Workshop mit Soulfood und Entspannungs-Übungen: Mit mehr Leichtigkeit durch die Wechseljahre

2 Minuten

Workshop mit Soulfood und Entspannungs-Übungen: Mit mehr Leichtigkeit durch die Wechseljahre | Foto: DNI
Foto: DNI
Workshop mit Soulfood und Entspannungs-Übungen: Mit mehr Leichtigkeit durch die Wechseljahre

Ein zweitägiger Workshop im Wolfenbütteler Bildungszentrum zeigte, wie sich die Wechseljahre mit Wissen, Ernährungsideen und alltagstauglichen Techniken zur Entspannung leichter gestalten lassen. Im Fokus standen praxisnahe Übungen – auch für Frauen mit Diabetes.

Wenn der Körper plötzlich anders tickt und die Wechseljahre neue Fragen aufwerfen, kann Wissen genauso entlasten wie kleine Rituale für Alltag und Seele. Genau das bot Referentin Claudia Kümmel, Biologin und Entspannungspädagogin, den Teilnehmerinnen eines zweitägigen Workshops in unserem Wolfenbütteler Bildungszentrum mitten im frostigen Januar.

Informationen über Hormone und Soulfood

Hier wurde nicht nur erklärt, wie Hormone wirken und welche Ernährung den Körper in dieser Lebensphase unterstützt. Es wurde erlebbar, wie kleine Veränderungen große Wirkung entfalten können. Unter Kümmels fachkundiger, aber stets empathischer Anleitung wurde Soulfood zubereitet, das Genuss, Kreativität und gesunde Ernährung vereinte.

Impulse zu Entspannung, Schlafqualität und Stressregulation zeigten, wie leicht sich Alltagshürden in kleine Wohlfühlmomente verwandeln lassen. Auch der Diabetes der Teilnehmerinnen fand dabei besondere Berücksichtigung. Der intensive Austausch beim gemeinsamen Abendessen im Hotel am ersten Abend stärkte die Erkenntnis, mit den eigenen Erfahrungen nicht allein zu sein.

Praxis-Übungen zum Wohlfühlen und Entspannen

Besonders wertvoll empfanden die Teilnehmerinnen die Praxis-Übungen, die jede von ihnen mit nach Hause nehmen konnte. Atemtechniken, Mini-Meditationen und Akupressur zeigten, wie man sich selbst aktiv unterstützt – ohne komplizierte Routinen.

In der Aromapraxis lernten die Teilnehmerinnen, wie Eigenmassage und Akupressur die Selbstfürsorge unterstützen. Impulse zu Bewegung, leicht umsetzbare Routinen und praxisnahe Übungen rundeten das Erlebnis ab. So wurde der Workshop zu einer Schatztruhe voller Ideen, die sofort anwendbar sind.

Auch einfachste Übungen wie Ohrläppchen-Massagen können im Alltag Entlastung bringen, wenn die Hormone tanzen. | Foto: DNI
Auch einfachste Übungen wie Ohrläppchen-Massagen können im Alltag Entlastung bringen, wenn die Hormone tanzen. | Foto: DNI

Dieser Workshop machte eindrucksvoll deutlich: Wechseljahre können bewusst, selbstbestimmt und mit mehr Leichtigkeit gestaltet werden, auch wenn ein Diabetes sie nicht leichter macht. Ein Schweizer Taschenmesser an alltagstauglichen Übungen und eine ordentliche Portion Soulfood können da bereits einen Unterschied machen.

Besonder Dank geht an den Paritätischen Niedersachsen, der die Durchführung der Veranstaltung durch die Förderung eines zeitgemäßen Whiteboards für die Referentin enorm vereinfacht hat.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 79

zur Beitragsübersicht von Diabetiker Niedersachsen e.V.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Typ-F-Familien wieder abgehängt: Beratungsverfahren zur Krankenbeobachtung bei Diabetes Typ 1 liegt auf Eis
Seit Jahren kämpfen Eltern von Kindern mit Diabetes Typ 1 um eine eindeutige Reglung zur Begleitung in Schule und KiTa. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sollte endlich für Klarheit sorgen, drückt nun aber nach 16 Monaten Beratung die Pausetaste. Ein Schlag ins Gesicht für Familien vom Typ F.
Eine Frau mit T1D-Kind auf dem Weg durch den Paragrafendschungel

4 Minuten

Kommentar von Arnfred Stoppok: Mitgliedschaft in einem Verein – passt das noch in unsere Zeit?
Mitgliedschaft ja oder nein? Der Landesvorsitzende Arnfred Stoppok fragt in einem Kommentar, ob das klassische Vereinsmodell noch in unsere Zeit passt. Warum viele Menschen heute flexibler mitwirken wollen und wie Selbsthilfevereine Gemeinschaft, Unterstützung und politische Stimme trotzdem sichern können, schliddert er hier.
Kommentar von Arnfred Stoppok: Mitgliedschaft in einem Verein – passt das noch in unsere Zeit? | Foto: DNI

3 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände