch fördern und uns ermöglichen, die Interessen möglichst vieler Menschen kennenzulernen.


Erweiterter Vorstand Diabetiker Thüringen

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 70-71


zur Beitragsübersicht von Diabetiker Thüringen e.V.

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  • uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 8 Stunden

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 2 Wochen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

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