- Aktuelles
Diabetes-Slang Deutsch vs. Englisch
3 Minuten
„Karen is a Type zero“
Typ-0-Diabetes? Gibt’s doch gar nicht!
In der englischsprachigen Community schon. Gemeint ist damit keine medizinische Diagnose. „Type zero“ ist jemand, der vermeintlich schlaue, aber falsche Aussagen zum Thema Diabetes macht. Nicht selten werden hier Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes vermischt oder gleichgestellt.
Sätze von „Type zero“-Personen können u.a. sein: „Dann solltest du aber keinen Zucker essen“, oder „Zimt hilft da“.
„I’m so high right now“
Sitzen drei Menschen mit Diabetes zusammen, zwei lachen, der dritte versteht den Witz nicht. Ehrlicherweise ist das eher etwas für Erwachsene 😉.
„High sein“ sollte dem ein oder anderen geläufig sein und hat in der deutschen Jugendsprache erfolgreich Einzug gehalten.
Das Lustige an der Sache ist, wenn man dann einfach mit den englischen Dia-Buddies im Cafe sitzt und Leute, die die Umstände nicht kennen, vermuten, man hätte Drogen genommen.
Gemeint ist natürlich, dass der Blutzucker hoch ist.

„I was on MDI for quite some time“
MDI? Was ist denn MDI? In Fachkreisen gar nicht so ungewöhnlich, für den normalen Mensch mit Diabetes erst mal unklar.
MDI steht für „Multiple Daily Injcetions“. Der deutsche Begriff wäre ICT, also „Intensivierte konventionelle Insulintherapie“. Was damit gemeint ist? Im Grunde genommen eine Pen-Therapie. Also die Abgabe von mehreren Injektionen täglich mit Pen oder Spritze.
„I had some free food this morning“
Kostenloses Essen? Finde ich super! Aber nein, nein. „Free food“ hat nichts damit zu tun, ob man es bezahlt hat oder nicht. Es bezeichnet eher Essen, für das man keinen Bolus abgeben muss. Also Essen, das keine Kohlenhydrate beinhaltet.
„I am going to have a free shower tonight“
Auch die „free shower” hat nichts mit den Wasserkosten zu tun. Eine „free shower“ ist, wenn man duschen geht und CGM und Pumpen-Katheter müssen am selben Tag gewechselt werden. So hüpft man schnell unter die Dusche, bevor man sich sein CGM und Katheter neu setzt. Der Zustand, keine Pumpe und kein CGM am Körper zu haben, wird übrigens gerne als „unplugged“ bezeichnet.

„You are a total diabadass“
Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine Beleidigung. Nein, ganz im Gegenteil, es ist ein Kompliment. Es bezeichnet einen großartigen, außergewöhnlichen, starken Menschen mit Diabetes. Also quasi uns alle!
„girl with gadgets“
„Girl with gadgets“ ist inzwischen ein beliebter Hashtag in der internationalen Diabetes-Community. Meist benutzt von Frauen. Gemeint ist nicht etwa jemand, der ein Taschenmesser besitzt. Die „Gadgets“ stehen für moderne Diabetes-Technologie, also Pumpe, CGM oder DIY-Loop.
„I have hypo-/hyper-hangover today“
Grundsätzlich wird Hangover mit Kater übersetzt. Und damit sind wir eigentlich auch schon ziemlich nah an der eigentlichen Aussage dieses Begriffs. Einen „Hypo“-/„Hyper“-Hangover hat man, wenn man die ganze Nacht wach war, sich mit zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerwerten rumschlagen musste und sich am nächsten Morgen einfach total verkatert fühlt.

„Listen this is NDR but I have to tell you…“
NDR? Der Fernsehsender?
Nein, nein! NDR steht für „not diabetes related“, also „hat nichts mit Diabetes zu tun“. Diese Abkürzung sieht man oft auf Social Media auf Kanälen, in denen es in der Regel um Diabetes geht.
So, ich hoffe, dieser kleine Guide hilft euch, wenn ihr beim nächsten Mal in der englischsprachigen Diabetes-Community unterwegs seid. Habe ich etwas vergessen? Welche Begriffe fallen euch noch ein?
Ihr könnt euren Diabetes-Slang auch in unserer Monatsaktion bis Ende Juli als Sprachnachricht schicken. Mehr Infos dazu findet ihr hier!
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 2 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 2 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
