Nagelspangen-Behandlung wird Kassenleistung

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Nagelspangen-Behandlung wird Kassenleistung

G-BA erkennt die Bedeutung von Wundmanagement und Podologie an – die podologische Nagelspangenbehandlung wird nun zur Kassenleistung. Die Hoffnung gerade für Menschen mit Diabetes ist nun groß den Teufelskreis aus notwendiger Amputation und darauffolgenden Wundheilungskomplikationen zu unterbrechen.

Für Menschen mit einem diabetischen Fußsyndrom (DFS) kann ein eingewachsener Fußnagel zu schweren Infektionen führen und schlimmstenfalls eine Amputation notwendig machen. Ursachen hierfür sind meist ungeeignetes Schuhwerk, Fußfehlstellungen, falsche Schneidetechnik bei der Bearbeitung des Nagels oder eine genetische Veranlagung. Durch die professionelle podologische Behandlung mit Nagelkorrekturspangen können Komplikationen und operative Eingriffe häufig vermieden werden. Diese Therapie hat der G-BA (Gemeinsame Bundesausschuss) jetzt verordnungsfähig gemacht. Die DDG sieht darin einen weiteren wichtigen Schritt, konservative Fußbehandlungen von Hochrisikopatient*innen zur Kassenleistung zu machen.

Die rezidiv-freien Phasen so lange wie möglich erhalten

Die AG Fuß der DDG fordert seit Jahren, die vielen Möglichkeiten der konservativen sanften Maßnahmen auszuschöpfen, bevor Gliedmaßen amputiert werden. Zwei Drittel al­ler Amputationen der unteren Ex­tremitäten erfolgten bei Menschen mit Diabetes und DFS. „Es gibt lei­der keine Heilung des DFS – aber rezidivfreie Phasen, die wir so lange wie möglich erhalten wollen“, erklärt Dr. Sybille Wunderlich von der AG Fuß. Umso wichtiger sei daher eine professionelle, präventive und Gliedmaßen erhaltende Therapie. Die Chefärztin an der Klinik für Innere Medizin an den DRK Kli­niken Berlin verweist darauf, dass manche Patient*innen aus finanzi­ellen Gründen eine nicht-operative Behandlung scheuen, die nicht ver­ordnungsfähig ist. Auch aus diesem Grund begrüßt die DDG den aktu­ellen G-BA-Beschluss zur Kassen­leistung.

Nagelspangenbehandlung – nun weniger Amputationen?

Bei der Nagelspangenbehandlung fertigen Podolog*innen eine Korrekturspange an, die dem einge-wachsenen Nagel individuell angepasst wird. Ziel ist eine mechanische Druckentlastung. Der Nagel kann dann wieder in seiner natürlichen Form nachwachsen. „Mit dieser Behandlung verringert sich die Gefahr für einen Entzündungsprozess oder das weitere Einwachsen des Nagels in umliegendes Gewebe“, erläutert Elisabeth Dalick, Diabetesberaiabetesberaterin und Podologin aus Aachen. Damit kann ein möglicher Teufelskreis aus notwendiger Amputation und darauffolgenden Wundheilungskomplikationen unterbunden werden.

Ab Juli 2022 Kassenleistung in der Nageltherapie

Der aktuelle Beschluss folgt der vom G-BA erweiterten Verordnungsfähigkeit der medizinischen Fußpflege aus dem Jahr 2020. „Es ist erfreulich, dass die Gesundheitspolitik offenbar die Bedeutung von Wundmanagement und Podologie in der Behandlung des DFS erkannt hat und wertschätzt“, sagt Dalick. Darüber hinaus fördert ein solcher Beschluss die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Podologinnen und Diabetologinnen, die besonders in der Versorgung des diabetischen Fußsyndroms charakteristisch und notwendig ist. „Das DFS ist ein komplexes Krankheitsbild, das von Beginn an einer interdisziplinären Behandlungskonzeption bedarf“, so die Podologin.
Die podologische Nagelspangenbehandlung kann laut G-BA von Ärzt*innen voraussichtlich ab Juli 2022 verordnet werden.



von Redaktion Diabetes-Anker

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  • uho1 postete ein Update vor 5 Tagen, 16 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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