- Technik
Roche bringt mit der Accu-Chek Solo seine erste schlauchlose Insulinpumpe auf den Markt
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Mit der neuen Insulinpumpe Accu-Chek Solo will Roche Diabetes Care mehr Flexibilität in die Insulinpumpen-Therapie bringen. Das schlauchlose sowie flache und leichte System soll auch jene überzeugen, die bisher mit einer Insulinpumpentherapie gehadert haben. Sie lässt sich an verschiedenen Stellen am Körper tragen – und kann dank seines modularen Aufbaus jederzeit abgenommen und wieder angebracht werden. Im Steuerungsgerät integriert sind ein Bolusrechner und ein Blutzuckermessgerät.
Seit den 1980er-Jahren gibt es tragbare Insulinpumpen, die Menschen mit Diabetes auch im Alltag einsetzen können. Mit diesen Systemen werden per Voreinstellung exakt dosierte Mengen an Basal-Insulin abgegeben. Zu den Mahlzeiten oder bei notwendigen Korrekturen kann zudem per Knopfdruck die benötigte Menge an Bolus-Insulin zugeführt werden. Eigenständige Injektionen per Insulinpen – wie bei der weitverbreiteten intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) – bleiben Pumpennutzerinnen und -nutzern somit also erspart (hier erfährst Du mehr zu Insulinpumpen).
Doch warum entscheiden sich insulinbehandelte Menschen mit Diabetes häufig gegen eine Insulinpumpe, obwohl sie für eine Kostenerstattung in Frage kämen? Antworten darauf lieferte eine Kundenbefragung durch das Unternehmen Roche Diabetes Care, das die Accu-Check-Produkte anbietet. Darin gaben 81 Prozent der befragten Pumpenskeptischen mit einer ICT an, dass sie den Schlauch zwischen Pumpe und Körper als störend empfinden. Um diesen Menschen eine neue Option für ihre Insulintherapie zu bieten, hat Roche mit der Accu-Chek Solo nun seine eigene schlauchlose Insulinpumpe auf den Markt gebracht.
Mehr Flexibilität und Nachhaltigkeit durch den modularen Aufbau der schlauchlosen Insulinpumpe Accu-Chek Solo
Das Besondere am Design der Accu-Chek Solo ist, dass sie sich abnehmen und wieder anbringen lässt, ohne dabei Insulin oder Material zu verschwenden. Denn durch den modularen Aufbau ist es möglich, die wiederverwendbare Pumpenbasis mit einer Hand einfach, bequem und sicher aus der Pumpenhalterung mit der integrierten Kanüle herauszunehmen und anschließend wieder einzufügen (siehe beigestelltes Video von Roche).
An- und Abnehmen der Pumpenbasis bei der Accu-Chek Solo zeigt dieses Video vom Youtube-Kanal von Roche.
Das kann vor allem in Situationen praktisch sein, in denen die Insulinpumpe sonst stören würde oder Schaden nehmen könnte, z.B. beim Sport, in der Sauna, beim Baden oder Duschen. Denn die schlauchlose Insulinpumpe Accu-Chek Solo ist zwar spritzwassergeschützt, darf aber nicht in Flüssigkeiten getaucht werden. Die Pumpenbasis muss daher vor dem Duschen oder Baden, Tauchen oder Schwimmen abgenommen werden. Die Pumpenhalterung und die Kanüle können jedoch im Wasser getragen werden. Somit kann die Mikropumpe vor jeder Wasseraktivität abgenommen und wieder angelegt werden.
Das modulare Designs sorgt zudem für mehr Nachhaltigkeit, da somit Müll und CO2-Emissionen eingespart werden. Denn die einzelne Komponenten können nur dann ausgetauscht werden, wenn es wirklich nötig ist. Die anderen Module des Systems müssen somit dann nicht ersetzt werden. Die Pumpenbasis kann somit sechs Monate genutzt werden. Nur die Einwegkomponenten wie Infusionseinheit, Pumpenhalterung und Reservoir müssen alle drei bzw. vier Tage gewechselt werden. Damit bedeutet ein Jahr mit der Accu-Chek Solo Mikro-Insulinpumpe 12 Prozent weniger CO2-Emissionen, mehr recycelbare Bestandteile und 75 Prozent weniger Batterieabfall im Vergleich zu anderen schlauchlosen Pumpensystemen, betont Roche.
Setzen von Pumpenhalterung und Infusionseinheit und Steuerung mit dem Accu-Chek Guide Solo Diabetes Manager
Die Pumpenhalterung und die Fusionseinheit werden mit einer mitgelieferten mechanischen Setzhilfe angebracht. Bei der Länge der weichen Teflon-Kanüle kann zwischen zwei 6 und 9 mm gewählt werden. Die Insulinpumpe kann am Bauch, an der Hüfte, am unterer Rücken, am Gesäß oder am Oberarm getragen werden. Es wird empfohlen, dass eine neue Injektionsstelle mindestens drei Zentimeter entfernt von der vorherigen liegt. Wie das Setzen der Pumpenhalterung und der Injektionseinheit funktioniert, könnt Ihr Euch ebenfalls in einem beigestellten Video von Roche anschauen.
Das Austauschen von Infusionseinheit und Pumpenhalterung bei der Accu-Chek Solo zeigt dieses Video vom Youtube-Kanal von Roche.
Gesteuert wird die schlauchlose Insulinpumpe Accu-Chek Solo über den Diabetes Manager im Smartphone-Format. Eine Steuerung via Smartphone-App ist aktuell noch nicht möglich. Roche sieht nach eigenen Angaben aber den Bedarf nach einer solchen Lösung und wird ggf. diesbezüglich nachrüsten. Im Diabetes Manager integriert sind ein Bolusrechner und ein Blutzuckermessgerät. Die Statusanzeige gibt dabei einen Überblick über die wichtigsten Therapieinformationen, wie den zuletzt gemessenen Blutzuckerwert, die aktuelle Basalrate, den letzten Bolus und den momentanen Reservoir-Füllstand (das Reservoir kann mit 80 bis 200 Einheiten Insulin gefüllt werden).
Mit wenigen Klicks lassen sich unter anderem Basalratenprofile auswählen oder einstellen, manuell Boli (Minimum: 0,2 U, Maximum: 50 U) eingeben oder Bolus-Empfehlungen nutzen und die Mikropumpe starten oder stoppen. Ist der Diabetes Manager einmal nicht zur Hand, können Boli auch über die Quick-Bolus-Tasten direkt an der Mikropumpe abgegeben werden. So müssen sich die Nutzerinnen und Nutzer keine Sorgen machen, wenn sie den Diabetes Manager einmal vergessen sollten.
„Accu-Chek Solo bringt frischen Wind in den Insulinpumpen-Markt“
„Wir freuen uns sehr, mit Accu-Chek Solo frischen Wind in den Insulinpumpen-Markt zu bringen. Für die Entwicklung unserer neuen schlauchlosen Mikropumpe haben wir eine eigene Produktion an unserem Standort Mannheim aufgebaut“, erläutert James Fischer, Geschäftsführer der Roche Diabetes Care Deutschland GmbH. „Das Ergebnis ist eine flexible und diskrete Mikropumpe, die durch Qualität und Nachhaltigkeit überzeugt und für bestmögliche Entlastung im Alltag sorgt.“
Weitere Informationen zu neuen schlauchlosen Insulinpumpe Accu-Chek Solo findest Du auf der Produkt-Website.
mit Materialien von Roche Diabetes Care
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katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 3 Tagen, 19 Stunden
Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick
In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 19 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 3 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?




