Diabetes-Slang Deutsch vs. Englisch

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Diabetes-Slang Deutsch vs. Englisch

„Karen is a Type zero“

Typ-0-Diabetes? Gibt’s doch gar nicht!

In der englischsprachigen Community schon. Gemeint ist damit keine medizinische Diagnose. „Type zero“ ist jemand, der vermeintlich schlaue, aber falsche Aussagen zum Thema Diabetes macht. Nicht selten werden hier Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes vermischt oder gleichgestellt.

Sätze von „Type zero“-Personen können u.a. sein: „Dann solltest du aber keinen Zucker essen“, oder „Zimt hilft da“.

„I’m so high right now“

Sitzen drei Menschen mit Diabetes zusammen, zwei lachen, der dritte versteht den Witz nicht. Ehrlicherweise ist das eher etwas für Erwachsene 😉.

„High sein“ sollte dem ein oder anderen geläufig sein und hat in der deutschen Jugendsprache erfolgreich Einzug gehalten.

Das Lustige an der Sache ist, wenn man dann einfach mit den englischen Dia-Buddies im Cafe sitzt und Leute, die die Umstände nicht kennen, vermuten, man hätte Drogen genommen.

Gemeint ist natürlich, dass der Blutzucker hoch ist.

Quelle: Pexels

„I was on MDI for quite some time“

MDI? Was ist denn MDI? In Fachkreisen gar nicht so ungewöhnlich, für den normalen Mensch mit Diabetes erst mal unklar.

MDI steht für „Multiple Daily Injcetions“. Der deutsche Begriff wäre ICT, also „Intensivierte konventionelle Insulintherapie“. Was damit gemeint ist? Im Grunde genommen eine Pen-Therapie. Also die Abgabe von mehreren Injektionen täglich mit Pen oder Spritze.

„I had some free food this morning“

Kostenloses Essen? Finde ich super! Aber nein, nein. „Free food“ hat nichts damit zu tun, ob man es bezahlt hat oder nicht. Es bezeichnet eher Essen, für das man keinen Bolus abgeben muss. Also Essen, das keine Kohlenhydrate beinhaltet.

„I am going to have a free shower tonight“

Auch die „free shower” hat nichts mit den Wasserkosten zu tun. Eine „free shower“ ist, wenn man duschen geht und CGM und Pumpen-Katheter müssen am selben Tag gewechselt werden. So hüpft man schnell unter die Dusche, bevor man sich sein CGM und Katheter neu setzt. Der Zustand, keine Pumpe und kein CGM am Körper zu haben, wird übrigens gerne als „unplugged“ bezeichnet.

Quelle: Pixabay

„You are a total diabadass“

Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine Beleidigung. Nein, ganz im Gegenteil, es ist ein Kompliment. Es bezeichnet einen großartigen, außergewöhnlichen, starken Menschen mit Diabetes. Also quasi uns alle!

„girl with gadgets“

„Girl with gadgets“ ist inzwischen ein beliebter Hashtag in der internationalen Diabetes-Community. Meist benutzt von Frauen. Gemeint ist nicht etwa jemand, der ein Taschenmesser besitzt. Die „Gadgets“ stehen für moderne Diabetes-Technologie, also Pumpe, CGM oder DIY-Loop.

„I have hypo-/hyper-hangover today“

Grundsätzlich wird Hangover mit Kater übersetzt. Und damit sind wir eigentlich auch schon ziemlich nah an der eigentlichen Aussage dieses Begriffs. Einen „Hypo“-/„Hyper“-Hangover hat man, wenn man die ganze Nacht wach war, sich mit zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerwerten rumschlagen musste und sich am nächsten Morgen einfach total verkatert fühlt.

Quelle: Pexels

„Listen this is NDR but I have to tell you…“

NDR? Der Fernsehsender?

Nein, nein! NDR steht für „not diabetes related“, also „hat nichts mit Diabetes zu tun“. Diese Abkürzung sieht man oft auf Social Media auf Kanälen, in denen es in der Regel um Diabetes geht.

So, ich hoffe, dieser kleine Guide hilft euch, wenn ihr beim nächsten Mal in der englischsprachigen Diabetes-Community unterwegs seid. Habe ich etwas vergessen? Welche Begriffe fallen euch noch ein?


Ihr könnt euren Diabetes-Slang auch in unserer Monatsaktion bis Ende Juli als Sprachnachricht schicken. Mehr Infos dazu findet ihr hier!

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 20 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 13 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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